Dienstag, 17. September 2019

Klingonenkreuzer: Ich habe fertig!

Eigentlich ist das Neubauprojekt "Klingonenkreuzer 2.0" eher unspektakulär. Denn eigentlich war es ja nur ein 1:1 Tausch von Teilen von einem Roller auf einen anderen.
Es gibt einfach keine freundliche Art es auszudrücken. Der Vorbesitzer war von der Werkstatt, die viel Geld für div. Revisionsarbeiten kassiert hat, schlicht über den Tisch gezogen worden. Kaum etwas von den berechneten Arbeiten war wirklich gemacht worden. Das Wort für so etwas ist Betrug, schlicht und ergreifend.

Mir persönlich ist das aber relativ egal. Gründlich gecheckt hätte ich den Roller sowieso, denn aus Erfahrung traue ich eben keiner Fremdleistung wirklich über den Weg. Durch die Schlachtung des alten Rollern hatte ich außerdem alle Teile die ich brauchte, von einem frischen Luftfiltereinsatz, Gewichten und einer neuen Zündkerze abgesehen. Lohn der Mühen ist jetzt ein sauber laufender Roller auf einem technisch guten Stand. Eben das, was der alte Neos zuletzt eigentlich auch war. Nur dass das neue Fahrzeug eben auch eine gesunde Struktur aufweist und kein völlig ausgelutschtes Fahrwerk mit div. Unfällen und Misshandlungen in seiner Vergangenheit.

Der letzte Schritt zum (wie immer natürlich vorläufigen) Projektabschluss war die Anfertigung eines sehr speziellen Schlüsselanhängers. Nämlich dem Stück Chassis, das die Rahmennummer des alten Rollers trägt.

Mindestens eine Einweihungstour wird es dieses Jahr noch geben. Außerdem folgt im Dezember eine Miniserie bei Youtube zu diesem Projekt.


Samstag, 14. September 2019

das Ende des alten Klingonenkreuzers und eine Überraschung beim TPH

Manchmal muss man sich als Schrauber auch mit Dingen befassen die absolut keinen Spaß machen. Zum Beispiel mit dem endgültigen Ende eines Fahrzeuges, das einem über die Jahre sehr ans Herz gewachsen war.
Heute ging es meinem alten Neos endgültig an den Kragen, eine Sache die mir nach all den Jahren und den vielen schönen Erinnerungen die mit diesem Fahrzeug verbunden sind wahrlich nicht leicht gefallen ist.
Die Demontage, ein stundenlanger Kampf mit völlig verrotteten Schrauben, unter Dreckgebirgen begrabenen Verbindern und dem Straßenrandpfusch vieler Touren, war auch körperlich anstrengend. Entsprechend gemischt waren meine Gefühle, als endlich das gerupfte Skelett des Rollers vor mir lag.
Der Winkelschleifer hatte dann leichtes Spiel mit dem Rohrwerk, denn der Rahmen war arg weich und stellenweise auch ziemlich dünn gerostet. Wirklich sicher war das alles nicht mehr und letztlich auch die Bestätigung, dass es richtig war ein neues Basisfahrzeug zu kaufen.
Ein Teil der alten Komponenten zog dann auch direkt an dieses Basisfahrzeug um. Langsam wird der Ovetto mehr und mehr zur Reinkarnation des alten Klingonenkreuzers, aber eben mit einem eigenen Touch. Eine neue Evolutionsstufe, kein 1:1 Nachbau, so wie es sein soll.

Außerdem war ja noch das Rätsel um die blockierte Vorderradbremse beim TPH zu lösen.
Das die Bremsscheibe am Sattel schleift hatte ich neulich ja schon bemerkt. Ein seltsames Fehlerbild, das ich so auch noch nicht hatte.
Der Sattel ist nebenbei nicht fest, die Hydraulik tut was sie soll. Allerdings ließ sich die Radachse nur mit großem Kraftaufwand ausbauen, was mich dann doch sehr wunderte. Beim Zusammenbau hatte sie sich noch völlig problemlos einsetzen lassen.
Tatsächlich ist die Achse völlig krumm. Wie das passiert ist? Fragt mich bitte etwas anderes, denn weder auf den Probefahrten noch bei der (kurzen) versuchten Heimfahrt war irgendetwas passiert, das diesen Schaden erklären könnte.

Eine neue Achse wurde mir schon versprochen, denn ich hatte leider keine auf Lager. Wenn das neue Teil da ist sehen wir weiter. Die Sache ist schon arg merkwürdig.








Freitag, 13. September 2019

BW's: die kleinen Dinge

Auch wenn ich mir immer noch nicht ganz erklären kann, wie ein paar neue Treibstoffleitungen die Motorprobleme des BW's beheben konnten, der Roller läuft richtig gut. Wahrscheinlich war doch der Vergaser die Fehlerquelle, aber egal. Entsprechend viel Spaß macht es ihn zum genussvollen Rumrollern zu nutzen. So fallen dann auch die sonst übersehenen Kleinigkeiten auf, die noch etwas Verbesserung brauchen.
Die Befestigung der Windschutzscheibe zum Beispiel. Das Teil, das ja ursprünglich am Spirit montiert war, ist nicht sonderlich hochwertig. Durch die Vibrationen des BW's lockern sind die Halteschrauben ständig. Das nervt, lässt sich aber aufgrund der miesen Materialqualität nicht wirklich abstellen.
Zwei Flügelmuttern anstelle der Standardteile sorgen aber immerhin für einen gewissen Komfortgewinn.
So lässt sich die Verbindung während der Fahrt und ohne Werkzeug nachziehen. Fürs Erste eine gute Lösung, auf Dauer wäre aber natürlich eine Scheibe aus dem Originalzubehör schön.
Solche Überlegungen spielen aber keine Rolle mehr, wenn man mit dem Roller genüsslich und langsam kleine Nebenstrecken erkundet. Eine stille Abendrunde, mit einem Roller der für solche Ausflüge das perfekte Fahrzeug ist. Einfach schön.