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Mittwoch, 1. September 2021

Ordnung lohnt sich

 Ich weiß nicht, wie oft ich es hier schon erwähnt habe: Ich hasse Unordnung und Chaos, denn diese Dinge bremsen mich in meinem Arbeitsfluss. Trotzdem passiert es immer wieder, dass sich in einzelnen Bereichen der Werkstatt Chaosnester bilden. Die Ecke mit den Kleinteileschütten und -magazinen ist dafür natürlich besonders anfällig.

Wobei das eigentliche Problem vor allem darin bestand, dass sich das ehemals sehr ordentliche System selbst überlebt hatte. Es ist mittlerweile einfach eine zu große Auswahl an Kleinteilen vorhanden. Alles Dinge die Sinn ergeben, aber deren Anordnung optimiert sein sollte.

Bei einer bekannten Discounterkette gab es die Tage Magazinkästen zu einem guten Preis, weshalb ich da einfach mal zugeschlagen habe. Der bereits vorhandene Kasten stammt ebenfalls von dieser Firma und hat sich sehr gut bewährt. Also warum nicht mit diesen Dingen erweitern?

Tatsächlich ist alles was vorher in der Ecke war auch jetzt wieder drin, nur eben besser sortiert und leichter auffindbar. Genau so wie ich mir das eigentlich wünsche. Ein paar der Fächer sind sogar leer geblieben, es ist also noch Luft für Hinzufügungen, was ich eigentlich ganz gut finde. 

Monetär hielt sich die Investition mit knapp 20€ sehr in Grenzen, dafür ist der Zeitaufwand immens. Fast ein voller Arbeitstag, nur mit dem Umschichten der Kleinteile. Aber dieser Einsatz lohnt sich auf lange Sicht, denn jetzt gehen zukünftige Arbeiten viel leichter von der Hand.




Samstag, 31. Juli 2021

Reisevorbereitungen und Kehrwoche

Die TM war ja soweit fertig, es muss nur noch das ganze Zeug wieder eingeräumt werden, das man als Camper eben so braucht.

Durch den neuen Innenausbau ist erheblich mehr Stauraum vorhanden. Entsprechend musste ich dann noch das Verräumkonzept anpassen.

Vom ürsprünglichen Plan, zwei große und zwei kleine Holzkisten auf das Querregal zu stellen bin ich darum wieder abgekommen. Eine große Kiste ist völlig hinreichend.

Für die Kisten kam dann noch eine "Bremse" aus Holzresten auf das Regal. Der Platz links davon war von Anfang an für Kissen und Decken vorgesehen. Diese haben jetzt schön Platz und sind nicht, wie im alten Ausbau, brutal zusammengestopft im Regal verstaut. Der Gummiexpander als Sicherung ist hier völlig ausreichend. 

Der Schubladenturm nimmt derweil die ganzen "Haushaltswaren" auf die man so braucht. Davor habe ich dann den alten Garderobenhaken wieder angeschraubt. Das ist ein guter Platz für hängende Klamotten.

Eine letzte Technikbaustelle stand auch noch an. Der Chokezug hatte kurz vor Beginn der Renovierung den Geist aufgegeben und musste noch erneuert werden. 

Von allen Zügen an der TM ist das der Zug, der am schwierigsten zu wechseln ist. Eine grauenhafte Fummelei, aber zuletzt war dann auch das geschafft.

Nachdem die Motorhaube zu war, konnten der Teppich und das Bett einziehen. Der "Schlangenkorb" ist auch wieder mit an Bord. So gerüstet ging es dann noch gestern Abend zurück nach Hause. Die erste Fahrt nach einem Monat Umbauten war schon etwas Besonderes.

Den Platz in der Werkstatt hat dafür dann gleich die Fuffi eingenommen. Mit diesem Projekt wird es demnächst weiter gehen.

Gestern Abend hatte ich allerdings keine Lust mehr die Werkstatt aufzuräumen. Somit stand heute ein Putz- und Aufräumtag auf dem Programm.

Von der Renovierung ist nicht sonderlich viel Material übrig geblieben. Es war aber immerhin genug, um das Regal neben der Einfahrt zu verbessern. Keine wüsten Haufen mehr, auch ein kleiner Gewinn.

