Donnerstag, 3. Juni 2021

Er kann es noch immer: Mit dem F12 nach Augsburg

Fronleichnam, also Feiertag, dazu traumhaft schönes Wetter. Das reicht eigentlich schon als Begründung für eine kleine Rollertour. Zudem hatte ich mit Wolfgang ausgemacht, dass wir uns mal wieder treffen sollten. Damit war auch das Ziel klar: Die alte Fuggerstadt Augsburg sollte es sein.

Nun ist der F12, mit seiner hohen Laufleistung und nicht unbedingt idealen Vorgeschichte, ja doch eine etwas kitzlige Wahl für eine solche Fahrt. Aber ich vertraue dem alten Haufen einfach. Darum ging es in Der Früh los, zunächst in Richtung Hallertau.

Die Gegend ist schön und ruhig, aber auch arm an Sehenswürdigkeiten. Da ist dann auch der alte Panda (immerhin ein echter 4X4!) gerne genommen.

Bei Pfaffenhofen wird die Gegend dann spannender, es gibt wieder mehr Landschaft und Kurven. Dafür beginnt hier aber auch eine Gegend, die ich gerne als meine persönliche Nordwestpasage ansehe. Es gibt hier irgendwo einen Weg nach Augsburg, das weiß ich sicher. Aber wo genau er sich versteckt, das braucht immer etwas Entdeckerglück. Von Wegweisern hält man hier nämlich nicht sonderlich viel.

Irgendwann habe ich dann aber doch nach Augsburg gefunden und sogar den Treffpunkt mit Wolfgang rechtzeitig erreicht. Spontan ging es dann noch ein Stückchen weiter, raus ins Lechfeld nach Klosterlechfeld ins Café. Eine schöne Rollerausfahrt mit einem lieben Freund, das tut einfach gut. Außerdem habe ich jetzt endlich mal Wolfgangs neuen Untersatz zu sehen bekommen, einen Bruder von meinem Chopperding, allerdings in sehr ordentlichem Originalzustand.

Bei solchen Treffen vergeht die Zeit natürlich wie im Fluge. Ebenso der Rückweg, auf einem anderen, leichter zu findenden Weg. Aber auch an einer wohl bekannten Strecke gibt es ja immer wieder etwas zu entdecken.

So wurde in Friedberg vor kurzem ein neues Denkmal für die Helden der gehörnten Kavallerie (oder sowas in der Art) errichtet.

Der F12 bekam, abgesehen von knapp 300km mehr auf dem Zähler, noch eine wohl verdiente Wäsche. Im Alltags muss dann doch wieder ein anderer Roller ran. Aber das ist alles nicht so wichtig, viel wichtiger ist das wohltuende Treffen mit lieben Leuten und vor allem das gute Gefühl, dass Rollerfahren auch in diesen seltsamen Zeiten noch immer ein wichtiger Fixpunkt im Leben ist.






Sonntag, 30. Mai 2021

Holzwurmereien

Es tut sich noch immer nicht viel im Blog, dafür umso mehr in der Werkstatt. Denn der Casalini Sulky steht ja noch immer bei mir. Ein Zustand, der sich bald ändern wird, denn das Fahrzeug soll in ein paar Wochen in seine neue Heimat aufbrechen. Dafür muss natürlich alles perfekt passen.

Gestern stand darum der (hoffentlich) letzte größere Technikcheck auf dem Programm. Eigentlich sollte jetzt alles soweit passen, und der lustige kleine Kerl demnächst problemlos nach Hause fahren. Allerdings ist fertig natürlich immer ein relativer Begriff.

In seinem "neuen Leben" soll der Sulky nämlich auch als Rollstuhltransporter herhalten. Eine Rolle bei der es nicht wirklich optimal ist, dass der Treibstofftank ungeschützt im Kofferraum steht. Ursprünglich sollte hier einfach nur ein Stück Sperrholz als Tankschutz dienen, aber das erschien mir dann doch etwas arg krude.

