Sonntag, 21. Juni 2015

Besuch aus dem Osten

Björn von den Slooowriders gehört zur Gruppe, die im Sommer eine Tour in die Türkei unternehmen wird. Das dazu eingesetzte Fahrzeug, wird seine Vespa LX50 sein. Damit der Roller die Tour durchhält, gabs heute einen "Inspektionstermin" in der Rollerhölle.
Björn hatte sichtlich seinen Spaß und die Möglichkeit, den Roller mal gründlich durchzusehen. Damit sollte sichergestellt sein, dass die Fahrt in die Türkei ohne unliebsame Zwischenfälle vonstatten geht.


Ich wünsche ihm (und den drei anderen) auf jeden Fall eine gute Fahrt und wäre gerne mit dabei, wenn es zum Bosporus geht. Den entsprechenden Tourbericht werdet ihr dann im Herbst auf www.slooowriders.de finden.

Freitag, 19. Juni 2015

Anker geborgen

Nach dem Defekt am Bremspedal beim "Roten Baron" habe ich heute das zwischenzeitlich gelieferte Neuteil eingebaut. Ausnahmsweise ist die Neuanfertigung mal in brauchbarer Qualität und passt ohne Nacharbeiten. Nur der Schlitz für den T5-Bremszug musste natürlich angebracht werden, denn neue T5-Pedale gibt es leider nicht mehr. 


Alles in allem bin ich zufrieden. Nach problemloser Montage bremst der Roller wieder gut, ehrlich gesagt sogar besser als vorher, denn das neue Pedal ist leichtgängiger als es das alte jemals war. So macht das wieder richtig Spaß.

Apropos Spaß:
Ein guter Freund von mir sammelt Vorkriegsmotorräder und hat darum bemängelt, dass mein "Baron" zwar das Thema "1. Weltrkrieg" hat, aber das früher obligatorische vordere Kennzeichen in "Schädelspalter" Bauform fehlt. Ein solches Kennzeichen, als billige Replika hat er mir zur Beseitigung dieses Mangels auch gleich überlassen. Heute war die Gelegenheit es zu montieren.




Das ist eigentlich total daneben und passt zu dieser Karre wie ein Ballettröckchen zu Mike Tyson, aber genau darum gefällt es mir. Das Ding bleibt auf jeden Fall.


Mittwoch, 17. Juni 2015

Luigi sieht rot

Auf Fotos sieht die Ape meistens recht ordentlich aus, tatsächlich war sie jedoch ziemlich schäbig geworden. Vor allem die Kastenseiten hatten doch etwas viel Patina angesetzt. Da Apen eh im Generalverdacht stehen abgewirtschaftete Rappelkisten zu sein, habe ich daher heute die Farbrolle geschwungen und die Seitenwände des Kastens neu gestrichen.

Nach einer gründlichen Wäsche mit Wasser und Silikonentferner (natürlich nicht auf dem Parkplatz vorm Haus sondern am Waschplatz der Tankstelle!), war es eigentlich nicht weiter spektakulär den Transporter zu streichen. 


Eine knappe Stunde Arbeit für zwei Farbschichten führten zu einem Ergebnis, dass sich meiner Meinung nach durchaus sehen lassen kann. Mir gefällt es jedenfalls deutlich besser als vorher, ganz fertig bin ich jedoch noch nicht. Das Dach soll auch noch einen Anstrich bekommen, jedoch in einer anderen Farbe. Außerdem möchte ich gerne eine Art "Werbebeschriftung" auf die Kastenseiten machen, was genau weiß ich noch nicht, ein paar Ideen habe ich allerdings schon.




Montag, 15. Juni 2015

good bye Ming Li Foo !

Es ist soweit, "Ming Li Foo" ist endgültig weg. Gerade habe ich ihn in den Landkreis Straubing verkauft, wo er einem jungen Mann als erstes eigenes KFZ dienen wird. Ich wünsche dem neuen Fahrer allzeit gute Fahrt und viele schöne Erlebnisse mit dem chinesischen Silberling!

Er verlässt mich so wie er gekommen ist: auf dem Anhänger hinter einem PKW. Somit schließt sich der Kreis und ich habe wieder Platz und freies Budget für neue Ideen. Mal sehen was nachfolgen wird, denn auch wenn die Winterrollerfrage für den kommenden Winter schon geklärt ist, untätig werde ich sicher nicht sein.


