Sonntag, 12. Juli 2020

Nummer 1

Normalerweise würde ich über einen simplen Fahrzeugtausch, den ich fast jedes Wochenende vornehme, hier nichts schreiben. Aber diesmal ist es doch etwas anders.
Immerhin steht seit heute Nachmittag zum ersten Mal einer meiner Roller in der neuen Werkstatt. Diese soll zwar eigentlich nicht als Parkplatz dienen, aber den Roller in den Keller stellen, nur um ihn in den nächsten Tagen wieder raus zu stellen ist nicht sinnvoll. Aus Platzgründen werden nämlich demnächst einige Roller oben parken müssen. Nur so ist es sinnvoll möglich, den Ausbau in der "Tiefgarage" sinnvoll auszuführen. Um die Mopeds rumzuarbeiten hält zu sehr auf und birgt das Risiko etwas zu beschädigen.
So war der heutige Fahrzeugtausch dann doch ein bisschen besonders. Hauptsächlich ging es dann aber doch darum, dass ich mal wieder mit dem Sunny fahren wollte.
Sonntags, noch dazu bei traumhaft schönem Wetter, soll man einfach nicht arbeiten.





Samstag, 11. Juli 2020

Aktion Kellerkind

Es verkommt langsam zum Runninggag, aber die Lampen sind noch immer noch da. Wobei es jetzt wenigstens einen Liefertermin gibt: Montag sollen sie kommen. Aber was solls, auf der Baustelle ist ja noch genug andere Arbeit.
Der Keller war bisher ja nur teilweise geplündert worden. Entsprechend chaotische sah es da unten aus. Vor allem aber war es stockdunkel, denn es gab keinen Strom mehr. Das war allerdings auch ganz gut so, denn so war es möglich, die Steckdosenleitungen stumpf abzuschneiden und die Steckdosen zu demontieren. Allerdings ist es langsam soweit, dass die Umbauten in der "Tiefgarage" losgehen können.
Wichtigster Posten war erstmal, das Werkzeug umzuziehen. Die Rollcontainer sind natürlich schnell hoch getragen, aber die Werkzeugwand ist ein ziemlicher Aufwand. Weniger von der Arbeit, sondern von der dahinter steckenden Logik.
Helfen kann einem bei so einer Sache natürlich auch niemand. Denn die Sortierung des Werkzeugs erfolgt nach Kriterien die nur ich kenne und die zu erklären nahezu unmöglich ist.
Zum reinen Umzug gab es noch ein paar Änderungen, etwa einen neuen Halter für die 1/4-Zoll Stecknüsse und Verlängerungen. Die alte Lösung war doch etwas wackelig, so gefällt es mir deutlich besser.
Die Werkbank ist jetzt aber wirklich komplett bestückt und einsatzbereit. Auch rein optisch ein wichtiger Meilenstein, denn DIESEN Anblick liebe ich aus tiefstem Herzen.
Anschließend habe ich dann alle offenen Enden in der Kellerelektrik entfernt und das Licht wieder angeschlossen. So ist der Raum wieder ordentlich nutzbar, denn im Stil eines Bergmannes mit Kopflampe rumtun mag ich wirklich nicht.
Genau in dem Moment, in dem wieder Licht im Keller war, kam dann noch der Vermieter vorbei. Denn eine wichtige Änderung stand noch an: einer der Tragbalken im Keller brauchte noch eine zusätzliche Stütze. Was im ersten Moment nach einem Hindernis aussieht ist eigentlich ganz praktisch. Denn in diesem Bereich sollen Lagerregale entstehen und die Säule ist ein guter Anschlagpunkt dafür.
Doch vorher stand noch eine andere Sache auf dem Programm. Der alte Werkzeug- und Materialschrank, den ich ja vom Vormieter übernommen hatte, sollte Holz und Beschläge zum Regalbau liefern.
Insbesondere die alte Deckplatte des Schranks, eine richtig solide Arbeitsplatte, war dafür ideal. Denn der untere Boden des neuen Werkzeugregals sollte ohne zusätzliche Stütze sein.
Der alte Schrank liefert jedenfalls mehr als genug Material für diesen Einbau. Was nicht schlecht ist, denn im Keller werde ich noch einiges an Holz brauchen. Wobei auch dieses Regal sicher noch nicht fertig ist, aber bevor ich es weiter anpasse, muss ich sehen was alles wo hinkommen wird.
Dazu ist es aber erstmal nötig, die Veränderungen im Keller fort zu führen.
Dazu gab es zunächst eine Wand zwischen der neuen Säule und der Außenwand einzuziehen. Diese dient als Anschlagpunkt und Rückwand für eine Regalkonstruktion.
Diese Regaleinbauten sind, das ist die Schwierigkeit dabei, nicht nach normalen Maßstäben zu bauen, denn sie sollen in bestimmten Bereichen ganz bestimmte Dinge aufnehmen. Das macht die Sache nicht ganz einfach, weshalb es heute bei diesen relativ kleinen Fortschritten bleibt.
Um im Keller sinnvoll weitermachen zu können, war es erstmal nötig, den elefantösen Saustall in der neuen Werkstatt aufzuräumen. Insbesondere alle Holzreste nach unten zu bringen, um eine Vorstellung zu haben was da ist. Außerdem will ich möglichst keine Sägearbeiten in der neuen Werkstatt mehr machen. Habe ich schon erwähnt, dass ich Sägestaub hasse?
Auf jeden Fall ist das heutige Tagesziel erreicht und die neue Werkstatt im Grunde benutzbar. Denn alle wesentlichen Werkzeuge sind an Ort und Stelle, verräumt und auffindbar. Eine große Verbesserung zum Chaos der letzten zwei Wochen.
Wobei, das Chaos ist ja eigentlich nur eine Etage tiefer gewandert. Aber egal, das wird schon.


