Montag, 9. Dezember 2019

Cargo Zip: Rollerpfusch deluxe

Manchmal ist es wie verhext. Das ich den Hauptständer vom Zip gekillt habe ist noch kein Monat her und schon wieder hat der Pannenteufel zugeschlagen.
Am Samstag hat mich ein ziemlich fieses Schlagloch erwischt und den Auspuff gekillt. Am Halter sauber abgebrochen, was ich in dieser Form auch noch nicht hatte. Aber was will man machen, außer den Auspuff mit etwas Draht provisorisch hochbinden?
Heute hatte ich Gelegenheit, zwischen zwei Terminen, in der Werkstatt vorbei zu schaun. Dort lag ja noch mein "Ausprobierauspuff", der alte ZX, herum. Zu Hause habe ich dann den abgebrochenen Topf vom Zip abgeschaubt. So war dann auch schon zu sehen, wie wenig Material der Halter eigentlich hatte. Das war eine Sollbruchstelle, die im Zuge der Reparatur abgestellt werden muss. Aber vorher muss der Roller zurück auf die Straße, wozu sich der ZX natürlich gut eignet.
Dummerweise hatte ich aber nicht bedacht, das es zur Montage Distanzhülsen braucht. Diese hatte ich nicht dabei, weshalb der kleine Kerzenschlüssel aus dem Bordwerkzeug vorläufig einen Nebenjob hat.
Der Auspuff ist fest und dicht, mehr brauche ich nicht. Das muss letztlich nur für eine Fahrt zur Werkstatt halten.


Freitag, 6. Dezember 2019

Black Bomber: Resteverwertung

Fahren tut der Bomber, dank des Spendermotors, wieder sehr schön. Eigentlich hätte ich es dabei bewenden lassen und den Roller in Betrieb nehmen können. Andererseits bot der Schlachter natürlich auch die Gelegenheit, den Roller in vielen anderen Bereichen zu verbessern. Darum ging es heute an die Resteverwertung.
Von Roland hatte ich ja schon vor geraumer Zeit einen HS1-Scheinwerfer vom Faceliftmodell bekommen. Darum war der Bosch-Breitstrahler obsolet und konnte wieder Weg. Erster Arbeitsschritt war darum die Frontmaske abzunehmen.
Der TPH ist mittlerweile über den Punkt hinaus, bis zu dem er nur ein billiger Winterroller ist. Ich habe zwischenzeitlich beschlossen, dass da bereits so viel Arbeit drin steckt, dass ich ihn länger behalten möchte. Optik ist also durchaus wieder wichtig, die beiden Löcher in der Frontmaske mussten weg.
Die beste Methode dafür war m.E. die Löcher mit Kunstharz zu verschließen. Darum gab es dann eine kleine Panscherei mit Harz und Glasfasermatte.
Für solche Arbeiten ist es in der Werkstatt zur Zeit eigentlich viel zu kalt. Dank Heizlüfter wurde das Harz aber trotzdem fest.
In der Zwischenzeit ging es dann an die größte Baustelle für heute. Der vordere Bremssattel hatte ja schon einmal Probleme gemacht. Darum wollte ich hier eigentlich das Teil des Schlachtrollers übernehmen. Dummerweise lies sich danach die Bremsanlage aber nicht mehr entlüften. Ursache war ein Leck im Bremsschlauch. Gut, dass ich das noch gesehen habe.
Der Schlachtroller brachte eine nahezu neuwertige Bremshydraulik mit. Diese Teile wurden vermutlich erst vor ein paar Jahren erneuert.
Das einzige Teil der alten Bremshydraulik, das ich nicht weggeschmissen habe war dann der Ausgleichsbehälter. Die Teile aus dem Schlachter ließen sich problemlos entlüften und funktionieren tadellos.
Zusammen mit dem Innenkotflügel ist jetzt wieder alles so wie es sein soll. Auch der Bremsschlauch ist wieder auf seinem originalen Weg verlegt. Der Innenkotflügel fehlte beim Bomber schon seit Jahren, der Schlachter lieferte ein neuwertiges Ersatzteil.
Auch das Beinschild-Innenteil ist vom Schlachter. Dieses hat keine Risse oder Brüche und ist darum viel besser als das Originalteil des Bombers.
Der alte Biluxscheinwerfer, mit lockerer Streuscheibe und völlig blindem Reflektor, wanderte direkt in die Mülltonne, das HS1-Teil ist einfach die bessere Wahl.
An meiner Meinung, dass Klarglasscheinwerfer scheiße aussehen, egal an welcher Karre, ändert sich zwar auch diesmal nichts, aber die Leistung überzeugt eben doch. Damit sollten Nachtfahrten nun endlich sicher möglich sein.

