Freitag, 12. Februar 2016

Puchal: neu verkuppelt und gesattelt

Die großen Ersatzteile für die X30 kamen schon vor ein paar Tagen aus den Niederlanden bei mir an, heute war außerdem die Buchse für die Kupplung in der Post.
Im direkten Vergleich zur alten Buchse ist zu erkennen, wie stark diese bereits verschlissen war. Die Laufspuren sind mehr als nur deutlich. 
Auf der Kurbelwelle war entsprechend viel Abrieb vom Buntmetall der Buchse, dieses lies sich jedoch problemlos mit etwas Schleifleinen und Öl entfernen. Hier wird ein Vorteil klassischer Gleitlager deutlich: das Buntmetall dient als "Opferschicht" zwischen den Stahlteilen und verhindert somit Schäden an diesen. 
Dank der sehr guten Arbeit der Dreherei, sitzt die neue Buchse perfekt saugend auf der Kurbelwelle. Zeit die Kupplung wieder einzubauen und zu prüfen, ob der Rundlauf wieder stimmt.
Die Reparatur war also erfolgreich, die Kupplung läuft wieder sauber und somit sollte sie, eigentlich, auch wieder ordentlich funktionieren. 
Genau das tut sie jetzt auch, zumindest im "Standversuch". Eine Probefahrt konnte ich jedoch nicht unternehmen, denn ich hatte kein Getriebeöl für den Motor mehr da. 


Das Ersatzteilpaket aus Holland enthielt auch einen neuen Auspuff, dessen Montage stand als Nächstes auf dem Programm.
Ein Reststück Hitzeschutzband vom Sferaprojekt habe ich hier auch noch verwendet, wenn das Zeug schon mal da ist, dann kann man es auch verwenden. Ausserdem reduziert es hier hoffentlich die thermische Belasung des Motors bei den bevorstehenden Bergfahrten. 
Aufmerksamen Lesern fällt sicher auf, dass es sich um einen Auspuff für eine Maxi handelt, dieser kleine Kunstgriff ist leider nötig, denn neue Auspuffanlagen für die X30 sind nicht mehr zu bekommen. 

Neben dem Auspuff, der nicht unbedingt notwendig gewesen wäre, war natürlich der Austausch des Sattels ein wichtiger Punkt auf der Arbeitsliste. 
Das Foto zeigt schon, in welch schlechtem Zustand der alte Sattel war. Dazu war das Teil wie gesagt extrem unbequem und für eine lange Reise auf keinen Fall zu gebrauchen. Also weg damit!
Der Nachbau des Originalsattels vom Puchshop in den Niederlanden (puchshop.de Artikelnummer 170030) ist für den relativ niedrigen Preis wirklich gut, lediglich die Verarbeitung der Zierleiste ist nicht ganz auf Originalniveau. Viel wichtiger ist aber, dass sich der Sattel bereits bei der ersten Sitzprobe als überaus komfortabel erwiesen hat. 

Als letzter Posten aus der Ersatzteillieferung stand dann das Teil auf dem Programm, auf das ich am meisten gespannt war. Vom Puchshop (und nach meinem Wissensstand auch nur dort) wird ein LED-Einsatz für das kleine Serienrücklicht angeboten. Ein klassischer Schwachpunkt aller Mofas ist das winzige 1,5W Birnchen im Rücklicht, dieses brennt sehr leicht durch. Hier soll die LED-Platine Abhilfe schaffen. 

Die mitgelieferte Einbauanleitung ist leider nur auf Niederländisch, was bei zwei Kabeln (rot and die Speiseleitung, schwarz an den Massekontakt) aber nichts macht. Der Einbau ist tatsächlich sehr simpel und das Teil funktioniert gut. 
Das kleine Rücklicht ist bei vielen Mofas verbaut, entsprechend interessant dürfte dieses Produkt für viele Mofafahrer sein. Die Artikelnummer bei Puchshop.de lautet 140022, das Bauteil kostet 14,90€ (Stand: 12.02.2016). 
Anzumerken ist noch, dass die Platine kein Prüfzeichen hat, somit also keine Straßenzulassung besteht. Im Dienste der Sicherheit ist das für mich aber hinnehmbar. Die Originale Fassung und das Birnchen werde ich aber sicherheitshalber ins Bordwerkzeug legen.








Schraubertipps: Vorsicht vor gefälschten Zündkerzen!

Gerade bin ich im RTP-Forum über einen sehr interessanten Thread gestoßen. Darin geht es um ein mir bisher unbekanntes Problem: gefälschte Markenzündkerzen.
Scheinbar tauchen in letzter Zeit vermehrt minderwertige Fälschungen von Zündkerzen bekannter Hersteller auf. Diese minderwertigen Bauteile können Probleme Verursachen und erhebliche Schäden hervorrufen. 

NGK und Denso haben daher auf ihren Webseiten Informationen zum Erkennen von Fälschungen veröffentlicht:

Aus meiner eigenen Werkstattpraxis kenne ich das Problem bisher nicht, aber ich werde dennoch in Zukunft die Augen offen halten. Falls jemand weitergehende Informationen zu diesem Thema hat, würde ich mich über eine Zuschrift diesbezüglich freuen. 




