Samstag, 11. Juli 2020

Aktion Kellerkind

Es verkommt langsam zum Runninggag, aber die Lampen sind noch immer noch da. Wobei es jetzt wenigstens einen Liefertermin gibt: Montag sollen sie kommen. Aber was solls, auf der Baustelle ist ja noch genug andere Arbeit.
Der Keller war bisher ja nur teilweise geplündert worden. Entsprechend chaotische sah es da unten aus. Vor allem aber war es stockdunkel, denn es gab keinen Strom mehr. Das war allerdings auch ganz gut so, denn so war es möglich, die Steckdosenleitungen stumpf abzuschneiden und die Steckdosen zu demontieren. Allerdings ist es langsam soweit, dass die Umbauten in der "Tiefgarage" losgehen können.
Wichtigster Posten war erstmal, das Werkzeug umzuziehen. Die Rollcontainer sind natürlich schnell hoch getragen, aber die Werkzeugwand ist ein ziemlicher Aufwand. Weniger von der Arbeit, sondern von der dahinter steckenden Logik.
Helfen kann einem bei so einer Sache natürlich auch niemand. Denn die Sortierung des Werkzeugs erfolgt nach Kriterien die nur ich kenne und die zu erklären nahezu unmöglich ist.
Zum reinen Umzug gab es noch ein paar Änderungen, etwa einen neuen Halter für die 1/4-Zoll Stecknüsse und Verlängerungen. Die alte Lösung war doch etwas wackelig, so gefällt es mir deutlich besser.
Die Werkbank ist jetzt aber wirklich komplett bestückt und einsatzbereit. Auch rein optisch ein wichtiger Meilenstein, denn DIESEN Anblick liebe ich aus tiefstem Herzen.
Anschließend habe ich dann alle offenen Enden in der Kellerelektrik entfernt und das Licht wieder angeschlossen. So ist der Raum wieder ordentlich nutzbar, denn im Stil eines Bergmannes mit Kopflampe rumtun mag ich wirklich nicht.
Genau in dem Moment, in dem wieder Licht im Keller war, kam dann noch der Vermieter vorbei. Denn eine wichtige Änderung stand noch an: einer der Tragbalken im Keller brauchte noch eine zusätzliche Stütze. Was im ersten Moment nach einem Hindernis aussieht ist eigentlich ganz praktisch. Denn in diesem Bereich sollen Lagerregale entstehen und die Säule ist ein guter Anschlagpunkt dafür.
Doch vorher stand noch eine andere Sache auf dem Programm. Der alte Werkzeug- und Materialschrank, den ich ja vom Vormieter übernommen hatte, sollte Holz und Beschläge zum Regalbau liefern.
Insbesondere die alte Deckplatte des Schranks, eine richtig solide Arbeitsplatte, war dafür ideal. Denn der untere Boden des neuen Werkzeugregals sollte ohne zusätzliche Stütze sein.
Der alte Schrank liefert jedenfalls mehr als genug Material für diesen Einbau. Was nicht schlecht ist, denn im Keller werde ich noch einiges an Holz brauchen. Wobei auch dieses Regal sicher noch nicht fertig ist, aber bevor ich es weiter anpasse, muss ich sehen was alles wo hinkommen wird.
Dazu ist es aber erstmal nötig, die Veränderungen im Keller fort zu führen.
Dazu gab es zunächst eine Wand zwischen der neuen Säule und der Außenwand einzuziehen. Diese dient als Anschlagpunkt und Rückwand für eine Regalkonstruktion.
Diese Regaleinbauten sind, das ist die Schwierigkeit dabei, nicht nach normalen Maßstäben zu bauen, denn sie sollen in bestimmten Bereichen ganz bestimmte Dinge aufnehmen. Das macht die Sache nicht ganz einfach, weshalb es heute bei diesen relativ kleinen Fortschritten bleibt.
Um im Keller sinnvoll weitermachen zu können, war es erstmal nötig, den elefantösen Saustall in der neuen Werkstatt aufzuräumen. Insbesondere alle Holzreste nach unten zu bringen, um eine Vorstellung zu haben was da ist. Außerdem will ich möglichst keine Sägearbeiten in der neuen Werkstatt mehr machen. Habe ich schon erwähnt, dass ich Sägestaub hasse?
Auf jeden Fall ist das heutige Tagesziel erreicht und die neue Werkstatt im Grunde benutzbar. Denn alle wesentlichen Werkzeuge sind an Ort und Stelle, verräumt und auffindbar. Eine große Verbesserung zum Chaos der letzten zwei Wochen.
Wobei, das Chaos ist ja eigentlich nur eine Etage tiefer gewandert. Aber egal, das wird schon.


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