Mittwoch, 28. Juli 2021

Luigi: Deckel drauf

Die Sache mit der Dachverkleidung für den neuen Ape-Ausbau war doch zäher als gedacht. Es hatte schon seine Gründe, warum ich das eigentlich einteilig haben wollte. Aber was solls, manchmal geht es eben nicht auf dem einfachen Weg.

In den vergangenen Tagen habe ich darum immer wieder ein kleines Stück weiter gemacht. Spanten einziehen, Platten zuschneiden, anpassen, streichen und so weiter. Dazu die zwangsläufig entstandenen Fugen mit Acryl verfugt. Das ist zeitraubende und nervige Arbeit.

Heute war Zeit für einen letzten Arbeitsmarathon und so kam nun das letzte und schwierigste Teil hinein. Zugeschnitten angepasst und für den Deckenlüfter ausgespart hatte ich es schon in den letzten Tagen. Nachdem nun die Farbe trocken war, kam das finale Puzzleteil endlich an seinen Platz. Wie zu erwarten, multiplizieren sich hier die Passungsfehler des schiefen Aufbaus zu riesigen Spalten. Ein weiterer Grund, warum die Decke eigentlich einteilig eingekleidet werden sollte.

Gelöst habe ich das letztlich pragmatisch mit Abdeckstreifen aus Laminatresten. Die "Deckenbalken" lockern zudem den Raum etwas auf, ich finde das ehrlich gesagt schicker als die plane, weiße Decke die ich eigentlich bauen wollte. Bisweilen haben solche Zwangslagen eben auch etwas für sich. Außerdem hatte der Baumarkt endlich wieder weißes Acryl auf Lager, ich konnte also verfugen ohne hinterher zigmal streichen zu müssen.

Somit war es dann auch möglich den letzten großen Bauabschnitt anzugreifen, die Einbaumöbel. Angefangen habe ich mit dem Haltewinkel für den Schubladenturm, der in die hintere rechte Ecke kommen soll. Außerdem habe ich noch die seitlichen Sockelleisten eingebaut.

Als nächstes entstand aus Latten eine Plattform für das Querregal, auf das wieder die bewährten Holzkisten kommen werden.

Diese Plattform habe ich dann noch mit Laminat belegt und mit einer zusätzlichen Stütze eingebaut. Diese Konstruktion ist deutlich leichter aber mindestens genauso stabil wie das alte Regal aus Massivholz. Außerdem wirkt es weniger klotzig.

Da der Schubladenturm auch die Position des Tisches mitbestimmt (die Schubladen sollen ja noch auf gehen) habe ich ihn als nächstes reingestellt. Der Haltewinkel fixiert ihn sicher und das Gummiband verhindert, dass die Schubladen im Fahrbetrieb aufgehen. Viel übersichtlicher Stauraum der wenig wiegt, genau so wollte ich das.

Der Tisch ist ähnlich gebaut wie das Querregal. Eine mit Laminat belegte Plattform aus Latten. 

Nach dem Tisch kam dann noch das alte Schubladenelement an seinen neuen Platz. Die grundlegenden Einbauten sind damit drin und es muss eigentlich nur noch geputzt und eingeräumt werden. Vorher muss der Ausbau aber noch gründlich trocknen und auslüften, darum ist jetzt erstmal wieder eine kleine Pause angesagt.



Sonntag, 25. Juli 2021

Luigi: weiter geht's

Aus verschiedenen Gründen war es mir in letzter Zeit nicht möglich, wirklich zügig an der Ape weiter zu arbeiten. In den letzten Tagen ging es dann aber doch wieder vorran.

Zunächst ging es darum, die Wandverkleidungen fertig zu machen. Denn diese geben ja die Position der Deckelverkleidung vor.

Zudem muss natürlich die Belüftung des Raums sichergestellt sein. Da ich die originalen Luftschlitze verschlossen habe braucht es eine andere Lösung. Ein sog. Lüfterpilz im Dach ist das einfachste und zugleich effektivste. Für einen aktiven Lüfter mit Ventilator ist der Raum schlicht zu klein.

Die Deckelverkleidung stellt dann aber doch ein größeres Problem dar als zunächst gedacht. Eigentlich hatte ich vor, die Verkleidung einteilig zu bauen. Aufgrund der Dachform geht das aber mit normalem Sperrholz nicht. Hoch biegsames, extra dünnes sog. Flugzeugsperrholz war aber nicht zu bekommen. Also geht es mit dem wasserfesten Zeug aus dem Bootsbau weiter.

Dieses muss ich dann eben in Streifen einbauen, was aufgrund der unregelmäßigen Dachform aber zu Passungsproblemen führt. 

