Freitag, 19. Oktober 2018

das endgültige Ende einer Ära

Dank Tobias tatkräftiger Hilfe habe ich heute die alte Werkstatt endgültig räumen können. Der Raum ist wieder so leer wie ich ihn damals übernommen habe. Irgendwie ein seltsames Gefühl, immerhin habe ich in den zurückliegenden Jahren doch etliche Stunden hier verbracht.
Aber dafür steht ja jetzt die neue, in vielen Punkten deutlich bessere Werkstatt zur Verfügung. Was von der alten bleibt ist eine Anhängerladung Müll und Materialreste vom Ausbau des neuen Raumes. 
Diese Dinge werden in den nächsten Tagen den Weg zur Müllkippe finden, so ungern ich etwas wegwerfe, manche Sachen sind einfach nicht lohnen aufzuheben. Darum tut auch dieser Schritt gut, denn es ist tatsächlich befreiend sich von Ballast jeder Art zu trennen.
Nicht weggeworfen, aber weggegeben wird außerdem auch der Mopedanhänger. Ganz ehrlich? Ich brauche das Ding nicht und es raubt nur Platz und Zeit, die ich viel lieber in andere Projekte stecken würde. Falls sich jemand findet, der das Fahrgestell nimmt und fertig macht, kann er es gerne haben. Ansonsten geht es zurück an Ronny, von dem ich es ja ursprünglich übernommen hatte.

Der Umzug ist jedenfalls komplett abgeschlossen. Bald kann also wieder der normale Betrieb in der Werkstatt, und damit auch hier im Blog, aufgenommen werden.

Montag, 15. Oktober 2018

Cargo Zip: Feierabend

Irgendwie ist es ja ein seltsames Gefühl, einen Roller einzuwintern den man ursprünglich als Winterroller gekauft hatte. Aber genau das habe ich heute getan.
Der Zip hat sich in der zurückliegenden Saison sehr gut bewährt. Immerhin gute 2800km habe ich damit abgespult, ohne das es zu nennenswerten Problemen gekommen wäre. Für einen kleinen Stadtroller keine schlechte Leistung. Die einzige außerplanmäßige Reparatur war ein defekter Regler, was ich bei einem über 20 Jahre alten Roller für nicht allzu schlimm halte.

Die gründliche Wäsche zum Saisonabschluss hatte sich der Hobel also redlich verdient, anschließend gab es noch einen vollen Tank und dann ging es ins Winterquartier.
Anders als den Rest der Flotte werde ich den Zip jedoch nicht in der Werkstatt überwintern. Er darf bei mir zu Hause in der Tiefgarage stehen. Hauptgrund dafür ist, dass an diesem Fahrzeug nicht wirklich viel zu tun ist. Die anstehenden Arbeiten werde ich im Rahmen der Frühjahrsinspektion erledigen. Außerdem erscheint es mir klug, einen möglichen Ersatzroller für den Chinakracher zur Hand zu haben. Wirklich 100%ig traue ich diesem nämlich nicht zu den Winter durchzuhalten.

Sonntag, 14. Oktober 2018

Tour: Böhmen im Herbst

Gestern Morgen lud Marinanne ihren völlig zerstörten Kymco vor meiner Werkstatt aus dem Transporter und wir haben uns gemeinsam an die Reparatur gemacht. Eine vordergründig erfolgreiche Aktion, denn der Roller lief wieder und die Unfallschäden waren beseitigt. Aber war er wirklich wieder vollständig brauchbar? Nun gibt es bei einem Fahrzeug eigentlich nur eine Art diese Frage zu beantworten: man muss damit fahren.
Darum ging es heute Morgen mit zwei Rollern auf Tour. Marianne mit ihrem Kymco und ich habe, wohl da letzte Mal dieses Jahr, meinen Zip als Tourer eingesetzt.
Natürlich bietet auch Regensburg viel Sehenswertes und das Foto mit den beiden Rollern vor dem Dom musste natürlich sein. Viel interessanter sind jedoch die Straßen außerhalb der Stadt, hinauf in den Bayerischen Wald, den Marianne bisher noch nicht kannte.
Zu den schönsten Strecken für eine kleine Sonntagstour zählt meiner Meinung nach die Runde über Furth im Wald und Domazlice. Von Regensburg aus führt die Straße an Bernhardswald und Roding vorbei zunächst nach Cham und Furth. 
Immer parallel zu den modernen Schnellstraßen auf der alten, langsamen Rout bis an die Grenze zu Tschechien. Mitte Oktober noch zwischen grünen Wiesen und unter strahlend blauem Himmel dahinzurollern ist schon ein Genuss. Erst recht in dieser Gegend, die auf schon fast klischeehafte Art voll von malerischen Details ist.
Weniger malerisch, dafür aber sehr nahrhaft, war die Mittagsrast bei Babilon, kurz vor Domazlice.
Die kleine Stadt, die einst den deutschen Namen Taus trug, blickt auf eine nahezu tausendjährige Geschichte zurück. Der markante runde Turm der Kirche Maria Geburt überragt die schön restaurierte Altstadt, die wir für einen kurzen Stopp nutzen bevor es weiter geht. 
Über Chodov führt die Nebenstraße zum kleinen Grenzübergang bei Liskova quer durch eine traumhafte Herbstlandschaft.
Einige am Straßenrand aufgelesene Äpfel kamen noch als Wegzehrung und essbares Andenken mit, bevor es auf der wunderbar gewundenen Straße durch den Wald hinauf nach Vyhledy ging.
Am Straßenrand lädt das Monumentaldenkmal für den Schriftsteller und Naturfreund Jindrich Baar zum Verweilen und einem Fotostopp ein. Der kurze Fußweg zum Denkmal wird mit einem wunderschönen Weitblick über Westböhmen belohnt.
Gefühlt ist dies der eigentliche Endpunkt der Tour, denn ab jetzt geht es buchstäblich bergab.
Auf kleinen Nebenstrecken erreichen wir bald die Grenze und sind wieder in Deutschland. Über Waldmünchen und Cham geht es nach Falkenstein und durch das Otterbachtal an die Donau.
Regensburg ist nun auch bald erreicht und nach etwas über 200km schließt sich die Runde. Marianne verlädt ihren Roller wieder im Transporter und macht sich auf den Weg zurück nach Hessen. Damit endet ein schönes und durchaus erfolgreiches Wochenende und, zumindest gefühlt, auch die Tourensaison 2018.

die Route bei google-maps