Dienstag, 23. Juli 2019

buntes Programm

Die Rollerei wird niemals langweilig, so viel steht fest. Außerdem lernt man immer wieder etwas Neues, zum Beispiel, dass die Ersatzteilversorgung für Peugeot SV50 nicht wirklich besser geworden ist. Es ist eben doch schon einige Jahre her, dass ich meinen letzten SV hatte. Wird vielleicht mal wieder Zeit.
Vorläufig brauche ich die Teile aber für Thums R7. Zum Glück wurden in der Nähe zwei Schlachtroller angeboten. Paketpreis unter 100€, also rein ins Auto und raus aufs Land, die beiden Leichen aufladen. Es kann also bald am R7 weiter gehen, Ersatzteilmangel besteht jedenfalls erstmal keiner.

Der BW's hatte außerdem wohl irgendwie spitzgekriegt, dass ich ihn verkaufen will. Prompt fiel er mit Treibstoffverlust aus und blieb stehen. Zum Glück war es nur der Benzinschlauch, der sich vom Hahn gelöst hatte.
Trotzdem eine ärgerliche Sache, denn wirklich gut zugänglich ist das bei diesem Modell nicht. Der Schlauch ist aber wieder dran und der Roller läuft. Trotzdem habe ich erstmal die Kleinanzeige gelöscht, denn der Roller braucht in jedem Fall eine neue Leitung. Das alte Teil ist völlig ausgehärtet.

Wie gesagt, es bleibt spannend. Immer wieder etwas Neues, auch wenn es sich um altbekannte Fahrzeuge dreht.



Samstag, 20. Juli 2019

voll verhorstet

Die letzten zwei Tage standen mal wieder im Zeichen des Roadtripps. Das Ziel war Sachsen, denn ich habe Thums R3 zurück in die Heimat gebracht. Aber mit leerem Anhänger nach Hause fahren ist auch irgendwie doof. Also warum nicht gleich einen anderen, ebenfalls kaputten, Wulfhorst mitnehmen?
Diesmal war es einer der beiden R7 der etwas Zuwendung brauchte. Nämlich jenes Exemplar, dass wir vor einiger Zeit aus Gütersloh geholt haben und das bisher nie richtig funktionierte. Trotz einiger ziemlich umfangreicher Arbeiten, wie dem Einbau eines gebrauchten Tauschmotors.
Leider war all dies nie von Erfolg in Gestalt zuverlässiger Funktion gekrönt. Zudem wurden einige der Arbeiten in sehr schlechter Qualität ausgeführt, insbesondere einige Reparaturen an der Karosserie des Fahrzeugs sind ziemlich liederlich hingeschludert worden. Genau darum ist der Roller jetzt bei mir, er soll in Ruhe wirklich in Ordnung gebracht werden.

Eine der Ideen die nun umgesetzt werden sollten, war der Einbau eines neuen Auspuffs. Die riesige Heckschürze macht das beim R7 nicht gerade einfacher, darum kam das ganze Zeug erstmal runter.
Der R7 hat anders als die jüngeren Umbauten ein zweites Federbein und einen weitreichend verstrebten Hilfsrahmen. Was den Einbau eines Zubehörauspuffes leider nicht einfacher macht.
Mit den üblichen Verdächtigen, wie dem Sito, ist es wohl völlig unmöglich. Bauform und Krümmerverlauf passen einfach nicht zur Struktur des Umbaus.
Der direkte Vergleich mit dem Originalteil macht deutlich woran es scheitert. Es wird also wohl beim Originalauspuff bleiben.

Angesprungen ist der Roller dann, mit einer neuen Batterie, auch problemlos (nur sehr laut da ohne Auspuff). Grundlegend sollte also alles passen, aber jetzt steht eben viel Detailarbeit auf dem Programm, denn der Zustand des Fahrzeuges ist eben nicht besonders gut.




Mittwoch, 17. Juli 2019

Black Bomber: fährt doch

Die aktuell laufende Reanimierung des Bombers ist ja eigentlich ein Thema für den Youtube-Kanal. Allerdings hinken die Videos dort chronologisch doch etwas hinterher, darum heute mal ein Update in "Echtzeit" zum TPH.

