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Donnerstag, 11. Januar 2024

Alternativer Heckklappengriff (Schlossgriff) für Ape Classic

Manchmal stellen sich einem Herausforderungen, die eigentlich ganz einfach lösbar wären. Einfach durch den Kauf eines Ersatzteils, das im Prinzip einfach lieferbar wäre. Doch was, wenn der Preis dafür einfach zu hoch ist?

So ging es mir vor ein paar Tagen, als sich das folgende Problem stellte: Beim Kastenaufbau einer Ape Classic (Kunststoffkoffer) fehlte der Schlüssel. Von Piaggio gibt es nur den kompletten Schlossgriff zu kaufen, für Preise zwischen 170 und 200 Euro, was mir einfach etwas arg viel für einen simplen Plastikgriff mit einem billigen Plättchenzylinder drin erscheint. Dummerweise gibt es keinen brauchbaren Schließzylinder im Zubehör, und einen Schlüssel für den vorhandenen anfertigen lassen, ist auch nicht viel billiger als der komplette Griff. Was also tun?

Zum Glück ist der Mechanismus denkbar simpel. Der Griff treibt über einen Vierkant (10mm Seitenlänge) ein Zahnrad an, das in zwei Zahnstangen greift, die wiederum die beiden Sperrriegel bewegen. Nahezu alle Schlossgriffe aus dem freien Zubehör (LKW/Anhänger/Landmaschinen) funktionieren nach diesem Prinzip. Allerdings haben diese i.d.R. nur einen 8mm-Vierkant, sind also zu klein.

Ähnliche Vierkante kommen allerdings auch bei Haus- und Zimmertüren zum Einsatz, und für diese gibt es Adapterhülsen, um unterschiedliche Größen mit verschiedenen Schlössern kombinieren zu können. Ein Adapter von 8 auf 10 mm ist eine gängige Größe und in jedem Baumarkt zu haben (Preis ca. 2€). Damit lassen sich ein Universal-Schlossgriff (Preis ca. 20€) und das Zahnrad der Classic miteinander kombinieren.

Der Vierkant ist allerdings zu lang und ragt deutlich zu weit in den Innenraum, als dass sich das Abdeckblech wieder montieren lassen würde. Man muss diesen also entweder kürzen oder ein passendes Loch im Abdeckblech vorsehen. Zweiteres eröffnet die Möglichkeit, einen inneren Griff anzubringen (Drückergriff für Zimmertüren). Somit lässt sich der Kasten in Zukunft auch von Innen öffnen, was zum Beispiel bei Camperumbauten praktisch ist.


Der Griff selbst wird im Übrigen einfach durch die Außenhaut des Kastens verschraubt. Dies ist auch beim Originalteil der Fall, man wird also i.d.R. nur die beiden Löcher etwas anpassen müssen. Im hier gezeigten Fall war es ausreichend, die Löcher mit einer Rundfeile etwas aufzureiben.

Die auf dem Bild zu sehenden Schrauben haben provisorischen Charakter, die mit dem Griff mitgelieferten Schlossschrauben waren zu kurz.

Der hier gezeigte Griff wird als "Schlossgriff Pferdeanhänger" von div. Anbietern etwa über eBay und Amazon vertrieben. Außerdem ist er u.A. bei Fa. JB Brandl (anhaenger-ersatzteile24.de) unter Artikelnummer 990011500 verfügbar. (Stand 01/2024)





Dienstag, 28. Dezember 2021

Dolce Vita im Getränkemarkt


 Die Leser dieses Blogs (und natürlich auch die Zuschauer meiner Youtube-Videos) wissen, dass ich mich vor allem für ausgefallene Fahrzeuge begeistern kann. Insofern passt auch die Ape 50 gut ins Bild meiner Sammlung.

So eine Ape ist im Kern eine Vespa mit drei Rädern und der Andeutung einer Lastwagenkarosserie. Das passt auch, denn Vespa heißt Wespe und Ape Biene, die fleißigere Verwandtschaft eben. Ein Konstrukt, das im tiefsten und besten Sinne so italienisch ist wie leidenschaftliche Streitgespräche über Fußball und Spaghetti Bolognese. Darüber hinaus ist das Ding ungemein praktisch, denn es kann mit minimalem Aufwand haarsträubende Lasten bewegen.

