Mittwoch, 21. April 2021

Luigi: manche Ideen müssen einfach an die frische Luft

Die letzten zwei Wochen stand die Ape bei Michael, denn es war ein etwas größerer Eingriff nötig. Zeit, Kilometer und der Verkehrsunfall vor zwei Jahren hatten der Gabel so zugesetzt, dass eine neue fällig war. Eine sehr aufwändige Reparatur, die Zeit braucht und darum ging es eben nicht anders. Aber heute war es endlich so weit: Die Ape ist wieder da und fährt besser als sie es seit sehr langer Zeit tat.

Allerdings fehlte noch etwas, denn das Armaturenbrett lag noch immer hinten im Laderaum. So hatte ich es mit Michael besprochen, denn ich hatte da noch so eine Idee, die unbedingt ans Tageslicht wollte.

Für das Radio hatte ich mir ja schon vor längerer Zeit eine Blende gebaut, die in das ausgeschnittene linke Ablagefach passt. Das hat sich recht gut bewährt, brauchte aber noch etwas Optimierung bei der Befestigung. Zwei kleine Winkeleisen sorgen hier jetzt für sicheren Halt.

Doch darum ging es mir eigentlich nicht. Wichtiger war mir das zweite Ablagefach auf der Beifahrerseite zu verändern. Das komplett offene Fach nutzt den vorhandenen Raum nicht optimal aus und zudem gibt es Dinge, die nicht jeder sofort sehen soll. 

Aus einem Reststück OSB-Platte habe ich mir darum eine Art "Regalbrett" gebaut, das das Fach nach oben begrenzen und teilweise abdecken soll.

Bunter Afrikastoff war auch noch etwas da und so fügt sich das Teil stimmig ein. Das ist jetzt sicher wieder so eine Sache die nicht jedem gefällt, aber ich finde es gut.

Für sich alleine ist das Brett aber natürlich nutzlos, denn alles was darauf liegt würde während der Fahrt herunter fallen. Doch so war das ja auch nie gedacht.

Die kleine blaue Platikkiste fährt schon lange in der Ape mit, jetzt tut sie es eine Etage höher und wird dabei von einer kleinen Holzschraube gehalten. Ebenso die Uhr, die allerdings mit Heißkleber festgepappt ist. Ob das dauerhaft hält muss sich zeigen, aber bisher funktioniert es. 

Es ist eben eine dieser Ideen, die einfach an die Luft wollten. Mal sehen wie es sich in der Praxis schlägt.







Mittwoch, 14. April 2021

Old Blue: Anpassungen an einen ganz speziellen Einsatz

Vor einiger Zeit hatte ich ja einen alten Fahrradträger für den Golf organisiert. Nicht um Fahrräder damit zu transportieren, sondern um den Rollstuhl meines Vaters vernünftig transportieren zu können.

Diese Vorrichtung hat sich auf diverse Ausflügen und kleinen Reisen hervorragend bewährt. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass es doch Potential für Verbesserungen gibt.

Eines davon ist letztlich ein Luxusproblem, nämlich die Frage wohin mit den Spanngurten. Ich mag es eigentlich, wenn Zubehör und Objekt immer beieinander bleiben, das verhindert Chaos und lästige Sucherei. Ein kleiner Staukasten, ähnlich wie am Anhänger, wäre darum schön.

Um das zu realisieren habe ich zunächst eine Zusatzstrebe in den Träger eingeschweißt.

Mit dieser Strebe lässt sich wunderbar eine kleine Munitionskiste verschrauben.

Regelmäßige Blogleser werden die Kiste erkennen. Es ist der ehemalige Bordwerkzeugkasten des Klingonenkreuzers.

Die Falle für das Vorhängeschloss, die schon beim Einsatz am Roller dran war, habe ich für den Einsatz am Fahrradträger etwas versetzt. Somit ist ein flacher, nicht störender und trotzdem gut zugänglicher Staukasten realisiert.

Ein weiteres Problem war die Kennzeichenbefestigung. Um den Rollstuhl sichern zu können, muss ein Spanngurt zwischen Kennzeichen und Rahmen durchgefädelt werden. Dazu ist genug Platz, allerdings drückt dann der Greifring des Rollstuhls gegen das Kennzeichen. Der windige Plastikhalter dürfte das nicht mehr lange mitgemacht haben, hier muss eine stabilere Lösung her.

Eine Platte aus stabilem Alublech ersetzt darum zunächst den originalen Kennzeichenhalter.

Für den nötigen Abstand sorgen zwischengelegte Muttern. Keine wirklich perfekte, aber in diesem Fall völlig ausreichende Lösung. Und ja, das ist tatsächlich ein Stück von einem alten Verkehrsschild. Die reflektierende Folie habe ich anschließend noch mit Mattschwarz überjaucht. Es soll ja nicht zu Verwirrungen im Straßenverkehr kommen.

Das Schild ist übrigens das alte Baustellenschild, das mir vor einiger Zeit ein Bekannter gegeben hatte. Aus diesem Schild hatte ich auch schon den neuen Rücklichthalter für das Chopperding gebaut.

Das Kennzeichen habe ich anschließend mit der Platte vernietet. Wegen der Schraubenköpfe darunter liegt es nicht völlig plan auf, aber das ist an dieser Stelle eigentlich egal. Es ist gut erkenn- und lesbar, mehr muss es an dieser Stelle nicht können.

Auf den ersten Blick sieht die Konstruktion hinterher nicht so arg viel anders aus als vorher. Aber so sollte der Träger deutlich leichter und bequemer nutzbar sein.



Montag, 12. April 2021

das C-Wort und der Gestaltungsanlass

 Eigentlich war es ja klar: Die am Znen verbauten Neuteile haben nicht lange gehalten. Im konkreten Fall die neue Lenkerarmatur auf der rechten Seite.

Der Anlasserknopf ist schon vor einiger Zeit fliegen gegangen. Da sich der Motor auch mit dem abgebrochenen Stummel starten lässt nicht ganz so wild. Gestern hat dann aber auch das Gehäuse des Gasgriffs beschlossen, dass es nicht mehr leben mag.

Das Problem dabei ist, dass sich das Gehäuse jetzt mit dem Griff mitdreht. Als Folge konnte ich kein Gas mehr geben und bin liegen geblieben. Als krude Lösung und Nachhausebringer tat es dann erstmal bis an den äußersten Anschlag aufgedrehtes Standgas. Immerhin 35km/h zuckelt das Vieh auf diese Weise.

Natürlich könnte man jetzt eine neue Armatur kaufen, diese kostet (direkt aus China) keine 5€. Aber das Teil hält dann wieder von Zwölf bis Mittag. Außerdem gefällt mir die Originallösung rein optisch nicht sonderlich. 

Darum gibt es dann demnächst, wenn die Teile gekommen sind, eine Customlösung. Es bleibt also spannend beim Znen. Aber ich hatte ja eh schon gesagt, dass es an diesem Chopper noch einiges zu Choppen gibt.