Das Fahrgestell ist mittlerweile komplett zusammengebaut, inkl. der Ölgabel aus dem Faceliftmodell und einem sehr guten, gebrauchten Sitz vom Faceliftmodell. Heute bekam der Roller noch ein neues Gaszuggeschirr und einen neuen Luftfilter. Damit war er dann endgültig bereit für die erste Probefahrt.
Ohne Verkleidung und Zulassung geht das natürlich nur auf dem Privatweg hinter der Werkstatt. Aber selbst die kurze Strecke dort reichte um klar zu machen, dass der Roller richtig gut läuft. Der Motor zieht kräftig und läuft mechanisch schön leise. Das Fahrwerk funktioniert perfekt und die Bremsen tun was sie sollen. Eine gesunde Basis ist also da, jetzt kann es dann ans Styling gehen. Denn optisch braucht der Bock noch einiges an Zuwendung.
Außerdem habe ich heute noch das Bravo aus seiner Ecke geholt. Dieses Jahr ist das Moped noch nicht gefahren, ein untragbarer Zustand. Darum ist ein frisches Kennzeichen bestellt und bald darf auch dieses Fahrzeug wieder raus.

Freitag, 12. Juli 2019

BW's: gerade noch rechtzeitig gesehen

Heute stand der BW's auf meinem Arbeitsplan, denn auch dieser Roller soll mal wieder ein bisschen gefahren werden. Allerdings läuft der Bock ja immer noch nicht ganz so wie er eigentlich sollte/könnte. Das liegt ganz einfach daran, dass immer noch der nicht optimale Rennauspuff montiert ist. Allerdings fehlt mir aktuell einfach die Zeit, mich um einen neuen Auspuff für das Ding zu kümmern.
Als kleine Hilfe habe ich dem Roller heute darum leichtere Fliehgewichte verpasst. Eine gute Idee, denn so habe ich noch rechtzeitig mitbekommen, dass sich die Sternscheibe in der Variomatik aufgelöst hatte.
Dies ist ja ein bekannter Schwachpunkt des Minarellimotors, der gerne dazu führt, dass die Riemenscheibe fliegen geht. Diesmal ist es noch gut gegangen und eine neue Riemenscheibe mit Sternscheibe hatte ich noch im Fundus.
Mit den neuen, eigentlich zu leichten, Gewichten fährt der Roller auch schon deutlich besser. Der Auspuff ist aber einfach nicht für einen Originalmotor geeignet und muss auf lange Sicht weg.
Ich bin mir aktuell aber nicht sicher, ob ich derjenige sein werde der das machen wird. Denn irgendwie steht mir der Roller zu viel rum. Darum ist er aktuell in den Kleinanzeigen zu finden, mal sehen ob er nicht demnächst einen neuen Besitzer bekommt.

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/roller-yamaha-cw50-bw-s-50-mbk-booster-urmodell/1161222586-305-7658





Donnerstag, 4. Juli 2019

Cargo Zip: Spannkraft verloren

Früher Feierabend, traumhaftes Wetter, was macht man da? Natürlich Rollerfahren. Die Frage nach dem Ziel war auch schnell beantwortet, denn der Zip brauchte etwas Zuwendung. Also ging es, ganz gemütlich auf Nebenstrecken, zur Werkstatt raus.
Dort stand dann erstmal etwas "Teilearchäologie" auf dem Programm. Das Ersatzteillager, das ja eigentlich "bekriechbar" sein sollte, ist genau das nämlich schon länger nicht mehr.
Ich HASSE Saustall, darum ging mir dieser Zustand schon länger gewaltig auf den Zeiger. Ich habe deshalb die erste halbe Stunde in etwas Ordnung investiert.
Viel besser, vor allem habe ich aber das gefunden, was ich eigentlich schon länger suchen wollte:
Genau, ein Motor, aber nicht für den Zip. Soviel sei schon verraten. Dieser Trümmer wird demnächst Teil eines anderen Beitrages sein. Vorerst ging es um den Zip.
Dieser läuft eigentlich perfekt, es gibt nichts zu meckern. Allerdings rupfte seit der Arbertour die Kupplung im Stand, trennte nicht mehr richtig und würgte den Motor teilweise sogar ab. Das geht natürlich gar nicht und so habe ich heute mal im Antriebsstrang nach dem Rechten gesehen.
Grundsätzlich ist die Kupplung in gutem Zustand, ebenso die Glocke und auch der Wandler.
Dieser hatte allerdings, wohl als Folge der Hitzewelle, einen Gutteil seiner Fettfüllung ausgeschwitzt. Es gab also zunächst frischen Schmierstoff für den Wandler.
Das eigentliche Problem waren allerdings die Kupplungsfedern. Diese waren, wohl auch durch Überhitzung, völlig erlahmt und rückten die Backen nicht mehr richtig ein. Das kann so natürlich nicht funktionieren.
Einen Satz gebrauchter "Tuningfedern" gab der Fundus noch her, damit sollte dieses Problem dann auch gelöst sein.
Mit einem kickstarter- weil zahnlosen Variodeckel aus dem Fundus ging es dann auf Probefahrt.
Diese zeigte dann, dass die "neuen" Federn das Problem gelöst und obendrein das Abzugsvermögen des Rollers erheblich verbessert hatten. Das kann also so bleiben.
Nicht so bleiben kann der völlig verwanzte Variodeckel des Rollers. Eigentlich wollte ich mich schon im Zuge der Neulackierung darum kümmern, aber das scheiterte seinerzeit am Zeitmangel. Jetzt ist aber etwas Zeit dafür, auch weil ich den Ersatzdeckel gefunden habe.
Das Kupplungsproblem hat aber auch mal wieder gezeigt, dass die kurzen Piaggiomotoren zur Überhitzung des Antriebs, insbesondere der Kupplung, neigen. Da ich den Roller weiterhin als Tourer fahren möchte muss hier Abhilfe geschafft werden. Die klassischen Bohrungen sind hier leider der einzig sinnvolle Weg, auch wenn das technisch nicht optimal ist.
So bekommt nun also auch der Cargo Zip etwas "Racelook" verpasst. Allerdings nicht mit einem blanken Deckel, was zwar cool aussieht aber nicht zum Traktorthema passt.
Jetzt muss aber erstmal die Grundierung trocknen, dann kann es hier weiter gehen. Grün oder Gelb, das ist hier die Frage ...

