Samstag, 6. Juni 2020

es werde Licht (und diverser Kleinkram)

Eigentlich neige ich ja nicht dazu die Wartung meiner Fahrzeuge zu verschleppen. Beim Golf bestand diesmal aber akuter Wartungsstau. Eigentlich wäre das Auto im März dran gewesen, aber nunja: Besser ein Vierteljahr zu spät als nie.
Mit Zugriff auf eine Hebebühne sind diese Dinge ja alle nicht weiter dramatisch. Ölwechsel, der Tausch sämtlicher Filter und eine allgemeine Durchsicht sind so schnell und bequem zu erledigen. Allerdings stand auch noch etwas auf dem Programm, das so gar keinen Spaß macht: ein neuer Vergaserflansch.
Dieses Teil ist einer der ganz wenigen Schwachpunkte der 1,8-Liter VW-Motoren der 90er Jahre. Der Wechsel ist ansich auch nicht weiter dramatisch, allerdings sind sowohl der Einspritzkopf als auch der Flansch grundsätzlich übelst versifft.
Aber nunja, auch hier sollte die nächsten Jahre wieder Ruhe sein. Letztlich begeistert mich der Golf immer wieder: Technisch simpel und ungeheuer Zuverlässig und solide. Was will man eigentlich mehr?

Technisch simpel ist auch der Bajaj Sunny, der demnächst noch neue Reifen kriegen soll. Darum habe ich gestern noch bei Michael rein geschaut, um die Reifen von zwei guten Felgen aus dem Schlachtfundus abzuziehen.
Allerdings kapitulierte die Montiermaschine vor den 30 Jahre alten, indischen Rundlingen. Manchmal ist dann eben doch die Flex das richtige Werkzeug um Reifen zu demontieren.
Die Felgen sind immerhin in gutem Zustand, allerdings will ich sie nicht so wie sie sind montieren. Der Sunny ist ein Oldtimer, also hat er etwas mehr als die übliche "funktioniert doch, also ists gut" Behandlung verdient.
Das kleine Bisschen Rost an den Felgen soll nachhaltig gestoppt werden, darum dürfen diese erstmal ein Fertan-Bad nehmen. An dieser Front geht es dann demnächst weiter.
Aktuell ist mal wieder der Spirit in der Werkstatt zu Gast. Nach den letzten Instandsetzungen wurde seine Besitzerin leider in einen Auffahrunfall verwickelt. Nichts dramatisches, aber scheinbar klebt das Pech doch wie Dreck an der Karre.
Kaputt ist definitiv der Luftfilter, außerdem verliert der Roller schon wieder Getriebeöl. Viel schlimmer ist aber, dass er nicht mehr anspringt.
Die Ursache dafür, die wohl auch mit dem Crash zusammenhängt, ist ein gerissener Ansauggummi.
Eine ärgerliche Sache, aber leider nicht zu ändern. Hier ist erstmal warten auf Neuteile angesagt.

Hauptarbeit des Tages war allerdings ein mir deutlich sympathischeres Fahrzeug: Der F12.
Zwar läuft der Roller aktuell sehr gut und absolut zuverlässig, aber es gibt ein kleines Problem mit der Beleuchtung. Das Abblendlicht flackert und geht immer wieder aus.
Eine lästige und nicht ganz ungefährlicher Sache, die den Roller schon länger plagt. Tatsächlich war dieses Problem einer der Gründe, warum er seinerzeit abgestellt wurde.
Im Fahrversuch habe ich gemerkt, dass sich das Licht zum Anbleiben zwingen lässt, wenn man den Schalter mit Gewalt festhält. Also ist wohl der Umschalter das Problem. Eine gute, gebrauchte Schaltereinheit war zwischenzeitlich in der Post.
Die Verkabelung des Schalters ist allerdings, nun drücken wir es mal freundlich aus, unglücklich gelöst. Denn der Schalterkabelbaum verläuft vom Lenker bis tief hinter die Frontverkleidung, wo er zwischen Hauptkabelbaum und Scheinwerfer gesteckt wird. Um den Schalter zu tauschen muss die komplette Front runter, was beim F12 ein riesen Aufriss ist. Schön gelöst ist das definitiv nicht.
Letztlich war es aber ganz gut, denn so habe ich gesehen, dass eine der Scheinwerferbefestigungen an der Frontmaske abgebrochen waren. Die übliche Mischung aus Superkleber und Backpulver sorgt hier nun wieder für Stabilität.
Der F12 hat Linsenscheinwerfer mit H3 Leuchtmitteln von jeweils 55W, für einen Roller eine ungewöhnlich starke Beleuchtung (mit der man aber trotzdem nix sieht ...). Die volle elektrische Last liegt auf sehr dünnen Kabeln und dem Schalter. Entsprechend ist es kaum verwunderlich, dass der Lichtschalter nach all den Jahren den Geist aufgegeben hat. Außerdem war der Scheinwerferkabelbaum stellenweise arg marode. Insbesondere auf der, durch Dauerbetrieb besonders belasteten, Abblendlichtseite.
Der Kupferfraß saß so tief im Draht, dass es ein wenig neues Material brauchte.

Damit funktioniert das Abblendlicht wieder zuverlässig.


Zum Zusammenbau bin ich dann aber aus Zeitmangel nicht mehr gekommen.



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