Die ungleichmäßig verteilten Rippen führen dazu, dass das Holz in Wellen absteht. Bei einem einteiligen Stück wäre das kein Problem gewesen, so erzeugt es aber ziemlich breite Fugen die verschlossen werden müssen. Nicht so dramatisch, aber es macht halt zusätzliche Arbeit.

Diese Zusatzarbeiten kosten Zeit, was dann dazu geführt hat, dass ich heute ausnahmsweise mal am Sonntag in der Werkstatt war. Lärmarbeiten, also auch Holz sägen, fiel natürlich aus. Aber es gibt ja auch Dinge die keinen Krach machen. Die Elektrik zum Beispiel.

Ein zusätzliches Sicherungskästchen im Führerhaus, hinter der Batterie, war der erste Schritt. Denn so ist die neue Elektrik versorgt.

Damit konnte ich dann die neue Wandlampe und den Lichtschalter anschließen. Beides sind historische Stücke aus Bakelit, wohl aus den 50er Jahren, die mir ein befreundeter Elektriker besorgt hat.

Vor der rechten Wand soll später ja der Tisch, der natürlich auch als "Küche" dienen wird, sein. Eine leicht zu reinigen Wandverkleidung macht hier also durchaus Sinn. Die Steinoptik aus Kunststoff ist dafür ideal. Anschließend kam dann noch das Holzkästchen an die Wand, das die Ladebuchsen aufnehmen soll.

Mit dem Anschluss dieses Paneels war die elektrische Sache dann auch abgeschlossen. Soweit funktioniert jetzt alles, inkl. Spannungsanzeige für die Batterie.

Um etwas Fortschritt zu erzielen, habe ich anschließend noch die schon eingebauten Teile der Wandverkleidung verfugt. Acryl ist dafür recht gut geeignet, nur leider braucht es ziemlich lange um zu trocknen. Außerdem muss ich es natürlich noch überstreichen, was wieder Zeit kosten wird.










Donnerstag, 15. Juli 2021

kleinteilige Fuzzeleien und ein paar gefundene PS

Die linke Kastenverkleidung für die TM war sowas wie ein Angstgegner. Gestern stand sie dann auf dem Arbeitsprogramm.

Zwar ist sie theoretisch einfacher als die rechte, denn hier kommen keine Anbauten hin, dafür ist hier der Kasten aber ziemlich deformiert. Das ist ja die Seite, auf der die Ape vor vielen Jahren mal gelegen ist.

Darum war hier auch deutlich mehr Konstruktionsklebstoff und Alutape im Spiel als auf der rechten Seite. Unterbau und Isolation sind aber trotzdem drin. 

Bevor die eigentliche Verkleidung dran kann, muss aber noch die Verkleidung der oberen Stirnwand gebaut werden.

Diese wird zweiteilig aus noch brauchbaren Resten der alten Seitenverkleidung gebaut. Doch erstmal musste eine Pappschablone gebastelt werden. Perfekt passen muss die Form nicht, da letztlich die Dachverkleidung den Überstand verdecken wird.

In diesem Bereich gibt es auch keine Versteifungsrippen, in die man die Unterkonstruktion einkeilen könnte. Darum sind die Leisten und die Isolation flächig mit der Karosserie verklebt. Das sollte reichen um das Sperrholz zu halten.

Die Sperrholzplatten und der kleine Schubladenkasten bekamen anschließend noch etwas Farbe ab, damit ist dann dieser Bauabschnitt erstmal erledigt, denn solange die Farbe nicht trocken ist geht hier nichts weiter.

Es war also noch etwas Zeit an der Ape 50 weiter zu machen.

Das Ding hatte ja zwei Zigarettenanzünder, von denen natürlich keiner funktioniert hat. Das mag nicht zuletzt an der völlig vermurksten Verkabelung gelegen haben. Die Lösung alles raus und wegwerfen, eine neue Anzünderbüchse lag schon bereit.

Sauber verkabelt funktioniert die dann auch, eine gute Lösung für dieses Problem, denn die Möglichkeit das Handy zu laden ist schon ganz nett.

Der Starkregen der letzten Tage hatte außerdem gezeigt, dass Tartaruga etwas wasserscheu ist. Zumindest deuten gelegentliche Aussetzer im Betrieb bei Nässe darauf hin. Ursache dafür ist wohl (nicht überraschend) der originale Zündkerzenstecker. Warum Piaggio diesen anachronistischen Mist im Jahr 2011 (!) noch verwendet hat mögen die Götter wissen. 

Die neue Zündkerze war vermutlich auch kein Luxus.

Dazu noch ein neuer (wasserdichter) Zündkerzenstecker und eine Luftfilterreinigung und siehe da: Die Kiste läuft deutlich spürbar besser als zuvor. Gut für die Heimfahrt von der Werkstatt und auch gut fürs Gefühl etwas geschafft zu haben.