Samstag, 20. April 2019

Cargo Zip: noch ein bisschen mehr Farbe

Heute war ich nochmal in der Werkstatt draußen, eigentlich nicht um am Zip zu arbeiten, sondern um die Ape reiseklar zu machen. Am Dienstag geht es ja wieder auf Tour, aber die Gelegenheit war natürlich günstig um noch etwas Farbe zu verspritzen.
Angefangen habe ich mit der Lenkermaske, genau wie die Front ein problematisches Teil. Denn zum Einen ist es ein Fastrider-Spezifikum (alte Lampe, aber mit Aussparung für den Bremszylinder) und zum Anderen war es noch vom Vorbesitzer her total verwüstet. Darum gab's nach dem Abreißen der Aufkleber und einem ersten, groben Schliff eine Lage Primer.
Man sieht einfach schöner was noch zu tun ist, wenn alles einheitlich grau ist. Wie zu erwarten kamen ein paar Stellen hoch und ich musste nochmal nachschleifen. Die zweite Primerlage kann jetzt über die Feiertage in Ruhe trocknen.
Der Heckpanzer war mein Angstgegner bei diesem Projekt. Tatsächlich dauerte es auch fast eine Stunde bis alle Aufkleber runter waren. Das Zeug klebt gut und es waren ziemlich viele.
Außerdem ist natürlich auch dieses Karosserieteil völlig verwüstet. Die überlackierten Klebereste der originalen Schriftzüge sind schon arg grob, selbst für meine Verhältnisse. Hier half dann auch nur der Schwingschleifer weiter.
Schön ist aber, dass der Panzer nirgendwo gebrochen ist. Das ist beim Zip der ersten Generation sehr selten, häufig sind die Panzer im Bereich des Sitzbankschloss oder an den Seiten eingerissen. Dieser hier ist völlig in Ordnung, als einziges Karosserieteil an diesem Roller.
 Damit lässt sich arbeiten und auch der Heckpanzer bekam natürlich noch seinen Anteil an der Grundierung.
Die Frontmaske war derweil soweit fertig und trocken. Darum kam sie gleich zurück an den Roller, dieses Teil ist ja auch besonders wichtig, denn es muss dran bevor die Gabel wieder eingebaut werden kann. Jetzt heißt es auf die bestellten Ersatzteile für die Gabel warten, den Urlaub genießen und dann weiter machen.

Bis dahin wünsche ich allen Bloglesern ein frohes Osterfest und, wenn möglich, ein paar schöne, sonnige und freie Ferientage.


Freitag, 19. April 2019

Cargo Zip: schöne bunte Farbenwelt

Die Panne mit der Puch hat gestern etwas mehr Zeit gefressen als gedacht, denn eigentlich hätte ich noch am Zip weitermachen wollen. Durch die Feiertage dauert es wohl noch etwas bis die Teile für die Gabel kommen, trotzdem wäre es gut, zumindest die Frontmaske lackiert zu haben wenn das Zeug kommt.
Zunächst mussten natürlich die ganzen Aufkleber runter, was mit dem Heisluftgebläse völlig problemlos ging.
So ist dann auch gut zu erkennen, warum damals die ganzen Sticker drauf kamen. Meine Ansprüche an Rollerlackierungen sind nun wahrhaft gering, aber das geht nun gar nicht.
Beim Schrubben und Anschleifen der Verkleidung kam dann noch ein Stück Geschichte des Rollers zum Vorschein. Solche Dinge zu finden ist immer interessant.
Keine Neuentdeckung ist dafür der riesige Riss im unteren Rand der Verkleidung. Eine klassische Stelle beim Zip. Die Frontmaske ist sowieso total verwüstet, an zig Stellen geklebt und gespachtelt. Vermutlich war seinerzeit ein saftiger Frontalcrash die Ursache für die Neulackierung.
Man könnte so was natürlich ordentlich reparieren. Aber ehrlich? Das ist und bleibt eine durchgewichste Karre, meine Neulackierung wird effektiv nicht besser sein als der Murks vom Vorbesitzer, nur halt ohne Durchscheinenden O-Lack. Darum: Stück Kennzeichen drauf und gut ist. Der Roller soll ruhig als "echter Speedguru" erkennbar sein. 
Nach der "Reparatur" ging es dann mit der Schleiforgie weiter. Zumindest die gröbsten Schrammen sind raus. Zeit für den Primer.
Während das Zeug trocknete habe ich mich noch um die Vorderradfelge gekümmert.
Danach war dann die Frontmaske tatsächlich soweit trocken, dass ich die erste Schicht Decklack auftragen konnte.
Die Felge war danach an der Reihe.
Dezente Farben sind bekanntlich nicht mein Ding. Dunkelgrün und Knallgelb sind die Farben der Wahl für den Zip. Wen das nun zufällig an die Erzeugnisse eines US-Amerikanischen Maschinenbauers erinnert, so ganz falsch ist die Idee nicht. 
Kurioserweise stand die Vorlage dann noch vor dem Haus als ich Feierabend gemacht habe. Das Zeug kann jetzt erstmal trocknen, mal sehen obs mir dann immer noch gefällt.

