Sonntag, 2. Mai 2021

Lido und F12: eine mögliche Lösung und ein jährliches Ritual

Eigentlich würde ich den Lido gerne mal etwas mehr fahren, allerdings war ja noch immer das völlig verschlissene, bei jeder Bodenwelle bzw. Bremsung durchschlagende vordere Federbein zu beseitigen.

Original ist im Lido eine 260mm lange Showa Gasfeder verbaut, die nach gut 40 Jahren natürlich hinüber ist. Gebrauchter, nutzbarer Ersatz scheint nicht mehr zu existieren und es gibt auch keine sinnvolle Reparaturmöglichkeit. Also was tun?

Es gibt in Österreich einen Anbieter, der ein Mofafederbein aus chinesischer Fertigung mit einem Adaptersatz für den Lido anbietet. Sicher eine Möglichkeit, aber zulassungsrechtlich höchst bedenklich. Zudem ist die Qualität des Teils mehr als nur fraglich. Etwas Recherche förderte dann aber einen möglichen Ausweg zutage.

Das vordere Federbein des Speedfight 1 und 2 ist nur geringfügig länger als das des Lido. Zudem passt das obere Auge. Das untere Auge ist leider mit 8mm zu klein, aber die Messungbuchse hat genug "Fleisch" zum Ausbohren. Genau das habe ich dann machen lassen, und siehe da: Es passt!

Dadurch, dass das Federbein etwas länger ist, wird natürlich der Winkel der Schwinge verändert. Aber das ist im akzeptablen Rahmen und beim Fahrverhalten unkritisch. 

Außerdem hat das YSS-Federbein für den Speedfight einen großen Vorteil: Es kommt mit einer ABE für den Speedfight 1 und 2. Dieser ist von Geschwindigkeit und Gewicht dem Lido so ähnlich, dass dieser Umbau eintragungsfähig ist. Genau das ist jetzt auch geschehen und mein Lido damit völlig legal auf der Straße. 

Ob das Teil jetzt auch dauerhaft in dieser Anwendung funktioniert, nun, das kann nur die Zeit zeigen. Wir werden sehen und ich werde ggf. berichten.

Außerdem habe ich gestern den F12 aus dem Winterschlaf geweckt. Jetzt im Mai werden die ganzen "guten" Fahrzeuge herausgeholt. Der alte Italiener macht dieses Jahr den Anfang, denn ich hatte einfach wieder richtig Bock damit zu fahren.



Sonntag, 25. April 2021

Old Blue: Autoschreinerei

Es gibt Dinge die nerven ohne wirklich schlimm zu sein. Eine solche Sache war, es mag kurios erscheinen, der Kofferraumteppich in meinem Golf.

Es gibt beim Golf 3 keinen wirklichen "Deckel" für die Ersatzradmulde. Darum war in die Teppiche eine Verstärkung, wohl aus Hartpappe, eingearbeitet. Nach einigen Jahrzehnten ist diese aber so weich geworden, dass sich immer eine Kuhle über dem Reserverad bildet. Folglich kullert alles was im Kofferraum liegt dort hin und das nervt.

Nun könnte man natürlich einfach eine Sperrholzplatte unter den Teppich legen und das Problem wäre gelöst. Beim Cabrio ist das aber nicht so einfach, denn die Kofferraumluke ist zu klein, um ein entsprechendes Stück Holz hindurch zu bekommen.

Was auch immer man sich da also zusammenbaut muss faltbar sein. Ein paar Scharniere hatte ich noch rumliegen und der Rest war dann eigentlich nur noch eine Frage von gründlich messen und etwas Stichsägenaction.

Das kleine Brett rechts wäre nicht unbedingt nötig gewesen, aber die Idee, das Staufach vor dem rechten Rücklicht besser nutzbar zu machen hatte ich schon länger. Also warum nicht gleich umsetzen?

