Sonntag, 20. Mai 2018

Tour: Burgen in Ostbayern Teil 4, Neunburg vorm Wald und Nabburg

Vor einigen Jahren habe ich die Tourenserie "Burgen in Ostbayern" angefangen, eine kleine Sammlung von Tagestouren zu den schönsten Burgen der Region. Natürlich kann und will so etwas nie vollständig sein, darum ging es heute einmal wieder auf die Straße, ein paar "neue" Burgen entdecken. 

Regensburg verlässt man beim Industriegebiet Haselbach in nördlicher Richtung am besten über Kürn. Die Höhenstraße durch die Ausläufer des Oberpfälzer Waldes ist deutlich angenehmer zu fahren, als die B15 über Regenstauf. Der weitere Streckenverlauf, quer durch das Regental bei Nittenau und weiter nach Bodenwöhr führt durch eine grüne, gewellte und ungeheuer wasserreiche Region.
Bodenwöhr mit seinen zahlreichen, miteinander verbundenen und von dichtem Wald gesäumten Seen wäre schon ein lohnendes Tourziel. Allerdings müsste man schon ein Boot im Gepäck haben, um die Schönheit dieses Ortes wirklich zu würdigen. Da mein Roller aber leider nicht schwimmen kann, bleibe ich auf der Nebenstrecke in Richtung Neunburg vorm Wald.

Auf einer Anhöhe im Ortskern liegt die Burg Dürnitz, auch Schloss Neunburg genannt. Im Jahre 1017 erstmals urkundlich erwähnt ist sie eine der älteren Burgen der Region. Leider ist nur relativ wenig originale Bausubstanz er halten, dafür ist die Burg bis heute lebendiger Teil des Ortes. Sie beherbergt die Musikschule und ein kleines Museum, außerdem dient sie im Sommer als Kulisse für historische Festspiele.
Für einen Museumsbesuch ist es mir heute aber zu sonnig, bei herrlichem Wetter lockt die Straße und ich lenke den Roller aus dem Ort heraus. In nordwestlicher Richtung, vorbei an Schwarzhofen und dem besonders malerischen Ort Altendorf geht es nach Nabburg. 
Hier lockt keine Burg im eigentlichen Sinne, denn diese gibt es schon lange nicht mehr. Die Stadt entstand einst rund um eine frühmittelalterliche Burg, deren spärliche Überreste heute unter der Altstadt begraben liegen. Dafür ist die, auf einem Hügel gelegene und malerisch restaurierte, Altstadt noch fast vollständig von den Wehrwerken aus dem Mittelalter umgeben. Die Befestigungen gaben der Stadt einst Schutz, heute sind sie Teil eines Grüngürtels mit Rundweg und herrlichem Weitblick über das Naabtal und den Oberpfälzer Wald.

Hier ist es gut sein und ich fahre erst nach einem gemütlichen Mittagessen weiter. Nicht auf dem direkten Weg über die B15 zurück nach Regensburg, sondern über die wunderbar gewundene Nebenstraße über Schmidgaden nach Amberg. Von dort aus führt die Vilstalstraße, vorbei an Kümmersbruck und Schmidmühlen nach Kallmünz. Hier treffe ich die Naab wieder, die ich bei Nabburg verlassen habe. Ihr folge ich, bis fast zu ihrer Mündung in die Donau und erreiche damit wieder Regensburg.

Eine schöne Runde, auch wenn man sich den Besuch der Burg von Neunburg und der Altstadt von Nabburg spart, denn Landschaft und Strecken der Region sind für sich schon ein Genuss.





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