Sonntag, 14. Juni 2015

Ankerversagen

Ein wunderschöner, sonniger Sonntagnachmittag, eigentlich DIE Gelegenheit um die Welt vom Rollersattel aus zu genießen. Da man ja stets das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden sollte, habe ich dann gleich noch die Seitenkoffer vom "Klingonenkreuzer" auf den "Roten Baron" geladen und bin in Richtung Rollerhölle losgefahren. Der Plan war, die Koffer (die ich zur gründlichen Reinigung zu Hause hatte) dort abzustellen und dann eine kleine Ausfahrt durch Niederbayern zu machen. Das Wetter passte, und die Gegend rund um die Rollerhölle ist perfektes Rollerrevier. 

Kurz nachdem dieses Foto entstand, musste ich verkehrsbedingt abbremsen und der Roller blieb nach dem Tritt aufs Pedal auch zuverlässig stehen. Das anschließende Anfahrmanöver war jedoch extrem zäh. Grund: Das Bremspedal lag wie "angemauert" auf dem Trittblech, das Hinterrad war fest verankert. Zunächst dachte ich an einen verklemmten Bremszug oder einen gefressenen Bremsnocken, doch nichtsdergleichen war die Ursache. Es war schlicht die Halteplatte des Bremspedals gebrochen und der Pedalarm hatte sich am Trittblech verkantet. 

Einen solchen Schaden habe ich bei einer Vespa noch nie gesehen und ich bin ehrlich gesagt froh, dass nichts weiter passiert ist. Die restlichen paar Kilometer zur Rollerhölle gings dann, nur mit der Vorderradbremse, in äußerster Schleichfahrt. Die PX ist jedenfalls die nächste Zeit erst mal gegrounded, denn ohne neues Pedal kann ich nicht fahren.

Da ich jetzt eh schon am zerlegen war, hab ich gleich noch den angeknacksten Gepäckträger geschweißt.


Die Ausfahrt durch Niederbayern gabs hinterher trotzdem, allerdings mit der "Pornoyacht", der jetzt erstmal die Rolle der Alltagsvespa zufällt.










Samstag, 13. Juni 2015

Hinternkosmetik für Blechbienen

Die Heckansicht der Ape, mit den klein wirkenden Rückleuchten und dem zweizeiligen Kennzeichen gefällt mir irgendwie nicht so recht. Eine gute Idee, wie man das gefälliger gestalten könnte hatte ich bisher jedoch auch nicht. 
Gestern ist mir auf dem Baumarktparkplatz diese TM aufgefallen, zunächst mal weil die "großen" Apen hier in der Gegend ganz klar in der Minderheit sind.

Richtig schöner rattiger Zustand, man sieht der Karre an, dass sie benutzt aber auch gepflegt wird. So muss das sein!

Am Heck der Ape fiel mir dann vor allem die Kennzeichenanbringung und die LKW-Rückleuchten auf. 
Die Lösung für das Kennzeichen ist relativ simpel: einfach ein Blech angeschraubt und zwei Kennzeichenleuchten aus dem LKW-Zubehör:

Ich würde das Kennzeichen zwar mittig anbringen, aber insgesammt gefällt mir der Umbau sehr gut. Muss mich mal schlau machen, wie man das legalisiert bekommt. Kopfkino läuft jedenfalls!

Mittwoch, 10. Juni 2015

good bye Ming Li Foo ?

"Ming Li Foo" ist ja nun noch nicht so arg lange in meinem Besitz, trotzdem bin ich knapp 1.000km mit ihm gefahren und grundsätzlich zufrieden. Er tut was er soll, sparsam und robust. Trotzdem, irgendwie flasht mich die Reuse nicht so richtig, der ist irgendwie, naja, langweilig. Nochmal nen Winter als Winterroller fahren, wenns sein muss, gerne. Aber Umbauen? Ich weiß nicht, irgendwie hab ich keine wirklich coole Idee für den Karren.



Darum steht er jetzt grundsätzlich zum Verkauf. 400€ Verhandungsbasis ohne Topcase. 