Dienstag, 2. Juli 2019

Fahrzeugportrait: Nova Motors eRetro Star 50

Elektroroller gehören zweifellos zu den Fahrzeugen der Zukunft, zumindest für die nächste Zeit. Ihre Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen, wobei wohl für die meisten Nutzern vor allem die extrem geringen Betriebskosten eine Rolle spielen dürften.

Ein relativ häufig zu sehender Vertreter dieser Fahrzeugart ist der eRetro Star 50 der Fima Nova Motors, um ihn soll es in diesem Fahrzeugportrait gehen.



Basisfahrzeug des eRetro Star ist das China-Retromodell, das von diverse Importeuren auch mit Verbrennungsmotor angeboten wird. Auch Nova Motors hat diese Version im Programm. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um einen konventionell gebauten Stadtroller.

Fahrwerk und Bremsen
Das Fahrwerk besteht aus dem üblichen Rohrrahmen mit hydraulischer Telegabel vorne. Diese Telegabel entspricht dem konventionell angetriebenen Fahrzeug. Das Hinterrad wird im Elektroroller von einer Kastenschwinge mit zwei Federbeinen geführt.
Gebremst wird mit einer einfachen Scheibenbremse vorne und einer Trommelbremse hinten. Das Fahrzeug verfügt nicht über eine elektrische Bremsvorrichtung.

Antrieb und Akkumulatoren / Unterschiede zum Benzinmodell
Der Roller wird von einem 2kW Radnabenmotor im Hinterrad angetrieben und auf 45km/h beschleunigt. Hierzu stehen zwei Fahrmodi zur Verfügung, ein leistungsreduzierter Sparmodus für verbesserte Reichweite sowie ein "Powermode" für die volle Motorleistung. Die maximale Reichweite gibt der Importeur mit ca. 40km an. Die Betriebsspannung des Motors beträgt 60V.



Als Energiespeicher dient ein Paket aus fünf AGM Blei-Fließ-Akkumulatoren. Hierbei handelt es sich um Normakkus der Type 6-DZM-20. Die Akkumulatoren befinden sich in einem Metallkasten an der Schwinge, sind also tief und mittig im Fahrzeug platziert. Diese Anordnung erlaubt es, das relativ große Helmfach der Benzinversion beizubehalten. Die Ladebuchse befindet sich im Beinraum, vor dem Helmfach, im Helmfach befindet sich zudem ein Sicherungsautomat für den Fahrmotor.

Serienausstattung und Fahrverhalten
Viele aktuelle Elektroroller sind wenig alltagstauglich bzw. kommen mit extrem magerer Ausstattung. Beim eRetro Star ist glücklicherweise die Serienausstattung des Benzinmodells übernommen worden. Das Fahrzeug verfügt über ein vollwertiges Helmfach, dass allerdings durch den unglücklich platzierten, völlig ungeschützten, Sicherungsautomaten eingeschränkt wird. Zudem kommt der Roller mit einem soliden Gepäckträger ab Werk und kann somit problemlos mit einem Topcase ausgerüstet werden.
Ein Seitenständer ist beim relativ schweren Elektroroller nützlich, der Hauptständer ist besser platziert und leichter bedienbar als bei der Benzinversion.