Jetzt ist aber erstmal etwas Urlaub angesagt. Die Werkstatt wird mich zwar in ein paar Tagen nochmal für einen kleinen Einsatz sehen, aber danach geht es dann mit der TM auf Tour. Ihr dürft also gespannt sein, es gibt bald wieder was zum Lesen bzw. neue Videos für den Kanal.


Samstag, 20. Februar 2021

Casalini Sulky: neuer Halt und Werkzeugdrama

Die gestrige Trocknungsaktion im Keller war sehr erfolgreich. Zwar war noch eine gewisse Restfeuchte im Raum, aber die war so gering, dass es möglich war die Fahrzeuge wieder zurück zu bringen.

Ich habe dann gleich die Gelegenheit genutzt, um die komplette Flotte auf Fahrbereitschaft zu prüfen. Tatsächlich tun alle Fahrzeuge was sie sollen, auch wenn vor der Saison natürlich noch der alljährliche Inspektionstag ansteht.

Bei den Oldtimern wird dieser dann wohl in drei Wochen stattfinden, damit diese dann rechtzeitig zum 01.04. zurück auf die Straße können. Das der Aprilanfang dieses Jahr auf das Osterwochenende fällt ist in diesem Zusammenhang sicher ganz praktisch.

Besonders gefreut hat mich aber, dass ich mich heute wieder der eigentlichen Arbeit widmen konnte. Nämlich Thums Sulky, der zur Zeit noch immer in der Werkstatt steht und darauf wartet, seine Bremsanlage zurück zu bekommen.

Am rechten Hinterrad hatte ich das Zeug schon vor einiger Zeit auseinander gebaut. Einfach weil niemand sicher wusste, was da genau drin steckt. Tatsächlich handelt es sich aber an der Hinterachse um eine ganz normale Ape 50 Bremse. Entsprechend schnell und einfach war hier alles erneuert.

Die Vorderradbremse ist dagegen etwas speziell. Es handelt sich auch hier um Bremsteile der Ape 50 für die Hinterachse, allerdings mit zwei Bremsbacken ohne Handbremsanschluss. Das ist insofern kein Problem, als es die Bremsbeläge der Ape nur Achsweise gibt, man also auf jeden Fall die nötigen Teile bekommt. Auch die Vorderradbremse war recht flott wieder beisammen.

Hinten links gab es dann aber doch Schwierigkeiten. Denn anders als auf der rechten Seite war hier alles ziemlich zusammengerostet. Radbremszylinder und Bremsleitung waren derart fest, dass ich sie am Fahrzeug nicht trennen konnte.

Die Lösung den Bremszylinder zusammen mit der Hartleitung auszubauen war dann aber zum Glück recht gut umsetzbar. Tatsächlich ließen sich die Teile dann am Schraubstock trennen, allerdings nicht ohne die Hartleitung zu zerstören, was eigentlich genau das war, was ich vermeiden wollte.

Das ist jetzt natürlich auch kein Drama, außer das Bördelgerät funktioniert nicht. Hier gibt es keine Alternative, also ist erstmal Baustopp und warten auf ein neues Bördelgerät angesagt. Bis dahin ist der kleine Italiener also wieder etwas "haltlos" was die Bremsensache angeht.



Freitag, 19. Februar 2021

Trockenzeit

 Seit Mittwoch hatte die Werkstatt zeit zu trocknen. Im oberen Raum hat das ganz gut geklappt, da ist soweit wieder alles gut. Allerdings war es im Keller doch noch arg feucht.

Die ausgelegten Ersatzteile waren aber immerhin soweit getrocknet, dass ich sie wieder verräumen konnte. Immerhin ein erster Schritt zur Normalität.

Die Fahrzeuge stehen zum größten Teil aber noch in der Maschinenhalle des Vermieters. Das hilft zum Einen den Kellerraum zu trocknen, zum Anderen gibt es auch den nötigen Raum, um aufzuräumen und die Regale in Ordnung zu bringen. Das hat nicht direkt mit dem Wasserschaden zu tun, aber die Gelegenheit ist günstig dafür.

Vom Vermieter kam außerdem die kleine, aber extrem effektive Heizkanone. Damit ließen sich die letzten Wassernester aus schwer zugänglichen Ecken sehr effektiv vertreiben.

Da der Vermieter die Sache weiter überwacht, konnte das Ding dann auch noch etwas weiter laufen und den Raum insgesamt heizen. So sollte der Keller eigentlich gut austrocknen und bis morgen soweit sein, dass die Fahrzeuge zurückkehren können. 