Donnerstag, 18. April 2019

Puchal: verhagelter Saisonauftakt

Vergangenen Sonntag wollte ich eigentlich die Oldtimersaison einläuten und mit der X30 die erste Ausfahrt des Jahres unternehmen.
Für einige Kilometer ging das auch sehr gut. Das Moped lief wunderbar, die Reparaturarbeiten im vergangenen Winter haben sich zweifellos gelohnt. So schön fuhr die Puch schon lange nicht mehr. Aber dann war plötzlich Schluss mit Lustig. Brutaler Leistungsverlust und ein Motor der sich weigerte auf Drehzahl zu kommen zwangen zum Anhalten.
Dazu spritzte fröhlich Öl aus dem Motor, eine brutale Sauerei die sich mit einem Lappen aber gut eindämmen lies. So blieb nichts weiter als entnervtes Warten auf den Pannendienst und Rücktransport zur Werkstatt.
Heute hatte ich endlich etwas Zeit die Ursache zu suchen, denn wirklich schlau wurde ich aus dem Fehlerbild nicht. Ölaustritt und Motorgeräusch deuteten auf eine Undichtigkeit hin, möglicherweise eine durchgebrannte Fußdichtung.
Da die Ölquelle nicht mehr auszumachen war, habe ich das Moped dann erstmal einige Minuten laufen lassen. So war zu sehen, dass es zwischen Zylinderkopf und Zylinderblock heraus lief.
Die erst vor kurzem erneuerte Kopfdichtung war tatsächlich völlig verbrannt.
Dass das nicht dicht war ist kein Wunder. Allerdings bleibt die Frage nach dem Warum. Eine sinnvolle Ursache für diesen Schaden, der scheinbar durch Überhitzung entstand, fiel mir im ersten Moment auch nicht ein.
Eine neue, diesmal originale, Kopfdichtung hatte ich zum Glück noch im Fundus. Eine Probefahrt bestätigte dann meinen Verdacht, dass die Kopfdichtung nicht die Ursache des Problems ist. Das Moped lief immer noch nicht gescheit.
Nächster logischer Ansatzpunkt in so einem Fall ist die Zündung. Eine Sichtprüfung bei aufgesetztem Polrad zeigte nichts Auffälliges. Nachdem das Polrad abgezogen war, war dann aber auch die Fehlerquelle zu erkennen.
Der Keil, der das Polrad in der korrekten Position auf der Kurbelwelle hält, war bündig abgeschert. Bei verdrehtem Polrad passt natürlich auch der Zündzeitpunkt nicht mehr und der Motor läuft nicht richtig. Eigentlich ist es erstaunlich, dass das Ding überhaupt noch lief.
Die durchgebrannte Kopfdichtung ist wohl ebenfalls ein Resultat des abgerissenen Keiles. Denn durch falschen Zündzeitpunkt steigt auch die Motortemperatur an.
Polrad und Kubelwelle haben zwar Spuren, sind aber noch verwendbar. Insofern alles halb so wild.
Mit einem neuen Keil sollte das Moped wieder laufen.