Zu den Lasten, die ich dem kleinen Blechinsekt bisweilen aufbürde, gehören Getränkekisten. Denn zum einen gibt es Mengenrabatt im Getränkemarkt, wenn man mehr nimmt und zum anderen kaufe ich auch immer gleich für ein paar ältere Herrschaften aus der Nachbarschaft ein. Letztens brachte der monatliche trasporto di bevande eine nette kleine Begegnung.

 

Ich war gerade dabei, die etwas üppiger ausgefallene Beute auf der Ladefläche der Ape zu verzurren, als mich ein Kind ansprach. Genauer ein Mädchen von etwa 10 Jahren, das zu jenen Kindern gehört, die dank eines zuckersüßen Bilderbuchgesichts und eines engelsgleichen Augenaufschlags auch mit einem dreifachen Axtmord ungestraft davonkommen würden. „Du, trinkst du das alles selber?“ Frage mich die Kleine und zeigte staunend auf den stattlichen Kistenstapel unter dem sich die Ladefläche der Ape leicht ächzend zur Seite neigte. „Zum Teil schon.“ War meine einigermaßen wahrheitsgemäße Antwort. Daraufhin nickte die Kleine versonnen und sagte: „Ja, weil du so viel säufst, kannst du dir kein gescheites Auto leisten.“

Das war der Moment, in dem ihre Mutter mit puterrotem Kopf und einem spitzen Aufschrei hinter dem Familienkombi hervorsprang und ihre Tochter schützend an sich presste. Ihr Gesichtsausdruck und die mir gegenüber gestammelte Entschuldigung ließ vermuten, dass sie davon ausging, nun selbst Opfer des bereits erwähnten mehrfachen Axtmordes zu werden. Das ich stattdessen anfing zu lachen – und das in einer Weise, die nicht unmittelbar an Jason Voorhees oder Jack the Ripper erinnerte, – schien sie sichtlich zu beruhigen.

Was folgte, war ein nettes Gespräch über die Schwierigkeiten, die mit der schrankenlosen Offenheit verbunden sein kann, die aus kindlicher Neugier und Schlussfolgerungsgabe erwachsen kann. Sicher gibt es auch genug Zeitgenossen, die sich über diese Sache fürchterlich aufgeregt hätten. Aber wieso eigentlich?

 

Eigentlich ist die Schlussfolgerung des Mädchens ja logisch. Ein zehnjähriges Kind ist sicher problemlos in der Lage mitzubekommen, das Getränke nicht ganz billig sind. Auch vom Multiplikator sollte in der Schule schon einmal die Rede gewesen sein. Für mehr Getränke muss man mehr Geld rausrücken. Geld, das dann fehlt, wenn man sich kraftfahrtechnisch verbessern will. Was man von Zehnjährigen nicht erwarten kann, ist das Wissen um den Marktwert exotischer Gerätschaften. So ist meine Ape rein monetär vermutlich mehr wert als der etwas angegraute Toyota-Kombi der Mutter, einfach weil es sehr viele Liebhaber und Sammler für obskure italienische Primitivmobile, die vom Hauch des Dolce Vita umweht werden, gibt. Solche, die für japanische Vernunftfahrzeuge mit dem Nimbus granitener Zuverlässigkeit und dem Charme eines Lateinpaukers kurz vor der Pensionierung schwärmen, sind hingegen eher rar.

 

Nüchtern betrachtet wurde das Mädchen einfach Opfer dessen, was man in der Wissenschaft eine unvollständige Datenlage nennt. Man kann sich in seinen Schlussfolgerungen eben nur auf das beziehen, was bekannt ist. Wenn Neues bekannt wird, dann ändern sich eben auch die daraus gezogenen Schlussfolgerungen.

Leider verstehen das viele Menschen nicht und in der Folge entstehen viele Missverständnisse. Gerade in der heutigen Zeit, in der so viel über Fakten und angebliche Alternativen zu ihnen diskutiert wird, wäre es doch schön, wenn sich die kleine Parkplatzbegegnung auch ins Große skalieren würde.

Übrigens sind mir das Mädchen und seine Mutter neulich noch mal begegnet. Wieder auf dem Parkplatz vor dem Getränkemarkt, aber diesmal haben wir uns nur zugewunken. Auch irgendwie schön.