Vor dem nächsten Winter muss dann nur noch das Regenrohr ordentlich gesichert werden. So eine Überschwemmung brauche ich nicht nochmal.




Mittwoch, 17. Februar 2021

Land unter in der Werkstatt

 Ich hatte gestern ja schon davon geschrieben, welche Tücken das Schrauben in einer alten Scheune hat. Vor allem im Winter, wenn die Kälte durch die Ritzen kriecht und das Arbeiten erschwert. Aber die Kälte setzt nicht nur Menschen zu, auch das Gebäude selbst leidet darunter.

Als ich heute Morgen in die Werkstatt gefahren bin, habe ich festgestellt, dass der Boden unter Wasser steht. Also nicht ein bisschen feucht, sondern richtig im Wasser. Eine riesige Sauerei, die natürlich auch den Kellerraum unter der Werkstatt betroffen hat. Mit Wasser voll gelaufene Ersatzteilkisten und pitsch nasse Fahrzeuge sind kein schöner Anblick.

Zunächst stand also Schadensbegrenzung auf dem Programm. Einige Pakete Katzenstreu und eine auf Hochtouren laufende Heizung trockneten zunächst die Werkstatt. Im Keller blieb mir nicht anderes übrig, als die Fahrzeuge heraus zu stellen und die Ersatzteile so gut es ging zu trocknen. Vieles wird vermutlich unrettbar zerstört sein, darunter auch viele sehr seltene Teile.

Aber was war die Ursache dieses Vorfalls?

Durch die Werkstatt verläuft das Sammelrohr, dass das Wasser von den Dachrinnen abführt. Das T-Stück in der Mitte hatte sich gelöst, wohl durch Frosteinwirkung und Eisdruck. Nachdem es nun zu tauen angefangen hatte, hat sich das Teil gelöst und die Wassermassen hatten freie Bahn.

Sehr viel mehr als die Rohre wieder richtig zusammen zu bauen und mit Dichtmasse abzudichten war nicht möglich. Zumindest vorläufig, denn auf Dauer muss hier eine bessere Lösung her. Mein Vermieter ist da auch schon dran. Aber erstmal muss der Wasserschaden beseitigt werden.

Immerhin stehen die Fahrzeuge für die nächsten Tage sicher und trocken in einem anderen Gebäude, das durchgehend beheizt werden kann. Dort können sie trocknen und damit Folgeschäden vermieden werden. Die am schlimmsten abgesoffenen Ersatzteile liegen erstmal in Öl und werden es hoffentlich überstehen. Sobald der Keller richtig ausgetrocknet ist, muss ich aber alles nochmal durchsortieren und sichten. 

Das einzige Fahrzeug, das nicht unmittelbar vom Wasserschaden betroffen ist, ist der Sunny. Dieser stand sicher und trocken auf dem Hubtisch. Um überhaupt nicht etwas produktives zu schaffen, habe ich bei diesem Fahrzeug noch die jährliche Inspektion gemacht und es für die neue Saison aktiviert.

Die kleine Probefahrt im Anschluss war zweifellos das Highlight des Tages. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Spaß der kleine Inder macht.

Am Samstag ist dann leider keine Schrauberei möglich, da wird dann der Keller trocken gelegt. Hoffentlich tauchen keine weiteren Schäden auf.

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Lückenfüllerei

Bisweilen ist es ganz praktisch, wenn man als jemand bekannt ist, der nahezu alles gebrauchen kann. So habe ich vor ein paar Tagen eine relativ gut erhaltene Schubladen-Kommode geschenkt bekommen. 

Der Trümmer stammt aus dem Sortiment einer bekannten skandinavischen Firma und ist eigentlich ganz nett. Seiner Vorbesitzerin war das Teil einfach nur zu schäbig geworden, also genau richtig für meine Werkstatt.

Von der Größe her passt das Ding ziemlich genau neben den Schmierstoff-Schrank, allerdings war doch etwas Arbeit notwendig. Denn die unterste Schublade hatte sich im Laufe der Jahre verzogen und behielt den Boden nicht mehr richtig bei sich.

Für die Werkstatt tut es da eine klassische Orklösung, in diesem Fall einfach ein Stück Dachlatte, das die Schublade zusammenzieht und den Boden stützt. So ist zudem auch noch den Boden stabiler als vorher.

