Posts mit dem Label old blue werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label old blue werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 4. September 2021

Old Blue und Wulfhorst R13: in kleinen Schritten zum Ziel

Heute ging es mit besonderer Freude zur Werkstatt raus, denn der Golf stand dort bereit um wieder mit nach Hause zu kommen. Mein Vermieter, der im Hauptberuf ja Werkstattmeister in einem Autohaus ist, hatte den Wagen für mich über den TÜV gebracht. Der alte Eimer darf jetzt wieder zwei Jahre rumstinken, was mich natürlich sehr freut.

Außerdem wollte ich natürlich wissen, ob der Tank des R13 endlich dicht ist. Kurz gesagt: Ja, dieses Ziel ist endlich erreicht. Das beim letzten Werkstattbesuch eingefüllte Benzin ist tatsächlich noch vollständig drin. Ein wichtiger Meilenstein, denn jetzt ist es endlich möglich das Fahrzeug fertig zu machen.

Angefangen habe ich damit, die Reparaturstellen im Durchstieg zum Lackieren fertig zu machen und zu grundieren.

Während das trocknete habe ich mich mit dem Auto befasst, denn auch hier wartete noch etwas Arbeit auf mich. Für den TÜV war nämlich eine kleine Schweißung am Schweller notwendig, was aber bisher "nur" grundiert und versiegelt war.

An dieser Stelle wollte ich dann selber weiter machen, denn ich hatte da so eine Idee. Eine Idee, die das Rostproblem in diesem Bereich (hoffentlich) dauerhaft abstellen soll.

Dazu habe ich hier ein kleines Loch gebohrt und anschließend den Bereich grundiert. Was natürlich auch wieder trocknen musste, warum es dann erstmal mit dem Wulfhorst weiter ging.

Dieser bekam noch eine neue Batterie und seine Sitzbank zurück. Außerdem habe ich ein altes Topcase aus meinen Beständen montiert.

Es ist eines jener Topcases die ich persönlich nicht mag, weil kein Helm rein passt. Da der R13 aber keinerlei Stauraum bietet ist es hier doch sinnvoll verwendet.

Im Prinzip ist das Teil jetzt fertig für eine Probefahrt, wozu aber natürlich noch die Kotflügel wieder dran müssen. Eine Arbeit die ich auf den nächsten Werkstatttag vertagt habe, denn ich wollte meine kleine Bastelei am Golf noch fertig machen.

Über die zwischenzeitlich getrocknete Grundierung musste nämlich noch Chassislack, denn nur so ist die Stelle von außen wirklich versiegelt. Von innen aber natürlich noch nicht, weshalb ja das neu gebohrte Loch so wichtig ist. Durch dieses kam dann nämlich eine ordentliche Ladung Hohlraumschutz in den Schweller. Hoffentlich hält das den Rost für viele Jahre in Schach. Vor dem Winter ist aber eh nochmal eine große Rostschutzrunde geplant, ist einfach mal wieder fällig.



Montag, 14. Juni 2021

Endlich wieder Ruhe

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen eines Projektabschlusses. Der Thum war zu Besuch und hat seinen Sulky nach Hause gefahren, für mich natürlich die Gelegenheit zu einer kleinen Tour. Dazu will ich hier im Blog aber nicht großartig schreiben, denn es wird eine kleine Videoserie auf dem Youtube-Kanal zu dieser Aktion kommen.

Zurück in der Heimat war dann am Wochenende etwas Arbeit an notwendigen Baustellen angesagt. Der Golf muss bald zum TÜV und brauchte dafür dringend einen neuen Auspuff. Eigentlich keine große Sache, aufgrund des Zeitmangels hatte ich es aber ewig aufgeschoben.


Eigentlich war ich ja der Meinung, dass der völlig verrottet und schon zigmal geflickte Endschalldämpfer das Problem sei. Doch dieser erwies sich als relativ dicht. Wirklich rausgeblasen hat es an der Doppelschelle nach dem Kat. Aber letztlich war das auch wurscht, denn das alte Zeug flog sowieso komplett raus.

Ein harter Schnitt ist bei solchen Dingen oft die beste Lösung, andauernde Flickschusterei bringt ja nun auch nichts.

Außerdem soll der Hobel ja noch möglichst lange fahren. Darum gab es, zusätzlich zum üblichen Serviceumfang, noch einen Getriebeölwechsel. VW sieht das ja nicht vor und spricht von einer "Lebenszeitfüllung". Mich beschleicht da allerdings der Verdacht, dass meine Definition von Lebenszeit eine andere ist als die von VW.

