Mittwoch, 22. September 2021

Tartaruga: Raus damit

Mit der Pritsche war ich ja letztens schon fast fertig geworden, nur noch ein kleines Bisschen Grundierung hatte gefehlt und natürlich war das auch das Erste, das heute erledigt wurde.

Als nächster Schritt kann dann die Ladeflächenbeschichtung drauf, aber die muss erst geliefert werden. In der Zwischenzeit soll aber kein Stillstand herrschen. Darum habe ich die Ape zunächst einmal umgedreht.

So ist mehr Platz um am Fahrerhausboden zu arbeiten. Die rechte Bodenplatte hatte der Rost ganz besonders schlimm befallen und ehrlich gesagt hat es mich doch etwas davor gegraust diese Stelle anzugreifen.

Die "italienische Lösung" mit einer über den Rost genieteten Blechplatte war nicht nur unschön sondern wohl auch der Grund, warum es auch rund um das große Rostloch nicht mehr viel Blech gab. Hier half nur ein großzügiger Schnitt.

Sicher wäre es die schönste Lösung, hier ein fertiges Reparaturblech einzuschweißen. Auch weil dann das originale Aussehen des Bodenblech erhalten bleibt. Mir sind solche Reparaturbleche aber ehrlich gesagt zu teuer. Zudem steht Originalität hier nicht wirklich im Fokus. Wichtiger ist es einfach eine benutzbare und nicht völlig rotte Ape zu haben.

Einfach nur ein glattes Blech wäre aber vermutlich nicht stabil genug. Darum habe ich zunächst eine kleine Profilstrebe eingesetzt, die später für zusätzliche Festigkeit sorgen soll. blechmäßig war es das dann auch schon für heute, denn die Zeit wurde knapp.

Abschließend habe ich nur noch die Stellen an der rechten Fahrerhausseite behandelt, die rostig aber nicht durchgerostet sind. Der Rostumwandler hat so schön Zeit einzuwirken und dafür zu sorgen, dass ein stabiler Untergrund für dauerhaften Rostschutz vorhanden ist. Wie gesagt, perfekt wird das nicht, aber das soll es auch gar nicht werden.






Samstag, 18. September 2021

Tartaruga: Großangriff auf die braune Pest

Mit der Ape 50 ist in letzter Zeit wenig passiert, es war einfach wichtiger, dass der R13 vom Hof kommt, denn das Fahrzeug soll, wenn möglich, noch dieses Jahr verkauft werden. Fall sich jemand von den Bloglesern dafür interessiert:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/wulfhorst-r13-sachs-saxy-25-mofa-dreirad-trike/1867940422-305-7658

Tartaruga hat hingegen Zeit, denn der soll möglichst lange bei mir bleiben. Perfekt restaurieren werde ich ihn aber trotzdem nicht. Das ist gar nicht nötig, denn so richtig kernfaul ist das Ding nicht, außerdem wäre es beim angedachten Einsatzzweck als Arbeitsape für die Dreckarbeit völlig sinnlos. 

Es geht also mehr darum, das Fahrzeug wieder uneingeschränkt benutzbar zu machen und dafür zu sorgen, dass der Rost nicht wieder gar so heftig zuschlägt. 

Die Vorgehensweise ist hinlänglich bekannt: Roststellen heraustrennen und frisches Blech einschweißen. An der Hinterkante der Pritsche musste zudem ein Teil des Rahmens rekonstruiert werden. Das war dann aber auch schon die heftigste Roststelle.

Trotzdem gab es noch genug kleinere Stellen, insbesondere das große Loch hinter dem Tankstutzen.

Wobei es in diesem Zusammenhang auch positive Entdeckungen gab, denn das Blech (insb. die Traverse) über dem Tank ist bei sehr vielen Fuffis durchgerostet, hier war alles in Ordnung. 

Und auch Rost hat bisweilen sein Gutes, so war eine Roststelle direkt über der Traverse. Somit war dann ein Blick ins Innere der Strebe möglich und siehe da: Alles gut! Damit hatte ich tatsächlich nicht gerechnet. Ein echter Motivationsschub und damit es so bleibt, wird es zum Abschluss auf jeden Fall eine gründliche Hohlraumversiegelung geben.

Bevor der Tank wieder rein kam, gab es dann auch noch eine dicke Schicht Unterbodenwachs für diesen Bereich. Die restlichen Bereiche werden später noch versiegelt, aber hier kommt man nicht mehr hin wenn der Tank drin ist. 


