Samstag, 17. November 2018

Luigi: Ausgangssperre überwunden

Primitivtechnik ist meistens ein angenehmes Schrauberobjekt, was grundsätzlich auch auf die Ape zutrifft. Allerdings gibt es auch Dinge, die bei aller technischen Simplizität nerven.
In diese Kategorie fallen eigentlich alle Arbeiten innerhalb einer Tür. Selbst wenn die Tüverkleidung so einfach abzubauen ist wie bei einer Ape TM. Grund für den Eingriff war ein abgerissener Zug für den Türöffner. Fenster öffnen und auf den äußeren Knopf drücken geht zwar auch, aber ein Mindestmaß an Komfort wünscht sich eben auch der geneigte Apefahrer.
Der Zug ist eigentlich nur ein starrer Draht, der an einem Ende an ein s-förmig gebogenes Metallstück angelötet ist. Dieses S wird in den Tüföffner eingehängt, das andere Drahtende mit einer Schlinge an der Türfalle angebracht.
Genau diese Schlinge war aber abgerissen. Keine große Sache, der Zug ist relativ billig und eigentlich einfach zu wechseln, das Einfädeln zwischen Fenster und Türstruktur ist jedoch recht fummelig, nach einer guten halben Stunde war diese Hürde aber überwunden.
Beim Zerlegen der Tür war jedoch noch ein Problem aufgetreten. Der Holzring, mit dem der Lautsprecher an der Türverkleidung angeschraubt ist, hatte sich aufgelöst. Ein Gutteil davon lag lose im Türboden herum, was das seit einiger Zeit auftretende Klappern in diesem Bereich erklärt.
Hier muss ich demnächst nochmal beigehen, denn zu Hause am Straßenrand hatte ich weder das Werkzeug noch das Material zur Hand um den Lautsprecher ordentlich zu befestigen. Die Holzstückchen halten aber erstmal. 
Damit war die Schrauberaktion an der Ape dann auch beendet. Die Tür funktioniert wieder und der Lautsprecher hält einigermaßen, das kann erstmal so bleiben.

Freitag, 16. November 2018

Klingonenkreuzer: Generationenkonflikt

Nach einer extrem arbeitsreichen Woche war heute endlich mal wieder etwas Zeit zum Schrauben. Außerdem ein traumhaft schöner Spätherbsttag, der geradezu nach einer kleinen Ausfahrt schrie.

Eine gute Gelegenheit zur Werkstatt raus zu fahren also, im Gepäck der zwischenzeitlich gelieferte, neue Gepäckträger für den Neos. 
Die Farbe auf der letztens geschweißten Hecktraverse hatte natürlich ausreichend Zeit zum Trocknen und somit war alles bereit wieder zusammengefügt zu werden. Der Tank ist beim Neos ja denkbar simpel einzubauen, er wird einfach ins Rahmenheck eingelegt und mit dem Schlossträger festgeklemmt.
Der Spritzlappen hat nun auch wieder festen Halt und im Prinzip kann so alles wieder zusammengebaut werden. Als nächster Schritt sollte jetzt natürlich der Gepäckträger probemontiert werden, aber genau da lag das heutige Problem.
Ich hatte aus versehen einen Gepäckträger für das Modell ab 2007 bestellt. Dieser passt, wie den Listen zu entnehmen ist, natürlich nicht beim alten Modell. Meine letztens gestellte und von niemandem zu beantwortende Frage, warum das so sei, ist damit auch geklärt: Offensichtlich ist das Heck der neuen Neos-Generation deutlich breiter als das der alten Modelle. Der Träger ist nicht sinnvoll anbaubar und geht darum zurück, im Umtausch gegen einen korrekten Träger für das alte Modell.

In der Werkstatt war somit schon wieder Feierabend, aber an einem so schönen Sonnentag ist das auch nicht weiter schlimm...

Sonntag, 11. November 2018

Spirit: Zwischenbilanz

6.000km, eigentlich keine weiter bemerkenswerte Laufleistung. Warum also großes Aufheben darum machen?


Nun, der Chinaroller hat heute diesen Tachostand erreicht, ein Ereignis, das zu erleben ich eigentlich nicht mehr erwartet hätte. Es bedeutet letztlich, dass ich mit dem Roller jetzt insgesamt gute 2.800km gefahren bin, die letzten 700 davon seit Instandsetzung nach Totalausfall. Tatsächlich funktioniert der Haufen zur Zeit einigermaßen brauchbar, er springt an und tut bisher was ich von einem Winterroller erwarte: fahren. 

Trotzdem ist dieser Anlass so gut wie jeder um einmal die, von einigen Leuten nachgefragte und von mir versprochene, Zwischenbilanz aufzustellen.
Für die bisher gefahrenen Kilometer hat der Roller 86l Benzin gebraucht, was einem Durchschnitt von gut 3l/100km entspricht. Für die Reparaturen und Verschleißteile habe ich bisher 464,41€ investiert. Erneuert wurden bisher (nicht in chronologischer Reihenfolge):

- Tachoantreiber (2X) und  Tachowelle
- Zündanlage (komplett aus Schlachtroller)
- Zündschloss
- Ölpumpe
- Wellendichtring zündungsseitig
- Bremspumpe
- Mittelverkleidung
- Ölfiltersieb
- Antriebsriemen und Fliehgewichte
- Luftfilter (komplett mit Gehäuse)
- Vergasermembrane (2X)
- Zündkerze mit Stecker und Kabel
- Zündspule
- Massensicherungen
- Tank
- Benzinhahn mit Filter und Leitungen
- Unterdruckleitungen
- Entlüftungsleitung (Kurbelgehäuse)
- Tankgeber
- Tachoglas
- Scheinwerfer
- Bremslichtschalter
- Bremshebel links

An Zubehör hat der Roller folgendes bekommen:
- gebrauchter Serien-Sportauspuff von Baotian
- Topcase (aus Fundus)
- Wetterscheibe
- Lenkergriffe
- optimiertes Lüfterrad
- Tränenblechauflage fürs Trittbrett
- Ladesteckdose

Dafür habe ich insgesamt 84,94€ ausgegeben. Die neue Lackierung hat 32,23€ gekostet. Zusätzlich sind natürlich noch Spritkosten, Ölwechsel, Versicherung usw. angefallen was die Gesamtkosten für den Roller bis heute auf insgesamt 747,68€ bringt. Das sind dann 0,29€ je gefahrenem Kilometer. Der Rote Baron fährt für 0,11€/Kilometer, nur um einen Vergleichswert zu bringen.

Das sind natürlich alles relativ aussagefreie Zahlen, die für sich nichts belegen. Aber es wurde ja gewünscht, dass ich diese Rechnung aufstelle und ich sehe auch keinen Grund, warum ich das nicht tun sollte. Normalerweise rechne ich bei meinen Fahrzeugen nicht so, aber es scheint ja doch ein paar Leute zu interessieren.

Was mit dem Roller weiterhin passiert? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau. Über den Winter soll er mich (hoffentlich) noch bringen, im Frühjahr wandert er dann aber in die Kleinanzeigen und kommt weg, zumindest wenn sich jemand findet, der einen halbwegs vernünftigen Preis bezahlt. Denn zum ganz billig verramschen steckt in der Karre zu viel Geld. Es kann also auch sein, dass ich ihn den Sommer über einlagere und dann nochmal als Winterroller fahre. Aber das liegt alles noch gut vier Monate in der Zukunft, bis dahin kann viel passieren.