Generell sollte das Auto jetzt fit für die HU sein, aber das wird sich dann zeigen, wenn der Meister meines Vertrauens nochmal drüber schaut. Selber zum TÜV fahren mag ich mir mit dem Bock ehrlich gesagt nicht antun.

Ganz allgemein sind mir Roller ja näher als Autos. Darum habe ich mich anschließend noch kurz mit dem Spenden-Ovetto-Projekt befasst. Der Roller war ja eigentlich fertig zu einer ausgiebigen Probefahrt, Batterie und Kennzeichen lagen seit zwei Wochen bereit. Nun war endlich auch die Zeit dazu und siehe da: Der Hobel läuft richtig schön, jetzt muss er nur noch tourig werden.







Sonntag, 25. April 2021

Old Blue: Autoschreinerei

Es gibt Dinge die nerven ohne wirklich schlimm zu sein. Eine solche Sache war, es mag kurios erscheinen, der Kofferraumteppich in meinem Golf.

Es gibt beim Golf 3 keinen wirklichen "Deckel" für die Ersatzradmulde. Darum war in die Teppiche eine Verstärkung, wohl aus Hartpappe, eingearbeitet. Nach einigen Jahrzehnten ist diese aber so weich geworden, dass sich immer eine Kuhle über dem Reserverad bildet. Folglich kullert alles was im Kofferraum liegt dort hin und das nervt.

Nun könnte man natürlich einfach eine Sperrholzplatte unter den Teppich legen und das Problem wäre gelöst. Beim Cabrio ist das aber nicht so einfach, denn die Kofferraumluke ist zu klein, um ein entsprechendes Stück Holz hindurch zu bekommen.

Was auch immer man sich da also zusammenbaut muss faltbar sein. Ein paar Scharniere hatte ich noch rumliegen und der Rest war dann eigentlich nur noch eine Frage von gründlich messen und etwas Stichsägenaction.

Das kleine Brett rechts wäre nicht unbedingt nötig gewesen, aber die Idee, das Staufach vor dem rechten Rücklicht besser nutzbar zu machen hatte ich schon länger. Also warum nicht gleich umsetzen?

Diesen Teil der Holzplatte wird man später als einzigen sehen. Darum habe ich ihn mit einem Stück einer alten Fußmatte überzogen. Der Nadelfilz ist robust und passt optisch gut zum eigentlichen Kofferraumteppich.

Mit der Klappfunktion passt das Ding dann auch, sehr knapp, durch den Ausschnitt der Klappe. Außerdem lässt es sich leicht hochheben um das Reserverad zu erreichen. Manchmal sind es eben ganz simple Dinge, die ein lästiges Problem abstellen.

Viel Platz ist ja nun wahrhaft nicht im Kofferraum des Cabrios. Aber so ist er wenigstens ordentlich nutzbar. Denn seien wir ehrlich: Bisher hat es mir immer gelangt und für mehr sind Ape und Anhänger zuständig.

Anschließend gab es noch einen Radwechsel, denn die Winterreifensaison ist wohl endgültig vorbei. Die Astra-Felgen vom letzten Winter kommen aber nicht mehr drauf, montieren lassen sie sich, abnehmen ist eine ganz andere Sache. Das war eine doofe Idee und VW-Schrauber wissen auch warum ;)

Die alten Sommerfelgen stehen aber auch auf meiner persönlichen Abschussliste. Denn wirklich schön sind sie nicht mehr. Ersatz habe ich aber noch nicht und die Reifen sind noch für einen Sommer gut, also bleibt das erst mal. Ich brauch ja auch in der Zukunft was zu tun.

Mittwoch, 14. April 2021

Old Blue: Anpassungen an einen ganz speziellen Einsatz

Vor einiger Zeit hatte ich ja einen alten Fahrradträger für den Golf organisiert. Nicht um Fahrräder damit zu transportieren, sondern um den Rollstuhl meines Vaters vernünftig transportieren zu können.

Diese Vorrichtung hat sich auf diverse Ausflügen und kleinen Reisen hervorragend bewährt. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass es doch Potential für Verbesserungen gibt.

Eines davon ist letztlich ein Luxusproblem, nämlich die Frage wohin mit den Spanngurten. Ich mag es eigentlich, wenn Zubehör und Objekt immer beieinander bleiben, das verhindert Chaos und lästige Sucherei. Ein kleiner Staukasten, ähnlich wie am Anhänger, wäre darum schön.

Um das zu realisieren habe ich zunächst eine Zusatzstrebe in den Träger eingeschweißt.