Für wirklich schweres Zeug ist das Ding aber trotzdem nicht geeignet, was aber auch nicht sein muss. Denn letztlich ist es die Lösung für das Problem, dass das Regal hinter dem Schiebetor mit wilden Haufen zugestellt ist. Es sind alles Kleinteile die häufig gebraucht werden, die sich aber in einem Regal nur schlecht ordentlich lagern lassen.

Wirklich perfekt ist das so immer noch nicht, aber es ist deutlich besser. Auch weil die Sachen, in den sauber beschrifteten Schubladen erheblich leichter zugänglich und auffindbar sind.

Zumindest im Moment ist das so eine gute Lösung. 

Dabei sollte es heute eigentlich mit der PK weiter gehen. Doch daraus wurde nichts, denn die nötigen Ersatzteile sind noch nicht da. Das alternative Programm bestand dann darin, den Ersatzteilfundus zu sichten, den es zum Lido dazu gab.

Es handelt sich dabei wohl die Reste eines geschlachteten Lido, aber es sind doch einige kleine Schätze dabei. So etwa der Schlüsselanhänger, der von exakt dem Motorradhändler stammt, der auch meinen Lido als Neufahrzeug verkauft hat.

Das Versicherungskennzeichen von 1985 stammt vermutlich vom Schlachtroller, aber ein nettes Fundstück ist es trotzdem. Dieses Exemplar wird sicher nicht als Baumaterial enden


Das wervollste Stück der Teilesammlung ist vermutlich der, leider unvollständige, Teileträgermotor. Für diejenigen, die sich einen Blick unter den Antriebsdeckel gewünscht haben ist hier die Gelegenheit.

Die Fliehkraftkupplung für den ersten Gang (links) ist schön zu sehen, ebenso das Paket aus Lamellenkupplungen und Freilauf für die zwei weiteren Gänge auf der rechten Seite.

Für den Lido habe ich einige Pläne, die ihn ein wenig individueller gestalten sollen. Allerdings möchte ich die sehr schöne Originalsubstanz natürlich nicht kaputt machen. Deshalb habe ich schon etwas "Spielzeug" besorgt. Dazu gehört auch das lädierte Handschuhfach, dass die meisten Schrauber vermutlich weggeworfen hätten. Aber genau darum ist es eine ideale Basis für das, was ich mit dem Lido-Handschuhkasten vor habe, dem Originalteil aber ersparen möchte.

Über das große Loch habe ich erstmal nur ein Stück Alublech genietet, der Ausbruch an der Seite sollte in eingebautem Zustand zumindest hinnehmbar sein. Das wird sich zeigen und ggf. sind weitere Korrekturen kein allzu großes Problem.

Mit ein wenig roter Farbe drüber sieht die Sache auch gleich nicht mehr ganz so wild aus. Ich glaube, dass das ziemlich gut werden wird. Aber eigentlich ist ja erstmal die Vespa dran.



Dienstag, 6. Oktober 2020

neues Spielzeug

Wer behauptet, dass ein Ort wie meine Werkstatt jemals fertig würde, der hat schlicht keine Ahnung. Denn ein solcher Arbeitsraum ist ja selbst ein Werkzeug und darum beständiger Veränderung unterworfen.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen in der neuen Werkstatt war es gestern mal wieder an der Zeit etwas zu ändern. Der Hängeschrank hat sich bewährt, aber es gibt ein indirektes Problem damit.

Den Schleifbock direkt an die Bretterwand zu schrauben war nicht die beste Idee. Denn durch die Vibrationen der Maschine rappelt es jedes mal Sachen aus dem Schrank. Das konnte so nicht bleiben. Außerdem habe ich mir vor ein paar Tagen einen Wunsch erfüllt und ein besonderes Werkzeug gekauft, das einen festen Platz in der Werkstatt erhalten sollte.

Es war also an der Zeit, mal wieder etwas Konstruktionsarbeit zu leisten. Die beiden Tragbalken mit einem Rahmenholz zu verbinden war die einfachste Möglichkeit um eine solide Basis für den
Schleifbox zu erhalten.

Zudem ist das Holz ein guter Anschlagpunkt für eine kleine Arbeitsplatte, die sich zusätzlich noch mit Beinen am Boden abstützt. 

