Sonntag, 14. August 2022

Aufräumaktion

Nein, der Blog ist nicht tot. Zumindest nicht so tot, wie manche Zuschriften es vermuten lassen. Allerdings hat er - ich hatte ja schon mal drüber geschrieben - seine alte Funktion eingebüßt. Das liegt einfach daran, dass der Fokus mittlerweile deutlich auf Youtube und Instagram liegt. Diese Medien "gehen" einfach besser und um ehrlich zu sein: Mir persönlich machen sie auch viel mehr Spaß.

Darum habe ich den Blog nun auch etwas aufgeräumt und übersichtlicher gestaltet. Am alten Grundlayout gibt es m. E. nichts auszusetzen, darum bleibt es, aber die Verteilung der einzelnen Untergruppen ist jetzt etwas anders.
In naher Zukunft werde ich außerdem die "Schraubertipps" etwas umsortieren. Die Liste ist mittlerweile doch arg unübersichtlich geworden. Insbesondere der Teil für Ape-Themen geht darin völlig unter, was irgendwie schade ist. Darum wird es demnächst eine eigene Sektion für Ape-Tipps geben.

Montag, 16. Mai 2022

Ape 50 Typenkunde und Generationen

Von kaum einem anderen Fahrzeug aus dem Piaggio-Konzern wurde eine derartige Vielfalt an Varianten produziert wie von der Ape 50. Verständlicherweise führt dies immer wieder zu Verwirrungen, auch weil sich manche Modellgenerationen in ihren äußeren Merkmalen sehr ähnlich sind. Diese (nicht abschließende) Liste soll dabei helfen, die einzelnen Modellvarianten zu unterscheiden.

Die hier aufgelisteten Präfixe finden sich auch in der jeweiligen Fahrgestellnummer (FIN/VIN) des jeweiligen Fahrzeugs wieder. Darüber ist also eindeutig festzustellen, um welche Version es sich jeweils handelt. Ebenso ist die Motortype immer als Präfix der Motornummer im Gehäuse eingeschlagen (Ausnahme: Werks-Austauschmotoren die ohne Nummer als Ersatzteil ausgeliefert wurden).


Präfix: TL1T
Motortype: TL1M
Bauzeitraum: 1969 bis 1971
Ape 50 der ersten Generation. Primitivelektrik 6V mit Handstarter, Karosserie mit schmaler Kabine und gewölbtem Dach, teilweise noch ohne Türen ausgeliefert.

Präfix: TL2T
Motortype: TL1M
Bauzeitraum: 1971 bis 1980
Ape 50 der ersten Generation. Primitivelektrik 6V mit Handstarter, Karosserie mit schmaler Kabine und gewölbtem Dach.

Präfix: TM1T
Motortype: ?
Bauzeitraum: 1970 bis 1974
Wie TL2T jedoch mit 125ccm.

Präfix: TL3T
Motortype: TL1M
Bauzeitraum: 1980 bis 1986
Ape 50 der zweiten Generation. Elektrik je nach Baujahr 6V oder 12V, Handstarter oder elektrischer Anlasser. Schmale Kabine mit abgeflachtem Dach. Ab 1984 bei allen Modellen elektronische Zündung.

Präfix: TL4T
Motortype: TL2M
Bauzeitraum: 1985 bis 1993
Ape 50 der zweiten Generation. Wahlweise mit elektrischem Anlasser. Erstes Modell mit breiter Kabine, Türen mit geraden Seitenfenstern. Ab 1990 nur noch Elektrostartmodelle.

Präfix: TL6T
Motortype: TL3M
Bauzeitraum: 1989 bis 1995
Ape 50 der zweiten Generation, letztes Modell mit nur einem Scheinwerfer. Ausschließlich Elektrostarter. Frühe Modelle bis 1990 noch mit alten Anbauteilen, altem Lenker (in Italien ohne Tacho) und Türen mit geraden Fenstern. Ab Mitte 1990 mit neuen Anbauteilen, neuerem Lenker und Seitenfenstern mit Knick (wie TL5T).