Diesen Teil der Holzplatte wird man später als einzigen sehen. Darum habe ich ihn mit einem Stück einer alten Fußmatte überzogen. Der Nadelfilz ist robust und passt optisch gut zum eigentlichen Kofferraumteppich.

Mit der Klappfunktion passt das Ding dann auch, sehr knapp, durch den Ausschnitt der Klappe. Außerdem lässt es sich leicht hochheben um das Reserverad zu erreichen. Manchmal sind es eben ganz simple Dinge, die ein lästiges Problem abstellen.

Viel Platz ist ja nun wahrhaft nicht im Kofferraum des Cabrios. Aber so ist er wenigstens ordentlich nutzbar. Denn seien wir ehrlich: Bisher hat es mir immer gelangt und für mehr sind Ape und Anhänger zuständig.

Anschließend gab es noch einen Radwechsel, denn die Winterreifensaison ist wohl endgültig vorbei. Die Astra-Felgen vom letzten Winter kommen aber nicht mehr drauf, montieren lassen sie sich, abnehmen ist eine ganz andere Sache. Das war eine doofe Idee und VW-Schrauber wissen auch warum ;)

Die alten Sommerfelgen stehen aber auch auf meiner persönlichen Abschussliste. Denn wirklich schön sind sie nicht mehr. Ersatz habe ich aber noch nicht und die Reifen sind noch für einen Sommer gut, also bleibt das erst mal. Ich brauch ja auch in der Zukunft was zu tun.

Mittwoch, 21. April 2021

Luigi: manche Ideen müssen einfach an die frische Luft

Die letzten zwei Wochen stand die Ape bei Michael, denn es war ein etwas größerer Eingriff nötig. Zeit, Kilometer und der Verkehrsunfall vor zwei Jahren hatten der Gabel so zugesetzt, dass eine neue fällig war. Eine sehr aufwändige Reparatur, die Zeit braucht und darum ging es eben nicht anders. Aber heute war es endlich so weit: Die Ape ist wieder da und fährt besser als sie es seit sehr langer Zeit tat.

Allerdings fehlte noch etwas, denn das Armaturenbrett lag noch immer hinten im Laderaum. So hatte ich es mit Michael besprochen, denn ich hatte da noch so eine Idee, die unbedingt ans Tageslicht wollte.

Für das Radio hatte ich mir ja schon vor längerer Zeit eine Blende gebaut, die in das ausgeschnittene linke Ablagefach passt. Das hat sich recht gut bewährt, brauchte aber noch etwas Optimierung bei der Befestigung. Zwei kleine Winkeleisen sorgen hier jetzt für sicheren Halt.

Doch darum ging es mir eigentlich nicht. Wichtiger war mir das zweite Ablagefach auf der Beifahrerseite zu verändern. Das komplett offene Fach nutzt den vorhandenen Raum nicht optimal aus und zudem gibt es Dinge, die nicht jeder sofort sehen soll. 

Aus einem Reststück OSB-Platte habe ich mir darum eine Art "Regalbrett" gebaut, das das Fach nach oben begrenzen und teilweise abdecken soll.

Bunter Afrikastoff war auch noch etwas da und so fügt sich das Teil stimmig ein. Das ist jetzt sicher wieder so eine Sache die nicht jedem gefällt, aber ich finde es gut.

Für sich alleine ist das Brett aber natürlich nutzlos, denn alles was darauf liegt würde während der Fahrt herunter fallen. Doch so war das ja auch nie gedacht.

Die kleine blaue Platikkiste fährt schon lange in der Ape mit, jetzt tut sie es eine Etage höher und wird dabei von einer kleinen Holzschraube gehalten. Ebenso die Uhr, die allerdings mit Heißkleber festgepappt ist. Ob das dauerhaft hält muss sich zeigen, aber bisher funktioniert es. 

Es ist eben eine dieser Ideen, die einfach an die Luft wollten. Mal sehen wie es sich in der Praxis schlägt.