Mittwoch, 12. Mai 2021

X30 und Klingonenkreuzer: Wohltuende Fortschritte

In letzter Zeit sind einige Dinge geschehen, die ich ziemlich frustrierend fand. Da tut es dann gut, wenn mal etwas einfach klappt.

Angefangen hat es damit, dass ich die X30 nach über einem Jahr Standzeit reaktiviert habe. Ein Vorgang, der keinerlei Probleme mit sich brachte. Ärgerlich war nur, dass ich das Moped wegen Dauerregen nicht fahren konnte bzw. wollte. Der Wiedereinstieg in die praktische Oldtimerei muss also noch ein paar Tage warten. Ich gebe aber zu, dass es mich ganz gewaltig in den Fingern juckt.

Hauptsächlich habe ich mich heute aber auf den "Spender-Ovetto" gestürzt.

Es war bisher nicht ganz klar, wie hinüber das Teil wirklich ist. Tatsächlich war es aber relativ einfach, ihn zu neuem Leben zu erwecken.

Es mag vielleicht etwas drastisch wirken, aber den Motor ausbauen hat die Sache deutlich einfacher gemacht und beschleunigt. Denn letztlich war es damit getan, den Motor neu abzudichten. Beide Kurbelwellendichtringe und eine neue Zylinderfußdichtung lösten das Problem.

Natürlich ist, wie wäre es anders möglich, im Zuge der Arbeiten auch gleich noch die Ölpumpe stillgelegt worden.

Natürlich braucht der Roller noch einige Verschleißteile neu, zudem läuft der Vergaser über, da wohl das Schwimmerventil nicht mehr so richtig toll ist. Aber grundsätzlich funktioniert er.

An dieser Stelle habe ich es dann für heute gut sein lassen. Denn zunächst müssen einige Teile eintreffen und ich muss mir wirklich klar darüber werden, was aus dem "Spender" werden soll. Der Roller ist nämlich in einem nahezu unglaubwürdig guten Zustand, wenn man Alter und Laufleistung bedenkt. 

Ich bin wirklich am überlegen, ob dies nicht der neue Tourenroller werden sollte. Der Beige wäre dann eher ein Kandidat für einen neuen Alltagsschrubber oder evtl. auch zum Verkauf.





Samstag, 8. Mai 2021

Klingonenkreuzer: Manchmal ist man einfach nur sprachlos

Es ist jetzt einige Wochen her, dass ich den Schlacht-Ovetto aus dem Hühnerstall gezogen habe. Dieser hat einige wesentliche Puzzleteile zur Instandsetzung meines Tourenrollers geliefert. Eigentlich hatte ich nicht mehr damit gerechnet, aber somit dürfte es wohl doch noch dieses Jahr möglich sein, den Klingonenkreuzer auf die Straße zurückzubringen.

Was allerdings noch gefehlt hat, war ein Motor mit brauchbarer Hauptständeraufnahme. Wer die Minarellis kennt, der weiß, wo das Problem liegt. Ich will das hier jetzt nicht weiter ausführen, denn darum soll es nicht gehen. 

Tatsächlich hat mich vor einigen Wochen ein netter Mensch angeschrieben, dass er noch einen Ovetto in der Garage hätte. Das Fahrzeug ist nicht fahrtauglich und nach einem Ausfall während der Fahrt teilweise zerlegt. Eigentlich wollte ich nicht noch einen Schlachter, doch dann kam ein ganz besonderes, unerwartetes Angebot. Ich könne den Roller einfach holen, wenn ich vor Ort einen Wert festsetze und diesen Betrag an das Projekt Wünschewagen des ASB spende ( www.wuenschewagen.de . Ich gebe zu, dass mich das ziemlich überrascht hat.

So bin ich heute eben in die Nähe von Nürnberg gefahren und habe einen 2001er MBK Ovetto 50 geborgen. Das Fahrzeug ist in überdurchschnittlich gutem Zustand, abgesehen von den demontierten Teilen und einem nicht näher definierten Motorproblem. Doch dieser Motor hat nicht nur ein Problem, sondern auch eine intakte Hauptständeraufnahme. Genau was ich brauche, um meinen Klingonen wieder auf die Straße zu bekommen. 

Wie und wann das genau passieren wird, das muss sich noch zeigen. Aktuell fehlt es etwas an der nötigen Ruhe und Zeit, aber ich bin trotzdem erst mal ziemlich glücklich. Außerdem hat mein Glaube an das Gute im Menschen einen unerwarteten Schub erhalten. 




Sonntag, 2. Mai 2021

Lido und F12: eine mögliche Lösung und ein jährliches Ritual

Eigentlich würde ich den Lido gerne mal etwas mehr fahren, allerdings war ja noch immer das völlig verschlissene, bei jeder Bodenwelle bzw. Bremsung durchschlagende vordere Federbein zu beseitigen.

Original ist im Lido eine 260mm lange Showa Gasfeder verbaut, die nach gut 40 Jahren natürlich hinüber ist. Gebrauchter, nutzbarer Ersatz scheint nicht mehr zu existieren und es gibt auch keine sinnvolle Reparaturmöglichkeit. Also was tun?

Es gibt in Österreich einen Anbieter, der ein Mofafederbein aus chinesischer Fertigung mit einem Adaptersatz für den Lido anbietet. Sicher eine Möglichkeit, aber zulassungsrechtlich höchst bedenklich. Zudem ist die Qualität des Teils mehr als nur fraglich. Etwas Recherche förderte dann aber einen möglichen Ausweg zutage.

Das vordere Federbein des Speedfight 1 und 2 ist nur geringfügig länger als das des Lido. Zudem passt das obere Auge. Das untere Auge ist leider mit 8mm zu klein, aber die Messungbuchse hat genug "Fleisch" zum Ausbohren. Genau das habe ich dann machen lassen, und siehe da: Es passt!

Dadurch, dass das Federbein etwas länger ist, wird natürlich der Winkel der Schwinge verändert. Aber das ist im akzeptablen Rahmen und beim Fahrverhalten unkritisch. 

Außerdem hat das YSS-Federbein für den Speedfight einen großen Vorteil: Es kommt mit einer ABE für den Speedfight 1 und 2. Dieser ist von Geschwindigkeit und Gewicht dem Lido so ähnlich, dass dieser Umbau eintragungsfähig ist. Genau das ist jetzt auch geschehen und mein Lido damit völlig legal auf der Straße. 

Ob das Teil jetzt auch dauerhaft in dieser Anwendung funktioniert, nun, das kann nur die Zeit zeigen. Wir werden sehen und ich werde ggf. berichten.

Außerdem habe ich gestern den F12 aus dem Winterschlaf geweckt. Jetzt im Mai werden die ganzen "guten" Fahrzeuge herausgeholt. Der alte Italiener macht dieses Jahr den Anfang, denn ich hatte einfach wieder richtig Bock damit zu fahren.