 

TL6T erste Serie bis 1990

TL6T zweite Serie ab 1990

Präfix: TL5T
Motortype: TL3M
Bauzeitraum: 1996 bis 1999
Ape 50 der zweiten Generation. Erste Generation mit zwei Scheinwerfern. Frühe Modelle für bestimmte Märkte ohne Kühlergrillatrappe. Verbesserter Lenker mit Kombinationsinstrument mit Reservewarnlampe.
Verwirrend und nicht logisch erklärbar ist, warum TL5T das Nachfolgemodell von TL6T ist. Dies passt eigentlich nicht zur typischen Nomenklatur bei Piaggio.

Präfix: ZAPC80
Motortype: ?
Bauzeitraum: 1998 bis 2018
Ape 50 der zweiten Generation. Weitgehend wie TL5T jedoch mit div. optischen Anpassungen und Abgasverbesserungen je nach Baujahr. Diverse Sondermodelle.

ZAPC80
Präfix: ZAPC81
Motortype: ?
Bauzeitraum: 2018 bis aktuell
Ape 50 der dritten Generation. Verbesserter Motor mit Euro4-Abgasnorm. LED-Hauptscheinwerfer und verbesserte Bremse (Allradbremse). Moderner Tacho mit Tankuhr.




Donnerstag, 21. April 2022

Sinnfindung in den Osterferien

Es ist nun schon eine ganze Zeit lang her, dass ich hier im Blog etwas geschrieben habe. In letzter Zeit lag der Fokus einfach mehr auf den Videos für Youtube, außerdem war auch sonst ziemlich viel los und einfach keine Zeit, sich um den Blog zu kümmern.

Über die Ostertage war ich zum ersten Mal dieses Jahr etwas unterwegs. Eine liebe Freundin hatte mich nach Hessen eingeladen. Die Idee war etwas Schrauberhilfe bei den technischen Vorbereitungen zu einer größeren Rollerreise und ein bisschen gemeinsames Rollerfahren. Aber wie gesagt, Zeit ist knapp und so ging es mit dem Golf mit Anhänger auf Tour.

Den Kymco Curio hatte ich ausgewählt, weil er einfach der nächste greifbare Roller war. Außerdem ist er ja noch nicht lange Teil der Flotte und so war es spannend zu sehen, ob sich der alte Taiwaner auch als Tourer bewähren würde.

Den Karfreitag über einfach mal in aller Seelenruhe über Land fahren war aber der wesentliche Einstieg in ein ruhiges Wochenende. Einfach mal ganz bewusst langsam machen ist schon sehr schön.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der angesprochenen Reisevorbereitungen. Auch wenn das der Grand Dink grundsätzlich in sehr gutem Zustand ist, so braucht eine gründliche Inspektion eben Zeit und man findet natürlich auch die eine oder andere Sache.


Ostersonntag war dann zum Ausgleich ein entspannter Tourentag. Nordhessen ist eine Gegend, in der ich mich nicht sonderlich gut auskenne und noch nicht so oft war. Entsprechend viel gab es dann für mich zu entdecken. 

Es ist eine wunderbar abwechslungsreiche Landschaft mit historischen Orten und langsamen Straßen. Eigentlich ein ideales Revier für Roller- und Motorradfahrer. Das absolute Highlight des Tages war für mich aber die Ruine Amöneburg, die über dem gleichnamigen Ort auf einem Bergkegel liegt.


Es ist einer jener Orte, an denen sich ganz besonders gut Träumen lässt. Von weiteren Rollertouren zum Beispiel. 

Am Ostermontag ging es aber erst mal nach Hause. Wieder schön langsam und entspannt, einfach um die Ruhe zu genießen und den Tag dazu zu nutzen, etwas runterzukommen.
Der Curio ist als Tourer übrigens ganz brauchbar, aber nicht sonderlich bequem. Er bleibt also wohl Stadtschrupper und Alltagsmoped, aber das macht ja nix.