Freitag, 13. Dezember 2019

Glubschi und Cargo Zip: Kleinkram und Auspuffbraterei

Manchmal geht auch in der, scheinbar, perfekten Welt der modernen Logistik etwas schief. So bei meiner Ersatzteilbestellung für den Centro. Gut anderthalb Monate war das Zeug jetzt unterwegs, aber es kam an. Zeit den Roller endlich fertig zu machen.
Mit einem neuen Antriebsriemen und Fliehgewichten ist der Antrieb wieder beisammen und der Roller somit fit für die neue Saison.
Ebenfalls noch gefehlt haben die Bremsbeläge für vorne. Diese hatte ja die undichte Gabel ruiniert, aber mit neuen Teilen bremst der Roller wieder wie er soll.
Damit ist das Fahrzeug nun endlich fertig und kann in den Winterschlaf gehen. Wirklich testen konnte ich ihn allerdings nicht mehr, denn heute war auch der erste Schnee des Winters gefallen. Mit den gruseligen Reifen des Centro will ich da nicht mehr raus, das wäre zu gefährlich.
Allerdings hatte ich auch noch den abgebrochenen Auspuff vom Zip im Gepäck. Ohne den Halter zeigt sich, wie wenig Material da war. Dass das nicht schon früher gebrochen ist war wohl reines Glück. Vermutlich war es nicht die beste Idee, den ohnehin schon arg flimsigen Halter noch zurecht zu flexen.
Zwischenzeitlich hatte ich ja sogar überlegt den Auspuff durch einen anderen zu ersetzen, denn so recht anfreunden mag ich mich mit dem Stage6-Teil nicht. Die möglichen Alternativen sind aber derzeit auch nicht wirklich überzeugend, darum gabs dann doch eine Runde fröhliches Auspuffbraten. Flickwerk bringt hier nichts, eine neue Halterung musste her.
Ein Stück Flachstahl anzuschweißen und passend zurecht zu stutzen war hier die beste Lösung. Natürlich gingen so die Montagepunkte verloren. Neue bohren ist kein Problem, aber das mache ich dann genau auf Maß am Roller. Dazu fehlte mir heute aber noch das passende Fahrzeug in der Werkstatt.
Darum bekam das ganze Teil erstmal eine Dusche mit schwarzer Farbe. So sieht der Auspuff zumindest wieder ordentlich aus. Jetzt muss ich es nur noch schaffen den Zip zur Werkstatt zu fahren, dann kann ich in aller Ruhe an dieser Baustelle weitermachen.

Montag, 9. Dezember 2019

Cargo Zip: Rollerpfusch deluxe

Manchmal ist es wie verhext. Das ich den Hauptständer vom Zip gekillt habe ist noch kein Monat her und schon wieder hat der Pannenteufel zugeschlagen.
Am Samstag hat mich ein ziemlich fieses Schlagloch erwischt und den Auspuff gekillt. Am Halter sauber abgebrochen, was ich in dieser Form auch noch nicht hatte. Aber was will man machen, außer den Auspuff mit etwas Draht provisorisch hochbinden?
Heute hatte ich Gelegenheit, zwischen zwei Terminen, in der Werkstatt vorbei zu schaun. Dort lag ja noch mein "Ausprobierauspuff", der alte ZX, herum. Zu Hause habe ich dann den abgebrochenen Topf vom Zip abgeschaubt. So war dann auch schon zu sehen, wie wenig Material der Halter eigentlich hatte. Das war eine Sollbruchstelle, die im Zuge der Reparatur abgestellt werden muss. Aber vorher muss der Roller zurück auf die Straße, wozu sich der ZX natürlich gut eignet.
Dummerweise hatte ich aber nicht bedacht, das es zur Montage Distanzhülsen braucht. Diese hatte ich nicht dabei, weshalb der kleine Kerzenschlüssel aus dem Bordwerkzeug vorläufig einen Nebenjob hat.
Der Auspuff ist fest und dicht, mehr brauche ich nicht. Das muss letztlich nur für eine Fahrt zur Werkstatt halten.