Donnerstag, 9. Juli 2020

ein bisschen Licht

Die bestellten Leuchten lassen noch immer auf sich warten, aber immerhin waren Kabel, Nagelschellen und der Lichtschalter für das Hauptlicht mittlerweile in der Post.
Es ging also zunächst daran, die Kabel vom letzten Mal ordentlich zu befestigen. Anschließend habe ich angefangen, die Lichtstromleitungen zu ziehen.
Die Postion des Lichtschalters machte mir dabei etwas Gedanken, denn an allen sinnvollen Stellen, wäre er ziemlich weit in die Einfahrt gestanden. Da war es dann ganz praktisch, dass ich den schrägen Tragbalken der Treppe recht großzügig verkleidet hatte.
Somit ist der Schalter deutlich platzsparender und gegen Abreißen geschützt. Das Kabel ließ sich dann problemlos am Balken entlang nach oben führen.
Eine Wannenleuchte hatte ich noch da, diese war sowieso für den Einfahrtsbereich bestimmt und kommt darum auch hier zum Einsatz. Es ist eine zweiflammige Ausführung, was bei der größeren Deckenhöhe in diesem Bereich nicht schlecht ist.

Die Einfahrtsbeleuchtung und die beiden Globenlampen ließen sich dann auch völlig problemlos anschließen und aktivieren. Außerdem habe ich dann noch die Zuleitung für die restlichen Deckenlampen vorbereitet, diese sollten sich jetzt schnell und problemlos montieren lassen. Die Elektrik ist damit fast fertig. Außerdem kam mein Elektriker zufällig an der Werkstatt vorbei, hat das offene Tor gesehen und kurz rein geschaut. Meine bisherigen Installationen haben Gnade vor den Augen des Meister gefunden, insofern bin ich schon zufrieden.

Anschließend zogen dann der Ölschrank und der Kasten mit den Spraydosen um, die ersten Möbelstücke die aus dem Keller in die neue Werkstatt umgezogen sind.
Ebenso das Kleinteilelager, vom dem es mich ehrlich gegraust hat, die ganzen kleinen Kästchen und Magazine halten furchtbar auf, denn sie sind sehr empfindlich und dürfen natürlich auf keinen Fall umkippen oder gar runterfallen.
Die letzte Teilbaustelle des Tages war dann der Kompressor. Dieser ist natürlich auch immens wichtig. Im Keller saß er ja in einem Gehäuse, das sich aber als nicht ideal herausgestellt hat. Es ist besser, wenn das Ding einfach zugänglich ist.
In der Ecke beim Tor ist er aus dem Weg und mir fällt auch sonst keine sinnvolle Verwendung für diesen Platz ein.
Die Doppelsteckdose an dieser Stelle ist auch nicht schlecht, denn sie erlaubt ggf. den Einsatz von Elektrowerkzeug in Tornähe. Mit Luftschläuchen die ich noch hatte, habe ich dann noch den Anschluss für die Schlauchrolle unter die Decke gelegt. Ein erheblich größerer Aufwand als zunächst gedacht, aber eine gute Lösung. So ist überall in der Werkstatt Druckluft verfügbar ohne, dass einem der Schlauch zwischen den Beinen rumfährt.
Insgesamt nimmt die Hütte langsam die Züge an, die ich haben will. Optisch wie funktional kommt es meiner Vorstellung einer idealen Werkstatt immer näher. Ordentliches Licht wäre aber noch schön.