Samstag, 20. Februar 2021

Casalini Sulky: neuer Halt und Werkzeugdrama

Die gestrige Trocknungsaktion im Keller war sehr erfolgreich. Zwar war noch eine gewisse Restfeuchte im Raum, aber die war so gering, dass es möglich war die Fahrzeuge wieder zurück zu bringen.

Ich habe dann gleich die Gelegenheit genutzt, um die komplette Flotte auf Fahrbereitschaft zu prüfen. Tatsächlich tun alle Fahrzeuge was sie sollen, auch wenn vor der Saison natürlich noch der alljährliche Inspektionstag ansteht.

Bei den Oldtimern wird dieser dann wohl in drei Wochen stattfinden, damit diese dann rechtzeitig zum 01.04. zurück auf die Straße können. Das der Aprilanfang dieses Jahr auf das Osterwochenende fällt ist in diesem Zusammenhang sicher ganz praktisch.

Besonders gefreut hat mich aber, dass ich mich heute wieder der eigentlichen Arbeit widmen konnte. Nämlich Thums Sulky, der zur Zeit noch immer in der Werkstatt steht und darauf wartet, seine Bremsanlage zurück zu bekommen.

Am rechten Hinterrad hatte ich das Zeug schon vor einiger Zeit auseinander gebaut. Einfach weil niemand sicher wusste, was da genau drin steckt. Tatsächlich handelt es sich aber an der Hinterachse um eine ganz normale Ape 50 Bremse. Entsprechend schnell und einfach war hier alles erneuert.

Die Vorderradbremse ist dagegen etwas speziell. Es handelt sich auch hier um Bremsteile der Ape 50 für die Hinterachse, allerdings mit zwei Bremsbacken ohne Handbremsanschluss. Das ist insofern kein Problem, als es die Bremsbeläge der Ape nur Achsweise gibt, man also auf jeden Fall die nötigen Teile bekommt. Auch die Vorderradbremse war recht flott wieder beisammen.

Hinten links gab es dann aber doch Schwierigkeiten. Denn anders als auf der rechten Seite war hier alles ziemlich zusammengerostet. Radbremszylinder und Bremsleitung waren derart fest, dass ich sie am Fahrzeug nicht trennen konnte.

Die Lösung den Bremszylinder zusammen mit der Hartleitung auszubauen war dann aber zum Glück recht gut umsetzbar. Tatsächlich ließen sich die Teile dann am Schraubstock trennen, allerdings nicht ohne die Hartleitung zu zerstören, was eigentlich genau das war, was ich vermeiden wollte.

Das ist jetzt natürlich auch kein Drama, außer das Bördelgerät funktioniert nicht. Hier gibt es keine Alternative, also ist erstmal Baustopp und warten auf ein neues Bördelgerät angesagt. Bis dahin ist der kleine Italiener also wieder etwas "haltlos" was die Bremsensache angeht.



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