Samstag, 18. Dezember 2021

wofür Schafe gut sind

 Die Schafe auf der Weide, gleich neben der alten Landstraße, sind erstaunlich ruhig. Das Geräusch der Ape scheint sie nicht zu stören. Als ich anhalten und langsam aussteige, weichen sie einige Schritte zurück, bleiben dann aber stehen. Einige kommen sogar wieder auf mich zu, näher an den Elektrozaun, der ihre Weide umgrenzt.


 Ich bleibe einige Minuten ruhig stehen. Einfach so, um mir die Schafe anzusehen, die ruhig auf der Weide stehen und grasen. Es gibt sicher viele Menschen die das nicht verstehen werden, aber ich finde solche Momente beruhigen. In diesen Minuten ist leicht zu verstehen, woher die Legende vom Schäfchenzählen als Einschlafhilfe stammt, denn die Tiere strahlen eine tiefe Gelassenheit aus.


 Auf der anderen Seite der Weide befindet sich ein Feldweg. Von dort ist irgendwann wieder ein mechanisches Geräusch zu hören. Anders als das meiner Ape, dumpfer, rauer, aber auch leiser. Es ist der Dieselmotor eines japanischen Geländewagens, das Fahrzeug des Schäfers. Die Tiere scheinen es zu erkennen, denn sie nähern sich der Stelle, an der der Mann im grünen Lodenmantel über den Zaun steigt. In seiner Hand ist ein Eimer mit Futter, das er in eine am Boden stehende Wanne schüttet. Einige besonders hungrige Schafe haben ihre Köpfe schon vorher in den Eimer gesteckt.


 Für einen Moment treffen sich unsere Blicke, der des Schäfers und meiner. Er lächelt und nickt mir zu, scheinbar hat er am frühen Morgen genauso gute Laune wie ich. Es scheint, als seien Schafe weniger zum Einschlafen gut als für einen guten Start in den Tag.

Montag, 1. November 2021

Kymco Curio und Ape TM: Endspurt und Erhaltungsarbeiten

 Der Curio war in den letzten Tagen einfach nur in der Ecke gestanden. Grund dafür war, dass ich auf ein Carepaket von einer Freundin gewartet habe.

Ersatzteile für alte Kymcos sind nicht mehr ganz so leicht zu bekommen wie man es sich wünschen würde. Darum war die Gelegenheit, Teile aus einer Schlachtung zu kriegen günstig. Denn so ganz fertig war der Curio ja noch nicht.

Besonders wichtig war der Anlasser, denn für dessen Montage musste der Auspuff nochmal runter. Nicht wirklich schlimm, für heute aber der tiefste Eingriff in das Fahrzeug.

Zum Teilepaket gehörten auch noch ein brauchbarer Hauptständer und eine Sitzbank ohne Loch. Damit ist der Roller eigentlich soweit fertig und kann im Frühjahr zurück auf die Straße. Auch wenn ich ihn wohl nicht viel fahren werde ist es doch gut zu wissen, dass das Ding wieder läuft. 

Anschließend ging es dann noch in den Untergrund der TM. Denn vor dem Winter wollte ich den Rostschutz auffrischen. Dabei setze ich bei der TM ja auf ein zweiteiliges System. Das Fahrerhaus, das recht tief liegt und den vollen Beschuss vom Vorderrad abbekommt, ist nach meiner Erfahrung am besten mit Unterbodenwachs geschützt. Dynax S-50 sieht ein bisschen aus wie klassischer Bitumen U-Schutz, ist aber weicher und neigt nicht zum reißem. Die alte Schicht, nun immerhin auch schon zwei Jahre alt, war aber halt schon arg abgerieben. 

Den heckwärtigen Unterbau habe ich anschließend noch mit reichlich Fluidfilm getränkt. Damit sollte auch hier der Rost gestoppt oder zumindest für einen weiteren Winter aufgehalten sein. Die TM bleibt aber noch ein paar Tage in der Werkstatt stehen. In einem trockenen Raum setzt sich das Zeug einfach besser als beim derzeitigen nasskalten Klima.

Außerdem ist die 50er als Fahrzeug auch nicht so schlecht. Nur die fehlende Heizung fängt um diese Jahrezeit langsam an zu nerven.



Donnerstag, 12. August 2021

Luigi: Test bestanden

Fast eine Woche war ich nun mit der TM auf Tour. Von Regensburg nach Freiberg und weiter nach Frankfurt an der Oder und sogar für einen kurzen Abstecher nach Polen.