Abgesehen von etwas fehlender Grundierung ist die Pritsche dann soweit fertig. Demnächst bekommt sie noch eine Schicht Raptorlack als Abschluss, dann ist dieses Kapitel abgeschlossen.

Wie gesagt, einen Schönheitspreis gewinnt es nicht, aber das soll es auch gar nicht. Letztlich gefällt mir der "abgefuckte Baustellenkarre" Look dieser Ape ja sehr gut, das kann ruhig so bleiben bzw. noch akzentuiert werden.





Mittwoch, 8. September 2021

Wulfhorst R13, Winterroller und ein Wiedersehen mit einem alten Freund

 Der R13 war beim letzten Mal ja nahezu fertig geworden. Eigentlich haben nur noch die Kotflügel gefehlt.

Nun sind "eigentlich" nur "nur" bekanntlich gefährliche Worte. Der rechte Kotflügel war ja schon zuvor in Ordnung und musste nur wieder angeschraubt werden, der linke hingegen hing schief. Das lag daran, dass zwei der drei Haltestreben verbogen waren. Diese zu richten war dann aber doch einfacher als zunächst befürchtet und somit stand das Fahrzeug bald mit zwei korrekt montierten Kotflügeln auf dem Hubtisch.

Schön sind die riesigen, vermutlich aus dem Anhängerzubehör stammenden, Kotflügel zwar nicht, aber immerhin sind sie jetzt wieder auf einer Höhe und so gerade es eben geht. Außerdem war das Dreirad jetzt fertig für eine Probefahrt.

Diese war dann relativ unspektakulär. Das Ding funktioniert soweit gut und wurde von mir deshalb für fertig erklärt. Demnächst wird es mich verlassen, allerdings nicht zurück zum Thum sondern via Kleinanzeigenmarkt, denn das Fahrzeug soll verkauft werden. 

Das der R13 fertig ist erlaubte mir dann, mich mit einem anderen Fahrzeug zu befassen, dass noch länger bleiben soll: Mit meinem TPH, dem Winterroller.

Da dieser seit dem letzten Service nicht wirklich viel gefahren wurde, war wie zu erwarten nicht viel zu tun. Es musste nur der Variator wieder rein, den ich zwischenzeitlich einem anderen Schrauber zu Vergleichszwecken geliehen hatte. Aber das ist ja alles halb so wild. Anschließend sprang der Roller auch direkt an und lief gut.

Weniger gut war, dass die Vorderradbremse nach der Sommerpause nicht mehr ging. Ursache dafür war ein defekter Dichtungsring am Bremssattel. Auch das ist keine allzu spektakuläre Sache und schnell erledigt. Bleibt nur zu hoffe, dass das jetzt dauerhaft dicht ist.

Auch darum bleibt der Roller erstmal auf dem Hubtisch stehen. Ich will einfach wissen, ob das dicht hält wenn das Fahrzeug einige Tage steht. Fahren kann ich eh noch nicht, denn das neue Kennzeichen ist noch nicht da.


Zum Abschluss des Werkstattages gab es dann noch eine ganz besondere Sache. Seit gestern habe ich mein erstes "Auto" zurück. Nachdem der alte Karren jetzt einige Jahren bei einer befreundeten Familie im Einsatz war, habe ich ihn nun zurück bekommen. Die Kinder sind einfach aus dem Alter raus, ich aber noch nicht so wirklich.

So einen Klassiker hat man doch gerne in der Werkstatt, oder? Der Zustand lässt allerdings sehr zu wünschen übrig, vor allem weil die Lenkung nicht mehr wirklich das tat was sie eigentlich soll.

Somit war eine kleine Überholung der Vorderachse angesagt, die aber auch recht problemlos über die Bühne ging. In nächster Zeit dürfte das Fahrzeug jedenfalls sehr viel geruhsamer leben als in den letzten Jahren, denn es ist nun offiziell in der Rollerchaos-Oldtimersammlung untergebracht.

Vorher gab es allerdings noch ein wenig klassisches Aufklebertuning.

Irgendwann wird sich vllt. mal wieder ein neuer Fahrer für das Ding finden, aber das wird die Zeit zeigen. Bis dahin ist es ein schönes Erinnerungsstück und eine nette Wanddeko in der Tiefgarage.