Sonntag, 2. Juni 2019

#scooterlife: Sächsische Rollerchaos-Tour ins Verderben

Es verkommt ja nun langsam zum Dauerwitz, dass einer meiner Roller den Geist aufgibt wenn ich versuche zum Thum nach Sachsen zu fahren. Die letzten beiden Versuche gingen jedenfalls ziemlich in die Hose. Aber aufgeben zählt bekanntlich nicht, darum ging es am Donnerstag wieder los, diesmal mit dem Neos.
Die knapp 340km von Regensburg aus, in einem weiten Bogen durch den Nordosten Bayerns, ein kleines Stück durch Tschechien und dann durchs Erzgebirge nach Freiberg sind eigentlich eine traumhafte Tourenstrecke.
Auf dem gesamten Streckenverlauf wechseln sich weite Blicke mit wunderschöner Mittelgebirgslandschaft ab.
Das Beste war aber, dass der Neos die komplette Fahrt über völlig problemlos lief und es keinerlei Schwierigkeiten gab.
Entsprechend gut war dann auch meine Laune, als es am nächsten Tag weiter gehen sollte. Von Freiberg aus zunächst nach Dresden und weiter nach Frankfurt an der Oder, das war zumindest der Tagesplan.
Die Fahrt durch Sachsen verlief dann auch bis Dresden völlig problemlos. Sogar etwas Touriprogramm an der Frauenkirche war drin.
Kurze Zeit später, unmittelbar hinter Dresden war es dann aber leider wieder vorbei mit der guten Laune. Mit einem hässlichen Krachen versagte der Neos schlagartig seinen Dienst, immerhin direkt bei einer Tankstelle.
Was folgte war eine kurze Diagnose (absolut keine Kompression mehr) und mehrstündiges Warten auf den Abschleppdienst.
Die Rückfahrt nach Freiberg fand dann getrennt statt. Ich saß, wieder einmal, auf dem Beifahrersitz eines Abschleppwagens und der Thum fuhr mit seinem Dreirad zurück nach Hause.


Die Wartezeit habe ich derweil mit Zerlegen des Rollers überbrückt. Wie befürchtet ist das Innenleben des Motors völlig verwüstet, hier ist absolut nichts mehr zu machen.
Ursache ist wohl, dass das Nadellager einige seiner Nadeln ausgespuckt hatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass es die Kurbelwelle mit zerstört hat ist entsprechend hoch, das muss sich dann aber nach einer Demontage des Motors in der Werkstatt zeigen.
Gestern ging es dann, per "Familientaxi" zurück in die Heimat. Eine gute Zeit war es trotzdem, außerdem hege ich immer noch die Hoffnung, dass es irgendwann einmal gelingen wird, Frankfurt an der Oder zu erreichen.




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