Den Schleifbock habe ich mit der Arbeitsplatte verschraubt, rechts davon ist genug Platz für den neuen Ultraschallreiniger und der Feuerlöscher ist auch wieder an einem gut zugänglichen, griffbereiten Platz.

Den Reiniger habe ich natürlich direkt getestet. Ein gebrauchtes, völlig versifftes Lüfterrad aus einem Peugeot SV50 war das erste "Opfer".

Es ist wirklich erstaunlich, wie gut das funktioniert. Porentief rein und quasi im Neuzustand kam das Teil aus dem Bad.


Der erste Praxistest galt dann dem Zylinderkopf und Kolben eines gebrauchten Kolbensatzes, den ich am Wochenende aus Freiberg mitgebracht habe. Diese Teile sollen "Berta" nach dem Kolbenfresser wieder zu neuem Leben verhelfen.

Beim Kolben waren die Ringnuten ziemlich zugesetzt, ein schwierig zu reinigender Teil. Im heißen Ultraschallbad haben sich die Verkohlungen aber soweit gelöst, das ich sie einfach mit Bremsenreiniger abspülen konnte. Die neue Maschine hat ihre Bewährungsprobe also bestanden und wird in Zukunft sicher gute Dienste leisten.







Montag, 10. August 2020

mal was ganz anderes

Manchmal bietet es sich einfach an, Ereignisse dazu zu nutzen um andere Ereignisse damit zu verbinden. So war es auch am zurückliegenden Wochenende. 

Hauptsächlich hatte sich Thum angekündigt, weil sein PGO TR3 eine Inspektion brauchte. Diese war meine Hauptarbeit am Samstag, denn eine gründliche Durchsicht des Fahrzeugs braucht eben Zeit. Gefunden haben wir dabei aber nichts, das sonderlich unerwartet gewesen wäre. Ein Wechsel aller Flüssigkeiten und neue Fliehgewichte sowie einen frischen Luftfilter und eine neue Zündkerze, mehr brauchte es unterm Strich nicht. Ich gebe zu, dass mir das Fahrzeug immer besser gefällt, denn der TR3 bzw. das Basisfahrzeug T-Rex scheinen von sehr guter Bauqualität zu sein.

Die Hebebühne ist nebenbei auch erfolgreich auf ihre Dreiradtauglichkeit getestet, wie das Foto beweist.

Ein dicker Holzklotz als Stütze für die Motorschwinge und schon schwebt der, elend schwere, Taiwanese in guter Arbeitshöhe. 

Aber auch an einem solchen Fahrzeug Schrauben ist Arbeit, da war dann der abendliche Einsatz der Bühne deutlich entspannter. Denn, Thums Besuch bot sich als Anlass ein, ich hatte die Slooowriders zu einer kleinen Mitbringparty eingeladen. Die neue Werkstatt will ja auch mal gezeigt und gefeiert werden.

Somit blieb der PGO nicht das einzige ungewöhnliche Fahrzeug, das an diesem Abend auf dem Hof parkte.

Aber was sind schon Karren, die Gemeinschaft der dahinter stehenden, liebenswürdigen Menschen ist da deutlich wichtiger. So wurde es auch ein schöner Abend, mit etwas Grillen und viel Benzingespräch. 

Ein wenig hat sich auch die Werkstatt durch die Anwesenheit dieser lieben Menschen verbessert. Denn Ronny hat mir ein extrem praktisches Spezialwerkzeug mitgebracht. Keine Werkstatt dieser Welt kann ohne einen Drehstrom-Schlauch-Adapter funktionieren. Der kreative Spannungsfluss ist dadurch deutlich besser regulierbar. Danke Ronny!

Am Sonntag habe ich dann, einfach weil es angesichts der brutalen Hitzewelle besser war, Thum samt Moped nach Hause gebracht. Trotz drückender Hitze und Ferienverkehr letztlich ein schöner Roadtrip. Was gibt es Besseres, als einen Sonntag zusammen mit einem lieben Freund buchstäblich zu verschwitzen? ;)

Die einzige echte Panne des Wochenendes blieb darum auch eine auf dem Weg nach Hause verstorbene Windschutzscheibe bei meinem Golf. Eine Geschichte für ein anderes Mal. 

Danke an alle, die dieses Wochenende zu dem tollen Erlebnis gemacht haben, das es war.