Mal sehen ob ihn jemand haben will. Wenn ja dann gebe ich ihn gerne an jemanden weiter, der dann hoffentlich mehr Spaß an ihm hat als ich. Wenn nicht, dann wird die Zeit zeigen was aus dem kleinen Kerl noch wird.


Samstag, 6. Juni 2015

es werde Licht

Über dem neuen Ablagetisch fehlte noch eine Lampe. Im Fundus hatte ich die Fassung einer alten Pendelleuchte und ein bisher ungenutzter Stomanschluss war sowieso unter der Decke, also: Glühbirne gekauft und aufgehängt. Schön hell wars ja, aber optisch, nunja ... nackte Glühbirne unter der Decke fand ich dann doch etwas zu rustikal.

Mir gefallen ehrlich gesagt die einfachen Pendelleuchten mit rundem Schirm, die früher in vielen Werkstätten hingen, sehr gut. Sowas ist aber heute schwer aufzutreiben und wenn meistens recht teuer. Daher habe ich meinen Fundus nach einer brauchbaren Alternative durchstöbert. Dabei fiel mir eine alte, reichlich gammelige, Käferradkappe in die Hände. Rund ist sie und der Durchmesser passt auch, also: Stichsäge her und Loch rein.

Nach dem entgraten des Lochs habe ich die Innenseite der Radkappe noch mit etwas Felgensilber ausgespritzt, damit es wenigstens etwas reflektiert. Das Ergebniss kann ich meiner Meinung nach durchaus sehen lassen.



Freitag, 5. Juni 2015

Vergasermüll und Bremsensalat

Nach dem Totalausfall am Mittwoch, habe ich gestern den "Mülleimer" geborgen und in die Werkstatt geschleppt. Es scheint, als sei der Vergaser schuld an der Panne. Aufmerksame Leser wissen, dass ich den Vergaser erst vor kurzem durch einen günstigen Nachbau ersetzt habe. Es scheint als sei dies eine Fehlentscheidung gewesen. Was für einen Vergaser ich dem Roller jetzt verpasse weiß ich noch nicht, ein Dellorto PHVA wäre schön, zum einen sind das gute Vergaser und zum anderen ist dieser Typ als Alternative zum Mikuni in der Betriebserlaubnis vermerkt. Andererseits sind diese Teile auch relativ teuer und ich bräuchte noch einen anderen Ansaugstutzen dazu. Mal sehen, eine entsprechende Anfrage im CPI-Forum läuft jedenfalls. Natürlich bin ich auch hier für jeden zugesandten Tipp dankbar.

Wie man auf dem Foto sieht läuft der Vergaser massiv über. Der Luftfilter war komplett mit Treibstoff geflutet. Wahrscheinlich hat beim Chinavergaser schon wieder das Nadelventil aufgegeben.

Da ich dann eh schon in der Werkstatt war, habe ich gleich noch am Peugeot weitergemacht. Dieser soll langsam mal fertig werden.
Neben der anstehenden Wartung war vor allem ein Problem mit der Vorderradbremse zu beheben. Seit der letzten Probefahrt saß diese fest und das Vorderrad war kaum noch zu drehen. Der Grund dafür ist simpel gewesen: der Bremssattel war völlig festgegammelt.

Schon ein Blick von außen auf den Sattel zeigt, dass hier schon länger niemand mehr dran war. Ebenso auch an den Bremsbelägen.
Trotzdem lies sich der Bremssattel ohne größere Schwierigkeiten zerlegen und überholen. Einen Revisionssatz hatte ich zum Glück noch da. Der AJP-Sattel ist ja ein weit verbreitetes Bauteil. 

Mit frischen Belägen und neuer Bremsflüssigkeit kann das Teill in ein paar Tagen wieder an den Roller.



Mittwoch, 3. Juni 2015

Der Mülleimer wird zum Katastrophengebiet.

Bekanntlich war mein "Mülleimer" einige Zeit lang außer Betrieb, denn der Benzinhahn war hinüber. Heute wollte ich den Roller nach erfolgter Reparatur nach Hause fahren. Das wurde leider nix, denn der Roller blieb einige Kilometer von der Werkstatt entfernt wieder stehen. Diesmal verliert er kein Benzin, der Motor läuft sogar recht ordentlich. Allerdings hat er keinerlei Leistung mehr und der Roller schleppt sich nur mit maximal 5km/h dahin. 