Freitag, 6. Dezember 2019

Black Bomber: Resteverwertung

Fahren tut der Bomber, dank des Spendermotors, wieder sehr schön. Eigentlich hätte ich es dabei bewenden lassen und den Roller in Betrieb nehmen können. Andererseits bot der Schlachter natürlich auch die Gelegenheit, den Roller in vielen anderen Bereichen zu verbessern. Darum ging es heute an die Resteverwertung.
Von Roland hatte ich ja schon vor geraumer Zeit einen HS1-Scheinwerfer vom Faceliftmodell bekommen. Darum war der Bosch-Breitstrahler obsolet und konnte wieder Weg. Erster Arbeitsschritt war darum die Frontmaske abzunehmen.
Der TPH ist mittlerweile über den Punkt hinaus, bis zu dem er nur ein billiger Winterroller ist. Ich habe zwischenzeitlich beschlossen, dass da bereits so viel Arbeit drin steckt, dass ich ihn länger behalten möchte. Optik ist also durchaus wieder wichtig, die beiden Löcher in der Frontmaske mussten weg.
Die beste Methode dafür war m.E. die Löcher mit Kunstharz zu verschließen. Darum gab es dann eine kleine Panscherei mit Harz und Glasfasermatte.
Für solche Arbeiten ist es in der Werkstatt zur Zeit eigentlich viel zu kalt. Dank Heizlüfter wurde das Harz aber trotzdem fest.
In der Zwischenzeit ging es dann an die größte Baustelle für heute. Der vordere Bremssattel hatte ja schon einmal Probleme gemacht. Darum wollte ich hier eigentlich das Teil des Schlachtrollers übernehmen. Dummerweise lies sich danach die Bremsanlage aber nicht mehr entlüften. Ursache war ein Leck im Bremsschlauch. Gut, dass ich das noch gesehen habe.
Der Schlachtroller brachte eine nahezu neuwertige Bremshydraulik mit. Diese Teile wurden vermutlich erst vor ein paar Jahren erneuert.
Das einzige Teil der alten Bremshydraulik, das ich nicht weggeschmissen habe war dann der Ausgleichsbehälter. Die Teile aus dem Schlachter ließen sich problemlos entlüften und funktionieren tadellos.
Zusammen mit dem Innenkotflügel ist jetzt wieder alles so wie es sein soll. Auch der Bremsschlauch ist wieder auf seinem originalen Weg verlegt. Der Innenkotflügel fehlte beim Bomber schon seit Jahren, der Schlachter lieferte ein neuwertiges Ersatzteil.
Auch das Beinschild-Innenteil ist vom Schlachter. Dieses hat keine Risse oder Brüche und ist darum viel besser als das Originalteil des Bombers.
Der alte Biluxscheinwerfer, mit lockerer Streuscheibe und völlig blindem Reflektor, wanderte direkt in die Mülltonne, das HS1-Teil ist einfach die bessere Wahl.
An meiner Meinung, dass Klarglasscheinwerfer scheiße aussehen, egal an welcher Karre, ändert sich zwar auch diesmal nichts, aber die Leistung überzeugt eben doch. Damit sollten Nachtfahrten nun endlich sicher möglich sein.

Die wesentlichen Arbeiten waren damit erledigt. Als nächstes kam das Topcase wieder auf den Roller. Allerdings mit alternativer Befestigung, denn die Grundplatte des Chinakoffers war völlig hinüber und gebrochen.
Der Guss-Gepäckträger erlaubt es aber, das Topcase direkt zu verschrauben. Der Drehknebel ist nur noch ein Blindstopfen, die beiden Schrauben in der Mitte halten das Case fester, als es die originale Grundplatte jemals tat.
Zuletzt ging es dann noch an den Lenker. Denn ich wollte unbedingt den Tacho des Schlachters übernehmen. Aus zwei Gründen: Zum einen weil der Tachostand dann mit der Laufleistung des Motors übereinstimmt und weil es die Version mit kleiner Tankuhr und Kontrolleuchten unten ist, die mir optisch wesentlich besser gefällt als die frühe Version mit großer Tankuhr.
Nach einer gründlichen Reinigung (und Entfernung einer toten Hornisse aus dem Gehäuse!) war der Schlachttacho dann auch wieder ansehnlich und Einbaufertig.
Die Zeituhr ist leider tot, aber das war nicht anders zu erwarten.
Damit ist der TPH nun endgültig bereit wieder in Betrieb genommen zu werden. Am Wochenende werde ich ihn, sofern nichts dazwischen kommt, nach Hause fahren. Ich freue mich ehrlich gesagt schon drauf, denn auch die kurze Probefahrt heute hat richtig Spaß gemacht. Mit dem neuen Motor und der perfekt arbeitenden Vorderradbremse macht der Bock richtig Laune.