Samstag, 18. Januar 2020

Luigis neue Schuhe

Gestern stand ja der Werkstatttermin bei Michael auf dem Programm. Neue Hinterreifen aufziehen, Service machen und leider auch Bestandsaufnahme nach dem Unfall von Vorgestern.
Grundsätzlich wären die Wartungsarbeiten auch in meiner Werkstatt machbar, aber bei Michael steht eine Hebebühne, mit der man die TM anheben kann. Ein wertvolles Hilfesmittel, um einmal einen Blick unters Blech zu werfen.
Positiv ist, dass die Karosserie noch immer in gutem Zustand ist. Ungeachtet der Unkerei vieler Zeitgenossen, ist diese TM offenbar doch kein völliger Rosteimer. Auch ansonsten passt alles. Die "Donuts" der Antriebswellen braucht es demnächst noch neu, dann steht dem frischen TÜV im Februar nichts mehr im Wege.
Mit neuen Reifen und frischem Öl im Motor, sowie den anderen Servicearbeiten abgehakt, ging es dann an die Schadensaufnahme. Es scheint, als wäre doch einiges zu Bruch gegangen. Sicher fahrbar ist die Ape wohl vorläufig trotzdem, aber eine Zeitnahe Instandsetzung ist dennoch angeraten. Jetzt heißt es warten, auf Michaels genauen schriftlichen Voranschlag und dann auf die Reaktion der Versicherung.





Von Michael aus ging es dann natürlich noch in die Rollerhölle. Denn auch dort wartete Arbeit.

Der Ovetto läuft zwar wieder, aber zum Zusammenbau war ich letztens nicht mehr gekommen. Ganz bewusst nicht, denn es sollen noch ein paar Nebenarbeiten erledigt werden. So fehlte zum Beispiel noch das LED-Rücklicht. Das rare Teil mit Zulassung (!) gab es nur kurze Zeit, ich habe glücklicherweise noch eines und wollte es unbedingt in den neuen Roller übernehmen. Wer schonmal eine Rücklichtbirne beim Ovetto getauscht hat, der weiß auch warum.
Anschließend war zumindest die linke Seite des Rollerhecks bereit für den Zusammenbau.

Hier ist jetzt soweit alles fertig. Doch bleibt noch immer das mysteriöse Problem mit der Hinterradbremse. Zur Erinnerung: Die Bremse schlägt bei Bodenwellen an, bis hin zum kurzzeitigen Blockieren des Hinterrades. Außerdem lässt sie sich fast garnicht einstellen. Das ist nicht nur nervig, es ist schlicht lebensgefährlich.
Den Bowdenzug, den ich anfänglich für die Ursache gehalten habe, kann ich mittlerweile als Fehlerquelle ausschließen. Es bleibt eigentlich nur die Bremse selbst, möglicherweise die Bremstrommel. Felgen zum Ausprobieren habe ich zum Glück genug herumliegen.
Doch auch mit anderen Felgen ändert sich nichts daran, dass man den Stellknebel extrem weit eindrehen muss. Meiner Meinung nach bleiben jetzt eigentlich nur noch die Bremsbacken als Fehlerquelle übrig. Zwar sind diese neu und haben grundsätzlich die korrekte Größe, aber man weiß ja nie. Zur Sicherheit sind jetzt erstmal neue bestellt, bis die gekommen sind ist natürlich wieder Baustopp.


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