Samstag, 31. Juli 2021

Tartaruga: mögen die Spiele beginnen

Seien wir ehrlich: Die Ape 50 ist schlecht. Nicht richtig schlecht, aber schlecht. So schlecht, dass ich mich langsam dran machen muss das Ding wieder zusammen zu flicken.Wobei sich das vor allem auf die Karosserie bezieht. Die Technik hat sich in den letzten Wochen als solide herausgestellt. Sicher, es wird ein paar Verschleißteile brauchen, aber nichts weltbewegendes.

Nun erlauben es bei mir weder Zeit noch Platz das Ding völlig zu zerreißen. Außerdem habe ich vor, die Fuffi weiterhin als Arbeitsape zu benutzen. Es wird also eine Reparatur in kleinen Schritten werden. Angefangen vom Heck einmal nach vorne durch, so der Plan. Ob das klappt, nun das wird sich dann schon zeigen.

Neben den Rostschäden ist vor allem die krumme Heckstoßstange ein Problem. Einen Heckunfall hatte die Kiste schon in der Vergangenheit mal. Das mir jetzt vor ein paar Tagen noch jemand rein gefahren ist macht die Sache auch nicht besser.

Als letzte Amtshandlung vor dem Urlaub wollte ich heute eigentlich "nur mal schnell" die Stoßstange abbauen und mir die (gerissenen) Haltebleche ansehen. Aber wie das eben so ist, das wurde nichts.

Die Stoßstange ist mir acht Schrauben befestigt. Sieben davon sind beim leichtesten Kontakt mit dem Schraubenschlüssel abgerissen. Eine ging, zu meiner größten Überraschung, tatsächlich zerstörungsfrei raus. Ganz offensichtlich sitzt der Gammel ziemlich tief im Heck der Fuffi.

Dummerweise ließ sich die Stoßstange auch ohne Schrauben nicht abnehme. Denn irgendjemand hat sie in der Vergangenheit seitlich an die Karosserie geschweißt. Offenbar wurde da schon mal Unfallinstandsetzung betrieben. Nicht das es mich sonderlich überrascht hat, so ist das eben bei solchen Fahrzeugen.

Immerhin war sie ohne die Schrauben locker genug um sich wieder halbwegs in ihre ursprüngliche Position biegen zu lassen. Zumindest auf der linken Seite ist das ganz gut gelungen. Allerdings sind dabei die Risse in der Karosserie vollständig aufgegangen. Die Lösung hier ist wohl Teilersatz der Pritschenkante. Aber das ist ein Job für nach dem Urlaub.

Letztlich habe ich nur bestätigt was ich ohnehin schon gewusst habe: Das Ding wird ziemlich viel Arbeit brauchen.



Reisevorbereitungen und Kehrwoche

Die TM war ja soweit fertig, es muss nur noch das ganze Zeug wieder eingeräumt werden, das man als Camper eben so braucht.

Durch den neuen Innenausbau ist erheblich mehr Stauraum vorhanden. Entsprechend musste ich dann noch das Verräumkonzept anpassen.

Vom ürsprünglichen Plan, zwei große und zwei kleine Holzkisten auf das Querregal zu stellen bin ich darum wieder abgekommen. Eine große Kiste ist völlig hinreichend.

Für die Kisten kam dann noch eine "Bremse" aus Holzresten auf das Regal. Der Platz links davon war von Anfang an für Kissen und Decken vorgesehen. Diese haben jetzt schön Platz und sind nicht, wie im alten Ausbau, brutal zusammengestopft im Regal verstaut. Der Gummiexpander als Sicherung ist hier völlig ausreichend. 

Der Schubladenturm nimmt derweil die ganzen "Haushaltswaren" auf die man so braucht. Davor habe ich dann den alten Garderobenhaken wieder angeschraubt. Das ist ein guter Platz für hängende Klamotten.

Eine letzte Technikbaustelle stand auch noch an. Der Chokezug hatte kurz vor Beginn der Renovierung den Geist aufgegeben und musste noch erneuert werden. 

Von allen Zügen an der TM ist das der Zug, der am schwierigsten zu wechseln ist. Eine grauenhafte Fummelei, aber zuletzt war dann auch das geschafft.

Nachdem die Motorhaube zu war, konnten der Teppich und das Bett einziehen. Der "Schlangenkorb" ist auch wieder mit an Bord. So gerüstet ging es dann noch gestern Abend zurück nach Hause. Die erste Fahrt nach einem Monat Umbauten war schon etwas Besonderes.