Gut 1.300km in einer Woche, auf teilweise gruseligen Straßen, aber ohne ernsthafte Probleme. Die TM ist als Reisefahrzeug wirklich top und der neue Camperausbau hat sich gut bewährt. Was will man mehr?

Zur Tour wird es demnächst ein paar Videos im Youtube-Kanal geben. Das ist vermutlich besser als einer der althergebrachten Reisebeiträge hier im Blog. Hier geht es dann demnächst mit den anstehenden Schraubereien weiter, frische Energie dafür habe ich ja nun tanken können.

Luigi hat heute noch seine wohl verdiente Wäsche bekommen. In ein paar Tagen muss er wieder normale Alltagsdienste leisten. Aber auch das sollte keine Probleme bereiten, da bin ich mir ziemlich sicher.



Samstag, 31. Juli 2021

Reisevorbereitungen und Kehrwoche

Die TM war ja soweit fertig, es muss nur noch das ganze Zeug wieder eingeräumt werden, das man als Camper eben so braucht.

Durch den neuen Innenausbau ist erheblich mehr Stauraum vorhanden. Entsprechend musste ich dann noch das Verräumkonzept anpassen.

Vom ürsprünglichen Plan, zwei große und zwei kleine Holzkisten auf das Querregal zu stellen bin ich darum wieder abgekommen. Eine große Kiste ist völlig hinreichend.

Für die Kisten kam dann noch eine "Bremse" aus Holzresten auf das Regal. Der Platz links davon war von Anfang an für Kissen und Decken vorgesehen. Diese haben jetzt schön Platz und sind nicht, wie im alten Ausbau, brutal zusammengestopft im Regal verstaut. Der Gummiexpander als Sicherung ist hier völlig ausreichend. 

Der Schubladenturm nimmt derweil die ganzen "Haushaltswaren" auf die man so braucht. Davor habe ich dann den alten Garderobenhaken wieder angeschraubt. Das ist ein guter Platz für hängende Klamotten.

Eine letzte Technikbaustelle stand auch noch an. Der Chokezug hatte kurz vor Beginn der Renovierung den Geist aufgegeben und musste noch erneuert werden. 

Von allen Zügen an der TM ist das der Zug, der am schwierigsten zu wechseln ist. Eine grauenhafte Fummelei, aber zuletzt war dann auch das geschafft.

Nachdem die Motorhaube zu war, konnten der Teppich und das Bett einziehen. Der "Schlangenkorb" ist auch wieder mit an Bord. So gerüstet ging es dann noch gestern Abend zurück nach Hause. Die erste Fahrt nach einem Monat Umbauten war schon etwas Besonderes.

Den Platz in der Werkstatt hat dafür dann gleich die Fuffi eingenommen. Mit diesem Projekt wird es demnächst weiter gehen.

Gestern Abend hatte ich allerdings keine Lust mehr die Werkstatt aufzuräumen. Somit stand heute ein Putz- und Aufräumtag auf dem Programm.

Von der Renovierung ist nicht sonderlich viel Material übrig geblieben. Es war aber immerhin genug, um das Regal neben der Einfahrt zu verbessern. Keine wüsten Haufen mehr, auch ein kleiner Gewinn.

Jetzt ist aber erstmal etwas Urlaub angesagt. Die Werkstatt wird mich zwar in ein paar Tagen nochmal für einen kleinen Einsatz sehen, aber danach geht es dann mit der TM auf Tour. Ihr dürft also gespannt sein, es gibt bald wieder was zum Lesen bzw. neue Videos für den Kanal.


Mittwoch, 28. Juli 2021

Luigi: Deckel drauf

Die Sache mit der Dachverkleidung für den neuen Ape-Ausbau war doch zäher als gedacht. Es hatte schon seine Gründe, warum ich das eigentlich einteilig haben wollte. Aber was solls, manchmal geht es eben nicht auf dem einfachen Weg.

In den vergangenen Tagen habe ich darum immer wieder ein kleines Stück weiter gemacht. Spanten einziehen, Platten zuschneiden, anpassen, streichen und so weiter. Dazu die zwangsläufig entstandenen Fugen mit Acryl verfugt. Das ist zeitraubende und nervige Arbeit.