Mit dieser Strebe lässt sich wunderbar eine kleine Munitionskiste verschrauben.

Regelmäßige Blogleser werden die Kiste erkennen. Es ist der ehemalige Bordwerkzeugkasten des Klingonenkreuzers.

Die Falle für das Vorhängeschloss, die schon beim Einsatz am Roller dran war, habe ich für den Einsatz am Fahrradträger etwas versetzt. Somit ist ein flacher, nicht störender und trotzdem gut zugänglicher Staukasten realisiert.

Ein weiteres Problem war die Kennzeichenbefestigung. Um den Rollstuhl sichern zu können, muss ein Spanngurt zwischen Kennzeichen und Rahmen durchgefädelt werden. Dazu ist genug Platz, allerdings drückt dann der Greifring des Rollstuhls gegen das Kennzeichen. Der windige Plastikhalter dürfte das nicht mehr lange mitgemacht haben, hier muss eine stabilere Lösung her.

Eine Platte aus stabilem Alublech ersetzt darum zunächst den originalen Kennzeichenhalter.

Für den nötigen Abstand sorgen zwischengelegte Muttern. Keine wirklich perfekte, aber in diesem Fall völlig ausreichende Lösung. Und ja, das ist tatsächlich ein Stück von einem alten Verkehrsschild. Die reflektierende Folie habe ich anschließend noch mit Mattschwarz überjaucht. Es soll ja nicht zu Verwirrungen im Straßenverkehr kommen.

Das Schild ist übrigens das alte Baustellenschild, das mir vor einiger Zeit ein Bekannter gegeben hatte. Aus diesem Schild hatte ich auch schon den neuen Rücklichthalter für das Chopperding gebaut.

Das Kennzeichen habe ich anschließend mit der Platte vernietet. Wegen der Schraubenköpfe darunter liegt es nicht völlig plan auf, aber das ist an dieser Stelle eigentlich egal. Es ist gut erkenn- und lesbar, mehr muss es an dieser Stelle nicht können.

Auf den ersten Blick sieht die Konstruktion hinterher nicht so arg viel anders aus als vorher. Aber so sollte der Träger deutlich leichter und bequemer nutzbar sein.



Samstag, 28. November 2020

Old Blue: Dinge die man nicht so oft sieht

Für den Golf habe ich seit Jahren keine Winterreifen mehr. Einfach weil ich keine brauche. Bei Schnee und Eis wird das Ding nicht gefahren, der Karren ist schon rostig genug und eigentlich wäre es schön, wenn er noch ein paar Jahre durchhalten würde.

Allerdings hat mir vor einigen Tagen ein Nachbar einen Satz Winterräder geschenkt. Diese sind von einem Astra G, haben aber die gleichen Dimensionen wie beim Golf. Gute Semperit-Winterreifen auf Stahlfelgen aus dem Zubehör für Umme. Warum nicht? 

Tatsächlich gefallen mir die Stahlräder eigentlich ganz gut, zumindest vorläufig kann ich damit gut leben. Die BBS-Alufelgen, die ja original zum Auto gehören, sind nicht mehr wirklich schön. Die Winterräder geben mir also auch die Gelegenheit, die Dinger mal etwas aufzuhübschen.

Aber natürlich findet man bei einer Aktion wie heute auch Sachen, die man eigentlich nicht finden will. Die Schwellerspitze vorne Links ist gut angerostet. Durch war es aber zum Glück noch nicht. Der Radwechsel hat also auch anderweitige Vorteile.

Um die Sache wirklich ordentlich zu machen ist es schon zu kalt. Aber besser als nichts ist überschleifen und Grundieren auf jeden Fall. 

Chassislack trocknet zudem auch bei niedrigen Temperaturen ganz ordentlich. Im Frühjahr steht dann sowieso mal wieder eine Rostschutz-Orgie auf dem Programm. Die letzte ist dann zwei Jahre her, Zeit wieder in die Zukunft des alten Osnabrückers zu investieren. Frisches Unterbodenwachs ist schon jetzt in allen vier Radhäusern.

Die Gelegenheit war außerdem günstig, um die Mittelkonsole auszubauen. Denn diese nervt mich schon länger mit Klappern.

Die Konsole ist ja ein Zubehörteil, dem niemand nachsagen kann sonderlich hochwertig zu sein. Trotzdem tut sie seit vielen Jahren brav was sie soll und ich will das Ding eigentlich nicht mehr missen.


Grund für das Geklapper waren ohnehin nur zwei flüchtige Schrauben.