Den Platz in der Werkstatt hat dafür dann gleich die Fuffi eingenommen. Mit diesem Projekt wird es demnächst weiter gehen.

Gestern Abend hatte ich allerdings keine Lust mehr die Werkstatt aufzuräumen. Somit stand heute ein Putz- und Aufräumtag auf dem Programm.

Von der Renovierung ist nicht sonderlich viel Material übrig geblieben. Es war aber immerhin genug, um das Regal neben der Einfahrt zu verbessern. Keine wüsten Haufen mehr, auch ein kleiner Gewinn.

Jetzt ist aber erstmal etwas Urlaub angesagt. Die Werkstatt wird mich zwar in ein paar Tagen nochmal für einen kleinen Einsatz sehen, aber danach geht es dann mit der TM auf Tour. Ihr dürft also gespannt sein, es gibt bald wieder was zum Lesen bzw. neue Videos für den Kanal.


Mittwoch, 28. Juli 2021

Luigi: Deckel drauf

Die Sache mit der Dachverkleidung für den neuen Ape-Ausbau war doch zäher als gedacht. Es hatte schon seine Gründe, warum ich das eigentlich einteilig haben wollte. Aber was solls, manchmal geht es eben nicht auf dem einfachen Weg.

In den vergangenen Tagen habe ich darum immer wieder ein kleines Stück weiter gemacht. Spanten einziehen, Platten zuschneiden, anpassen, streichen und so weiter. Dazu die zwangsläufig entstandenen Fugen mit Acryl verfugt. Das ist zeitraubende und nervige Arbeit.

Heute war Zeit für einen letzten Arbeitsmarathon und so kam nun das letzte und schwierigste Teil hinein. Zugeschnitten angepasst und für den Deckenlüfter ausgespart hatte ich es schon in den letzten Tagen. Nachdem nun die Farbe trocken war, kam das finale Puzzleteil endlich an seinen Platz. Wie zu erwarten, multiplizieren sich hier die Passungsfehler des schiefen Aufbaus zu riesigen Spalten. Ein weiterer Grund, warum die Decke eigentlich einteilig eingekleidet werden sollte.

Gelöst habe ich das letztlich pragmatisch mit Abdeckstreifen aus Laminatresten. Die "Deckenbalken" lockern zudem den Raum etwas auf, ich finde das ehrlich gesagt schicker als die plane, weiße Decke die ich eigentlich bauen wollte. Bisweilen haben solche Zwangslagen eben auch etwas für sich. Außerdem hatte der Baumarkt endlich wieder weißes Acryl auf Lager, ich konnte also verfugen ohne hinterher zigmal streichen zu müssen.

Somit war es dann auch möglich den letzten großen Bauabschnitt anzugreifen, die Einbaumöbel. Angefangen habe ich mit dem Haltewinkel für den Schubladenturm, der in die hintere rechte Ecke kommen soll. Außerdem habe ich noch die seitlichen Sockelleisten eingebaut.

Als nächstes entstand aus Latten eine Plattform für das Querregal, auf das wieder die bewährten Holzkisten kommen werden.

Diese Plattform habe ich dann noch mit Laminat belegt und mit einer zusätzlichen Stütze eingebaut. Diese Konstruktion ist deutlich leichter aber mindestens genauso stabil wie das alte Regal aus Massivholz. Außerdem wirkt es weniger klotzig.

Da der Schubladenturm auch die Position des Tisches mitbestimmt (die Schubladen sollen ja noch auf gehen) habe ich ihn als nächstes reingestellt. Der Haltewinkel fixiert ihn sicher und das Gummiband verhindert, dass die Schubladen im Fahrbetrieb aufgehen. Viel übersichtlicher Stauraum der wenig wiegt, genau so wollte ich das.

Der Tisch ist ähnlich gebaut wie das Querregal. Eine mit Laminat belegte Plattform aus Latten. 

Nach dem Tisch kam dann noch das alte Schubladenelement an seinen neuen Platz. Die grundlegenden Einbauten sind damit drin und es muss eigentlich nur noch geputzt und eingeräumt werden. Vorher muss der Ausbau aber noch gründlich trocknen und auslüften, darum ist jetzt erstmal wieder eine kleine Pause angesagt.