Was das nun schonwieder ist? Ich habe ehrlich gesagt noch keine Ahnung, vermute aber das der Auspuff was damit zu tun hat, denn der Kat klappert schon länger fröhlich herum. Dummerweise war meine Mutter der einzige erreichbare Mensch, sie hat allerdings kein Fahrzeug mit dem man den Roller transportieren könnte. Darum muss der Mülleimer jetzt in der "niederbayerischen Prärie" am Straßenrand übernachten, morgen werde ich ihn per Anhänger bergen und in die Werkstatt zurück bringen.

Scharfe Kurven, heiße Reifen! Bergrennausstellung im archäologischen Museum, Kelheim

Historischer Motorsport im archäologischen Museum? Nein, hier geht es nicht um grenzwissenschaftliche Betrachtungen zu möglicherweise vorhandner Technologie in alten Kulturen. Es geht einfach nur um eine gut gemachte, sehr sehenswerte Ausstellung zum  Thema "Ratisbona-Bergrennen" an einem ungewöhnlichen Ort.


Von 1924 bis 1981 stand die niederbayerische Provinzstadt Kelheim alle zwei Jahre im Rampenlicht, denn das "Ratisbona-Bergrennen" gehörte zu den bedeutendsten seiner Art. Viele bis heute berühmte Rennfahrer rangen hier um den Sieg, Namen wie Rudolf Caracciola, Hans Stuck, Bernd Rosemayer, Toni Mang oder Heiz Liedl haben bis heute einen vertrauten Klang in den Ohren vieler Motorsportfans.
Das Archäologische Museum der Stadt Kelheim zeigt derzeit eine Sonderausstellung zum Bergrennen. Im Dachgeschoss des Museums sind dazu viele Erinnerungsstücke, Dokumente, Fotos und einige historische Rennfahrzeuge zu sehen. 





Die Ausstellung wird noch bis zum 8. November gezeigt, das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Dienstag, 2. Juni 2015

und der Platz ist wieder weg ...

Nachdem gestern gründlich ausgemistet und Platz geschafft wurde, habe ich heute den neu gewonnen Raum gleich wieder gefüllt. 




Natürlich habe ich die OSB-Platten nicht einfach nur stumpf in die Ecke gestellt, es ist tatsächlich was sinnvolles draus geworden:



Der Zusatztisch zur Werkbank schafft endlich die lang vermisste Ablagefläche für Werkzeug und Teile, außerdem sind die Spezialwerkzeuge die ich häufiger brauche jetzt ohne langes Kramen in div. Schubladen zugänglich. Diese kleine Renovierung der Werkstatt ist jetzt geschafft, beim nächsten Mal gibts wieder praktische Arbeiten am Roller, denn der Peugeot soll endlich fertig werden.


Montag, 1. Juni 2015

Platz da!

Zu den Dingen, die mich in meiner Werkstatt schon länger stören, gehörte das alte Reifenregal. 



Die Primitivkonstruktion aus Dachlatten war nicht nur wackelig sondern auch wenig Raumeffizient. Außerdem blockierte sie den Zugang zum Regal mit den Verkleidungsteilen. Ein Umstand der nicht dazu beitrug, dass ich glücklicher wurde. Außerdem existierte seit der letzten Ausmistaktion ein ungenützter "Leerraum" im hinteren Teil der Werkstatt, vor dem ehemaligen Zufahrtstor. 

Der logische Ansatz war also damit was zu machen. Knapp eine Stunde Räumarbeit später sah der ehemalige Totraum so aus:
Damit sind die Reifen ordentlich, zugänglich und platzsparend verstaut. Wobei ich bei den Rollerrädern demnächst nochmal ausmisten werde, die meisten davon sind Ersatzräder für Fahrzeuge die ich schon lange nicht mehr habe. Ich sollte wohl mal ein paar davon verkaufen ...

Link von der Werkbank ist es jetzt schön leer:
Allerdings wird dieser Raum nicht mehr lange leer sein. Ich habe schon konkrete Pläne dafür, die das Arbeiten in der "Rollerhölle" wohl deutlich angenehmer machen werden.



Zuguterletzt dann noch das angesammelte Leergut weggekarrt, was auch dazu beiträgt für mehr Platz und Ordnung zu sorgen.