Heute war Zeit für einen letzten Arbeitsmarathon und so kam nun das letzte und schwierigste Teil hinein. Zugeschnitten angepasst und für den Deckenlüfter ausgespart hatte ich es schon in den letzten Tagen. Nachdem nun die Farbe trocken war, kam das finale Puzzleteil endlich an seinen Platz. Wie zu erwarten, multiplizieren sich hier die Passungsfehler des schiefen Aufbaus zu riesigen Spalten. Ein weiterer Grund, warum die Decke eigentlich einteilig eingekleidet werden sollte.

Gelöst habe ich das letztlich pragmatisch mit Abdeckstreifen aus Laminatresten. Die "Deckenbalken" lockern zudem den Raum etwas auf, ich finde das ehrlich gesagt schicker als die plane, weiße Decke die ich eigentlich bauen wollte. Bisweilen haben solche Zwangslagen eben auch etwas für sich. Außerdem hatte der Baumarkt endlich wieder weißes Acryl auf Lager, ich konnte also verfugen ohne hinterher zigmal streichen zu müssen.

Somit war es dann auch möglich den letzten großen Bauabschnitt anzugreifen, die Einbaumöbel. Angefangen habe ich mit dem Haltewinkel für den Schubladenturm, der in die hintere rechte Ecke kommen soll. Außerdem habe ich noch die seitlichen Sockelleisten eingebaut.

Als nächstes entstand aus Latten eine Plattform für das Querregal, auf das wieder die bewährten Holzkisten kommen werden.

Diese Plattform habe ich dann noch mit Laminat belegt und mit einer zusätzlichen Stütze eingebaut. Diese Konstruktion ist deutlich leichter aber mindestens genauso stabil wie das alte Regal aus Massivholz. Außerdem wirkt es weniger klotzig.

Da der Schubladenturm auch die Position des Tisches mitbestimmt (die Schubladen sollen ja noch auf gehen) habe ich ihn als nächstes reingestellt. Der Haltewinkel fixiert ihn sicher und das Gummiband verhindert, dass die Schubladen im Fahrbetrieb aufgehen. Viel übersichtlicher Stauraum der wenig wiegt, genau so wollte ich das.

Der Tisch ist ähnlich gebaut wie das Querregal. Eine mit Laminat belegte Plattform aus Latten. 

Nach dem Tisch kam dann noch das alte Schubladenelement an seinen neuen Platz. Die grundlegenden Einbauten sind damit drin und es muss eigentlich nur noch geputzt und eingeräumt werden. Vorher muss der Ausbau aber noch gründlich trocknen und auslüften, darum ist jetzt erstmal wieder eine kleine Pause angesagt.



Sonntag, 25. Juli 2021

Luigi: weiter geht's

Aus verschiedenen Gründen war es mir in letzter Zeit nicht möglich, wirklich zügig an der Ape weiter zu arbeiten. In den letzten Tagen ging es dann aber doch wieder vorran.

Zunächst ging es darum, die Wandverkleidungen fertig zu machen. Denn diese geben ja die Position der Deckelverkleidung vor.

Zudem muss natürlich die Belüftung des Raums sichergestellt sein. Da ich die originalen Luftschlitze verschlossen habe braucht es eine andere Lösung. Ein sog. Lüfterpilz im Dach ist das einfachste und zugleich effektivste. Für einen aktiven Lüfter mit Ventilator ist der Raum schlicht zu klein.

Die Deckelverkleidung stellt dann aber doch ein größeres Problem dar als zunächst gedacht. Eigentlich hatte ich vor, die Verkleidung einteilig zu bauen. Aufgrund der Dachform geht das aber mit normalem Sperrholz nicht. Hoch biegsames, extra dünnes sog. Flugzeugsperrholz war aber nicht zu bekommen. Also geht es mit dem wasserfesten Zeug aus dem Bootsbau weiter.

Dieses muss ich dann eben in Streifen einbauen, was aufgrund der unregelmäßigen Dachform aber zu Passungsproblemen führt. 

Die ungleichmäßig verteilten Rippen führen dazu, dass das Holz in Wellen absteht. Bei einem einteiligen Stück wäre das kein Problem gewesen, so erzeugt es aber ziemlich breite Fugen die verschlossen werden müssen. Nicht so dramatisch, aber es macht halt zusätzliche Arbeit.

Diese Zusatzarbeiten kosten Zeit, was dann dazu geführt hat, dass ich heute ausnahmsweise mal am Sonntag in der Werkstatt war. Lärmarbeiten, also auch Holz sägen, fiel natürlich aus. Aber es gibt ja auch Dinge die keinen Krach machen. Die Elektrik zum Beispiel.