Die wesentlichen Arbeiten waren damit erledigt. Als nächstes kam das Topcase wieder auf den Roller. Allerdings mit alternativer Befestigung, denn die Grundplatte des Chinakoffers war völlig hinüber und gebrochen.
Der Guss-Gepäckträger erlaubt es aber, das Topcase direkt zu verschrauben. Der Drehknebel ist nur noch ein Blindstopfen, die beiden Schrauben in der Mitte halten das Case fester, als es die originale Grundplatte jemals tat.
Zuletzt ging es dann noch an den Lenker. Denn ich wollte unbedingt den Tacho des Schlachters übernehmen. Aus zwei Gründen: Zum einen weil der Tachostand dann mit der Laufleistung des Motors übereinstimmt und weil es die Version mit kleiner Tankuhr und Kontrolleuchten unten ist, die mir optisch wesentlich besser gefällt als die frühe Version mit großer Tankuhr.
Nach einer gründlichen Reinigung (und Entfernung einer toten Hornisse aus dem Gehäuse!) war der Schlachttacho dann auch wieder ansehnlich und Einbaufertig.
Die Zeituhr ist leider tot, aber das war nicht anders zu erwarten.
Damit ist der TPH nun endgültig bereit wieder in Betrieb genommen zu werden. Am Wochenende werde ich ihn, sofern nichts dazwischen kommt, nach Hause fahren. Ich freue mich ehrlich gesagt schon drauf, denn auch die kurze Probefahrt heute hat richtig Spaß gemacht. Mit dem neuen Motor und der perfekt arbeitenden Vorderradbremse macht der Bock richtig Laune.

Montag, 2. Dezember 2019

Black Bomber: Spenderorgan

Heute war Zeit für eine Schrauberaktion außer der Reihe und damit Gelegenheit, den Tauschmotor in den TPH zu hängen.
Zunächst musst natürlich der alte Motor aus dem Roller raus. Da das Rollerheck noch immer offen war, keine große Sache.
Entscheidender war dann eher das Umbauen der Verschleißteile auf den neuen Motorrumpf. Antriebsteile, Ansaugstutzen und Membranblock des alten Motors zogen um, bevor ich mich an die Hinterradbremse gemacht habe.
Die Probefahrt hatte ja schon gezeigt, dass diese völlig hinüber war. Zudem stellte sich der Bremshebel nicht mehr zurück.
Die Absolute Krone war aber die völlig verbogene Gewindestange. Diese heraus zu bekommen war schlicht unmöglich, zumindest ohne den Hebel auszubauen.
Das bietet aber natürlich auch die Gelegenheit, die Teile der Bremsmimik ordentlich sauber zu machen. Entrostet und von altem Dreck befreit ist dann auch alles wieder schön gängig.
Danach gab es frisches Getriebeöl und die Bremsbacken vom alten Motor, diese sind ja so gut wie neu.
Mit Hinterrad, natürlich das alte mit dem guten Winterreifen drauf, und Zylinderhaube war der Motor dann fertig zum Einbau.
Der Schlachtroller hatt einen praktisch neuwertigen Originalauspuff mitgebracht. Eine deutlich bessere Option als der gammelige ZX. Darum blieb es auch bei diesem Auspuff. Zudem habe ich den Vergaser des Schlachtrollers übernommen, auch hier aufgrund des erheblich besseren Zustandes.

Zeit für einen ersten Start:

Der Motor sprang problemlos an und lief sauber, allerdings mechanisch extrem Laut. Das scheppernde Kratzen war vorher nicht, musste also mit einem der vom alten Motor übernommenen Teile zusammenhängen.

Die Ursache war dann eher kurioser Natur. Aus einem für mich nicht ersichtlichen Grund, stand der Variator am Halteblech für die Ölpumpe an. Nachdem mich die Teile aus dem alten TPH scheinbar nur ärgern wollen, habe ich dann die (neuen) Gewichte aus dem alten Variator in den Variator des Schlachters umgebaut und diesen eingesetzt.
Siehe da: Das Geräusch ist weg! Der alte Variator flog dann direkt in den Eimer mit dem Eisenschrott. Ich habe ehrlich gesagt keine Lust auf solche Faxen und genug funktionierende, gebrauchte Variatoren im Fundus.
Viel wichtiger war die Probefahrt mit dem neuen Motor im Bomber. Ich muss zugeben, dass mir das Ergebnis sehr gut gefällt. Der Roller lief schon sehr lange nicht mehr so gut. Es fehlen also nur noch einige Verkleidungs- und Anbauteile. Außerdem werde ich wohl den Tacho des Schlachters übernehmen und noch den Halogenscheinwerfer von Roland einbauen. Das kommt aber beim nächsten Mal.