Das Fahrwerk des Elektrorollers bietet gute Anlagen für ein gutes Fahrverhalten, der Akkupack ist mittig und tief platziert und die Kastenschwinge hinten solide und mit zwei Federbeinen geführt. Leider sprechen diese extrem holzig an und sind sowohl mit den Beschleunigungskräften als auch der ungefederten Masse des Elektromotors völlig überfordert. Bei starker Beschleunigung im Leistungsmodus keilt der Roller aus, kurze Stöße gehen durch und reißen das Fahrzeug aus der Spur. Dazu kommt eine praktisch wirkungslose Hinterradbremse. Die hauptsächliche Verzögerungsarbeit leistet darum die vordere Scheibenbremse. Diese ist, wie auch beim Benzinmodell, wirksam aber schlecht dosierbar. Gerade Anfänger werden hier sehr schnell ein blockiertes Vorderrad erleben, mit allen möglichen Folgen. Die ab Werk aufgezogenen Billigstreifen machen all dies nicht besser.

Fazit
Das Bild des eRetro Star 50 fällt gemischt aus, wie bei einem Chinaroller nicht anders zu erwarten. Einerseits ist er ein günstiges, durchaus nützliches Fahrzeug für den Stadtverkehr, andererseits weist er eben gravierende Mängel beim Fahrverhalten auf. Gerade für Rollerneulinge wird das abenteuerliche Fahrverhalten des Rollers schnell gefährlich, wer damit umgehen kann, kann aber genau darum viel Spaß mit dem Fahrzeug haben.

Sonntag, 30. Juni 2019

Roter Baron: äußere Einflüsse

Manchmal kommen die Ideen nicht aus einem selbst, sondern werden von Außen herangetragen. So zum Beispiel die Sache mit dem Flaschenöffner am Zip.


Dieses kleine Geschenkt vom Thum führte dazu, dass auch der Rote Baron jetzt ganz dringend einen brauchte. Aber natürlich keinen Hirschkopf, das wäre langweilig und unpassend.

Die leere Stelle auf dem Handschuhfachdeckel bot sich geradezu an.
Montiert ist jetzt ein amerikanischer Designklassiker made in China. Passend zum Roller leicht schief (weil Optik ja egal ist ;) ) und mit Nieten befestigt. Ein Funktionstest steht noch aus, aber dieser sollte eigentlich kein Problem darstellen.


Samstag, 29. Juni 2019

Tour: sonnige Ausfahrt rund um den Arber

An einem freien Tag ein bisschen Herumrollern gehört, gerade an einem warmen Sommertag, immer noch zu den besten Wegen um Ruhe und Erholung zu finden.
Das die Ausläufer des Bayerischen Waldes unmittelbar hinter Regensburg beginnen ist dabei immer wieder hilfreich, denn hier gibt es zahlreiche kleine, kaum benutzte Straßen zum genussvollen "Rollerwandern". Über Bernhardswald hinauf nach Falkenstein und dann, abseits der Hauptstrecke, nach Chammünster kann man durchaus fahren, ohne einem einzigen anderen Fahrzeug zu begegnen.


Dort lädt das Marienmünster, die alte Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt, zur (kühlen) Einkehr ein. Zudem markiert der Ort die eigentliche Grenze des Bayerischen Waldes. Parallel zur modernen Bundesstraße geht es von hier weiter über Bad Kötzting nach Bodenmais.
Die Landschaft des Zellertals, das auf den Ort zuführt, wird von den dunstig verschleierten Bergen der Arberguppe überragt. Aus dem Talkessel der alten Glasstadt geht es dann hinauf, auf der Arberhochstraße zum höchsten Straßenpunkt der Tour. 1120 Meter Meereshöhe misst die Passhöhe Bretterschachten.
Hier oben fehlt die stickige Hitze des Tales und ein angenehm frischer Wind weht über die Höhenzüge. Der weitere Streckenverlauf, vorbei am Arbersee und zur Talstation der Bergbahn wird leider von den Strömen des sommerlichen Massentourismus beansprucht. Darum geht es direkt weiter, mit spektakulärem Fernblick in Richtung Lahm.
Die alte Brennesstraße führt an der, auf 1062m gelegenen, Hindenburgkanzel vorbei. Der alte Aussichtspunkt ist ein ruhiger Platz für die Mittagspause, ohne Massenauflauf und mit einem herrlichen Ausblick über den Lahmer Winkel.