Ein zusätzliches Sicherungskästchen im Führerhaus, hinter der Batterie, war der erste Schritt. Denn so ist die neue Elektrik versorgt.

Damit konnte ich dann die neue Wandlampe und den Lichtschalter anschließen. Beides sind historische Stücke aus Bakelit, wohl aus den 50er Jahren, die mir ein befreundeter Elektriker besorgt hat.

Vor der rechten Wand soll später ja der Tisch, der natürlich auch als "Küche" dienen wird, sein. Eine leicht zu reinigen Wandverkleidung macht hier also durchaus Sinn. Die Steinoptik aus Kunststoff ist dafür ideal. Anschließend kam dann noch das Holzkästchen an die Wand, das die Ladebuchsen aufnehmen soll.

Mit dem Anschluss dieses Paneels war die elektrische Sache dann auch abgeschlossen. Soweit funktioniert jetzt alles, inkl. Spannungsanzeige für die Batterie.

Um etwas Fortschritt zu erzielen, habe ich anschließend noch die schon eingebauten Teile der Wandverkleidung verfugt. Acryl ist dafür recht gut geeignet, nur leider braucht es ziemlich lange um zu trocknen. Außerdem muss ich es natürlich noch überstreichen, was wieder Zeit kosten wird.










Donnerstag, 15. Juli 2021

kleinteilige Fuzzeleien und ein paar gefundene PS

Die linke Kastenverkleidung für die TM war sowas wie ein Angstgegner. Gestern stand sie dann auf dem Arbeitsprogramm.

Zwar ist sie theoretisch einfacher als die rechte, denn hier kommen keine Anbauten hin, dafür ist hier der Kasten aber ziemlich deformiert. Das ist ja die Seite, auf der die Ape vor vielen Jahren mal gelegen ist.

Darum war hier auch deutlich mehr Konstruktionsklebstoff und Alutape im Spiel als auf der rechten Seite. Unterbau und Isolation sind aber trotzdem drin. 

Bevor die eigentliche Verkleidung dran kann, muss aber noch die Verkleidung der oberen Stirnwand gebaut werden.

Diese wird zweiteilig aus noch brauchbaren Resten der alten Seitenverkleidung gebaut. Doch erstmal musste eine Pappschablone gebastelt werden. Perfekt passen muss die Form nicht, da letztlich die Dachverkleidung den Überstand verdecken wird.

In diesem Bereich gibt es auch keine Versteifungsrippen, in die man die Unterkonstruktion einkeilen könnte. Darum sind die Leisten und die Isolation flächig mit der Karosserie verklebt. Das sollte reichen um das Sperrholz zu halten.

Die Sperrholzplatten und der kleine Schubladenkasten bekamen anschließend noch etwas Farbe ab, damit ist dann dieser Bauabschnitt erstmal erledigt, denn solange die Farbe nicht trocken ist geht hier nichts weiter.

Es war also noch etwas Zeit an der Ape 50 weiter zu machen.

Das Ding hatte ja zwei Zigarettenanzünder, von denen natürlich keiner funktioniert hat. Das mag nicht zuletzt an der völlig vermurksten Verkabelung gelegen haben. Die Lösung alles raus und wegwerfen, eine neue Anzünderbüchse lag schon bereit.

Sauber verkabelt funktioniert die dann auch, eine gute Lösung für dieses Problem, denn die Möglichkeit das Handy zu laden ist schon ganz nett.

Der Starkregen der letzten Tage hatte außerdem gezeigt, dass Tartaruga etwas wasserscheu ist. Zumindest deuten gelegentliche Aussetzer im Betrieb bei Nässe darauf hin. Ursache dafür ist wohl (nicht überraschend) der originale Zündkerzenstecker. Warum Piaggio diesen anachronistischen Mist im Jahr 2011 (!) noch verwendet hat mögen die Götter wissen. 

Die neue Zündkerze war vermutlich auch kein Luxus.

Dazu noch ein neuer (wasserdichter) Zündkerzenstecker und eine Luftfilterreinigung und siehe da: Die Kiste läuft deutlich spürbar besser als zuvor. Gut für die Heimfahrt von der Werkstatt und auch gut fürs Gefühl etwas geschafft zu haben.