Das war nun so eine Sache, bei der ich zunächst keine Ahnung hatte wie es ausgehen würde. Ein bisschen mit Pappschablonen rumspielen ist da immer ein guter Weg um eine Lösung zu finden.

So entstand dann, aus einer alten Schrankrückwand und etwas Holzabfall, eine Verkleidung, die den Tank komplett umschließt.

Das Teil lässt sich oben am Fensterrahmen an einer vorhandenen Bohrung verschrauben. Eine Lösung, die mir deutlich besser gefällt als ein simples Brett. Aber so roh sollte es dann auch nicht bleiben.

Etwas schwarze Farbe und ein Stück von einer alten Autofußmatte lassen das Teil gleich sehr viel stimmiger erscheinen. 

Ein alter Besteckkasten, der aus unerfindlichen Gründen seit Jahren in der Werkstatt rumliegt, musste zuletzt auch noch dran glauben. Denn Platz ist wertvoll im Sulky und so sollte der Raum auf der Verkleidung nicht ungenutzt bleiben.

So eine Kleinkramablage im Kofferraum ist zweifellos praktisch.

Jetzt muss der Sulky aber noch beweisen, dass er wirklich zuverlässig läuft. Darum bin ich dann anschließend damit nach Hause gefahren. Die ersten 40km Überland hat er gut gemeistert, mal sehen was die nächsten Tage bringen werden.


Sonntag, 23. Mai 2021

Klingonenkreuzer: es geht weiter

Der letzte Blogeintrag ist nun auch schon wieder fast zwei Wochen alt. Dabei ist es nicht so, dass sich nichts getan hätte, ganz im Gegenteil.

Ich war zwischenzeitlich mal wieder in Sachsen, ein paar Mopeds durchtauschen, denn der Nachschub an Wulfhorst-Baustellen reißt so schnell wohl nicht ab.

Außerdem gibt es beim Thum ja auch sonst immer allerlei zu tun. Aber nun ist wieder Zeit, dass ich mich um meine eigenen Baustellen kümmere. Allen voran natürlich der Ovetto, der nun endlich zu einem fahrbaren Roller werden soll.

Einen ganzen Schwung Verschleißteile hatte ich letztens ja schon bestellt. Somit war es nun möglich, zumindest die Basis wiederherzustellen.

Dabei war das alles eher unspektakuläres Zeug. Eben jene Dinge, die ein nunmehr auch schon zwanzig Jahre alter Roller eben so braucht. Wobei nur das dringend nötige, neue Nadelventil für den Vergaser über den Umfang einer üblichen Inspektion hinaus ging. Ein Zeichen für die unglaublich hohe Bauqualität dieser Roller.

Außerdem habe ich mich mittlerweile entschlossen, den blauen Ovetto zum neuen Tourer zu machen. Das bedeutet, dass dieser Roller die ganze Spezialausrüstung erhalten wird. Was allerdings am beigen bleiben muss ist der Seitenständer, denn ohne diesen hat der Roller gar keine Stütze mehr. Darum gab es nun noch einen neuen Seitenständer für den blauen.

Einen Gepäckträger hatte ich noch im Fundus und somit war es dann möglich, den Roller grundlegend zusammen zu bauen und für eine Probefahrt fit zu machen. Für mich die erste Fahrt überhaupt mit diesem Roller.

Mangels gültiger Versicherung blieb der Test aber auf den Privatweg hinter der Scheune begrenzt. Immerhin, der Roller fährt gut und hat ordentlich Leistung. Allerdings hat sich bei der Probefahrt gezeigt, dass der Luftfilterkasten hinüber ist. Das klassische Minarelli-Problem mit dem sich lösenden Gummirüssel hat auch diesen Roller erwischt. Hier hilft nur ein neuer Luftfilterkasten.

Allerdings läuft der Roller gut genug, dass ich davon ausgehe, dass es mit dem neuen Luftfilterkasten getan ist. Darum habe ich heute Abend noch nicht nur den Kasten, sondern auch gleich ein Versicherungskennzeichen angefordert. Es wird also bald wirklich ernst mit dem Teil.