Außerdem hat sicher auch der viele, über die Jahre im recht geräumigen Staufach angesammelte Unrat seinen Teil dazu beigetragen. Den ganzen Mist einmal durchgehen und zu entsorgen was wirklich niemand mehr brauchen kann, ist eben immer wieder hilfreich.

Die nächste Fahrt mit dem Auto steht am nächsten Wochenende an. Dann geht es zum Thum, den R10 nach Hause bringen.

Vorher gab es noch einen kurzen Check ob wirklich alles in Ordnung ist, sowie eine letzte, kurze Probefahrt. Der Roller läuft wieder richtig gut und kann guten Gewissens zurück zu seinem Besitzer.

Allerdings fehlte noch ein kleines Detail: Aufklebermann Alex hat zwischenzeitlich geliefert und so kamen noch die neuen Schriftzüge auf den R10.



Ein wenig Werbung für Blog und Kanal muss ja auch sein und seien wir ehrlich: Gustav ist ein sehr guter Werbeträger.










Samstag, 26. September 2020

Wulfhorst R7 und Golf: Wenn mal alles nach Plan läuft.

Seit dem Slooowriderstreffen war ich nicht mehr in der Werkstatt, die vergangene Woche war einfach zu voll mit anderen Dingen. Einerseits fehlt mir der Werkstatttag unter der Woche irgendwie, aber andererseits hatte die lange Pause auch Vorteile. So war es zum Beispiel möglich, in Ruhe die nötigen Teile für den Golf zu besorgen. Aber dazu später mehr.


Erstes Ziel für heute war den R7 fahrbereit zu machen und zu testen. Darum ging es hier direkt weiter. Es fehlten letztlich nur die Kette und die Hinterradbremse um eine kurze Probefahrt zu ermöglichen.

Bei Dreckwetter und ohne Verkleidung blieb es aber zunächst mal dabei die Fahrbereitschaft festzustellen.


Aufgefallen ist dabei vor allem, dass das Fahrzeug recht träge ist und stark raucht. Im Moment habe ich das aber noch auf den uralten und wahrscheinlich übermischten Resttreibstoff im Tank geschoben. Wichtig war erstmal, dass das Ding überhaupt fährt.

Zurück in der Werkstatt ging es dann an einige Detailarbeiten. Thum wollte zum Beispiel die an den Gepäckträger versetzten Blinker haben. Außerdem habe ich die Verkleidung wieder montiert.

Der letzte Service ist bei "Berta" schon länger her, weshalb auch frische Bremsflüssigkeit fällig war.

 


Mit aufgesetzter Heckschürze war dann auch eine längere Probefahrt möglich. Zur Sicherheit gab es auch noch frischen Sprit.

Der neue Treibstoff hat jedoch am Fahrverhalten nichts geändert. Der Roller hat wenig Leistung und räuchert auch bei warmem Motor. Vermutlich ist der Testvergaser nicht richtig abgestimmt, denn es sieht nach extrem überfettetem Motorlauf aus. Beim nächsten Mal wandert also doch wieder das Originalteil in den Roller, dafür war heute aber keine Zeit mehr.

Es war nämlich noch eine andere Sache auf dem Zettel: Seit der Rückfahrt vom Treffen verlor der Golf Kühlwasser. Nicht viel, aber doch genug um Probleme zu verursachen, wenn ich es nicht rechtzeitig gesehen hätte.

Undicht war die Dichtung zwischen dem Wasserflansch am Zylinderkopf und dem Kopf selbst. Nur ein O-Ring, aber eben ein wichtiges Kleinteil.

Nach all den Jahren ist es wohl verzeihlich, wenn dieses Teil den Geist aufgibt.

Die Gegendichtfläche am Zylinderkopf zeigte auch deutliche Spuren von Wasseraustritt. Tatsächlich fehlte ja schon seit gut zwei Jahren immer mal wieder ein kleines Bisschen Kühlwasser. Bisher hatte ich das Leck nie gefunden, aber vermutlich war dies die Ursache.

Zur Reinigung ist die Stelle zum Glück gut zugänglich.

Wasserflansch und Temperaturfühler gab es zur Sicherheit ebenso neu wie alle Dichtungen.

Den nahezu völlig undurchsichtig gewordenen Ausgleichsbehälter hatte ich auch neu besorgt. Das Teil wollte ich eh schon länger mal erneuern. 

Zum Schluss noch frisches Kühlmittel rein und auf Probefahrt. Tatsächlich scheint das System wieder dicht zu sein. Ein weiteres Problem weniger und das Wochenende kann beginnen.