In diesen geht es nun hinab, in weitem Kurvenschwung führt die Straße durch den Wald und hinab in den Talgrund. Hier ist es wieder stickig heiß und der schnell fließende Weiße Regen bringt wohltuende Abkühlung.
Der weitere Steckenverlauf führt über Lahm zurück nach Bad Kötzting. Hier folge ich den Wegweisern nach Straubing, hinab in die Ebene des Gäubodens und rollere vorbei an Parkstetten und Wörth an der Donau zurück nach Regensburg.
Während die Höhenzüge des Bayerischen Waldes langsam im Rückspiegel verschwinden kehrt jene Ruhe ein, die im Alltag oft fehlt. Ein guter Tag auf der Straße geht zu Ende.

Montag, 24. Juni 2019

Slooowriderstreffen 2019, Karlsbad

Das große Jahrestreffen der Slooowriders ist für mich eines der absoluten Highlights des Jahres. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, mit der liebenswerten Chaotentruppe ein paar Tage zu verbringen. Dieses Mal ging es über Fronleichnam nach Karlsbad in Tschechien.
Bei strahlendem Sonnenschein durch die nördliche Oberpfalz zur Grenze bei Tillyschanz zu fahren ist natürlich ein besonderer Genuss. Die herrlich grüne und angenehm menschenleere Gegend ist eigentlich ein ideales Tourenrevier.
Die Grenze zwischen den beiden Ländern war dann aber leider auch eine Wettergrenze. Je näher Karlsbad kam, desto näher kam auch der Regen.
Mittwochabend, also der Abend vor dem offiziellen Anreisetag, wurde darum auch primär unter dem improvisierten Regendach verbracht.

Der Campingplatz am Veitsberg (Vitkova Hora) hat einige Besonderheiten zu bieten. Unter anderem eine, nachts frei herumlaufende, Schafherde als automatischen Rasenmäher.
Zudem bietet die Lage einen spektakulären Fernblick über Karlsbad und das Erzgebirge.

Da der Donnerstag der eigentliche Anreisetag war, haben die schon am Mittwoch angekommenen ihn vor allem als Ruhetag genutzt. Erst am Freitag gab es die traditionelle Gruppenausfahrt. Diesmal ging es nach Bekov nad Teplou (Petschau am Tepl) um die dortige Altstadt und das Motorradmuseum zu besichtigen.

Die Gruppe mit zwei Apen und fünf Rollern sorgte natürlich für einige Aufsehen am Wegesrand. Die wunderschöne Landschaft und der malerische Streckenverlauf durch das Teplatal sorgten außerdem für gute Laune.
Leider gab Bastians Sfera nach einem Tankstopp mit Vergaserproblemen den Geist auf. Reparaturversuche vor Ort waren nicht erfolgreich, weshalb es dann mit einem Roller weniger nach Becov ging.

Die auf einem Hügel gelegene Stadt wird von Schloss und Burg überragt. Seit dem 13. Jahrhundert wacht die alte Festung über das Flußtal und den Ort.

Becov ist zudem die Heimat eines kleinen, aber sehr sehenswerten Motorradmuseums. Hier bietet sich dem Besucher ein spannender Einblick in die (vor allem tschechische) Motorradgeschichte.



Zurück auf dem Campingplatz bot sich dann noch ein anderes Schauspiel, nämlich das eines spektakulären Sonnenunterganges über Karlsbad.



Für den Samstag war eigentlich eine weitere Rollerausfahrt geplant, angesichts des Wetters wurde aber umdisponiert. Stattdessen ging es mit zwei Autos nach Karlsbad, für etwas feuchtes Sightseeing.

Glücklicherweise machte der Regen bald etwas Pause und wir konnten sogar den Freisitz des berühmten Cafe-Elefant nutzen. Vor der Kulisse des klassischen Imperialismus ein besonderes Vergnügen.




Von Karlsbad begeistert und mit dem Wetter versöhnt ging es dann zurück auf den Campingplatz.
Für den Abschlussabend ging es dann unter das Vordach des Sanitärgebäudes. Ein idealer Platz für die große Gruppe, denn dort war es möglich wirklich trocken und windgeschützt den letzten Abend auf dem Campingplatz zu genießen.


Außerdem gab es natürlich das traditionelle Gruppenfoto.
Am Sonntagmorgen ging es dann allgemein nach Hause. Was bleibt ist die Erinnerung an ein besonders gelungenes Treffen. Vielleicht gerade weil es diesmal wenig Programm und viel freie Zeit für Gespräche und das simple genießen der Gemeinschaft gab. Die Vorfreude auf das nächste Jahr ist jedenfalls schon jetzt groß, mal sehen wohin es dann gehen wird.