Donnerstag, 11. Februar 2016

Project X: Verwickeltes ganz zum Schluss

Gestern waren die letzten Teile für die Sfera in der Post. Der Auspuff und das Wickelband waren die letzten Teile, die nötig waren um den Roller endgültig fahrtauglich zu machen.
Wie man sieht ist die Wahl auf den ultimativen Klassiker gefallen: ein Sito Plus wird absofort die Abgase des Rollers entsorgen. Allerdings tut er dies nicht, wie normalerweise üblich, durch einen Hitzeschild aus Plastik abgeschirmt. Auch an dieser Stelle sollte es beim Project X etwas Besonderes sein, darum habe ich den Auspuff mit klassischem Hitzeschutzband eingewickelt. 
Auch dies ist natürlich wieder so eine Sache, an der sich die Geister scheiden werden. Mir gefällt die Optik einfach, auch wenn es natürlich aus technischer Sicht schwachsinnig ist, den Auspuff eines Fuffirollers zu behandeln. 
Nachdem der Auspuff dran war, habe ich noch die Soziusfußrasten entfernt, da der Roller als Einsitzer typisiert werden soll, brauche ich diese nicht.

Natürlich hinterlassen die fehlenden Fußrasten wieder unschöne Löcher in der Verkleidung. Noch ein Einsatzort für das Lösungsmittel Nummer eins bei Stylingproblemen an einem Roller der im Stil der 90er aufgebaut wird: Racinggitter!

Diese Teile zu formen ist sogar eine kleine Herausforderung, zumindest schwieriger, als die simple Vergitterung der Löcher in der Wartungsklappe. 

Soweit zusammengebaut, war es an der Zeit, den Roller zum ersten Mal zu fahren! Ein besonderer Moment, vor allem bei einem Fahrzeug, das ich bisher nur ein paar Meter auf dem Hof der Werkstatt fahren konnte. Glücklicherweise hatte ich heute Zugriff auf ein rotes Versicherungskennzeichen und konnte den Roller somit einige Kilometer probieren. Trotz Regenwetter ein wunderschönes Erlebnis! Die Sfera läuft hervorragend, zieht sauber durch und ist von einer fast unglaublichen Laufruhe. Ein absolut gelungener Roller, ich bin begeistert. 

Auch den ersten Tankstopp hat der Roller heute gesehen, bevor es, gründlich eingesaut, zurück zur Werkstatt ging. Hier zeigte sich dann auch gleich ein kleiner Nachteil des Hitzeschutzbandes im Alltagsbetrieb: das Zeug zieht Wasser!
Der Roller rauchte dermaßen, dass die Nachbarin besorgt ankam und dachte, das Fahrzeug habe Feuer gefangen. Egal, eine kurze Erklärung später war sie beruhigt und ich konnte dei Sfera wieder in die Garage schieben. Einige Kleinigkeiten müssen noch erledigt werden, dann kann ich den Roller zum Saisonstart am 1. März versichern.







Dienstag, 9. Februar 2016

Roter Baron: Erleuchtendes

Der Rote Baron ist ja eigentlich ein recht dankbarer Roller, typisch Vespa eben, robust und zuverlässig. Daher war auch in diesem "Winter" (eigentlich in diesem kalten Zweitsommer) nicht wirklich viel daran zu tun. Neben der Kupplung nervt nur ein kleines Problem: Ein sporadisch auftretender Kurzschluss beim Umschalten auf Fernlicht.

Grund für dieses, bei der PX häufiger auftretende Problem, ist eine brüchige Isolierung der Leiterplatte am Scheinwerfer. Die Leiterplatte für den Biluxscheinwerfer ist jedoch neu nicht mehr erhältlich und Gebrauchtteile sind meist ebenfalls defekt. Hier hilft nur der Umbau auf den Klarglasscheinwerfer der Milenium-Modelle.

Also raus mit der alten Funzel!




Den Klarglasscheinwerfer gibt es in zwei Qualitäten. Einmal die günstige Lösung mit dem Teil der LML-Star und einmal die Originallösung von Piaggio (Hergestellt von Triom, wie der Originalscheinwerfer). Für zweiteres habe ich mich entschieden, die Qualität des Triom-Scheinwerfers ist einfach besser. 

Optisch ist das moderne Teil an einem so alten Roller natürlich gewöhnungsbedürftig. Ich gebe zu: mir gefällt es überhaupt nicht, aber die Lichtausbeute des modernen HS1-Leuchtmittels ist natürlich erheblich besser als bei der originalen Biluxfunzel.







Immerhin ist der Baron jetzt eigentlich fertig und bereit, um in die neue Saison zu starten. Lediglich die Seitenhauben liegen noch immer bei einer befreundeten Künstlerin und sollen ein neues Design bekommen. Hoffentlich kriege ich sie bald wieder, ich würde doch gerne rechtzeitig zum 1. März wieder mit der PX fahren können.




Project X: die letzten Feinheiten

Nach der Pleite mit dem Seitenteil ging es heute an der Sfera weiter. Die neue Lackierung der Verkleidung war trocken, es war also an der Zeit, sich auf die letzten Feinheiten zu stürzen.
Was mich bei diesen Rollern immer etwas stört, ist die große, nackte Fläche der "Wartungsklappe" unter der Sitzbankspitze. Das Teil ist praktisch und erfüllt seinen Zweck, keine Frage, es sieht aber auch irgendwie seltsam billig aus, ein großer Plastikfetzen ohne besonderes Feature einfach.

Nun soll die Optik der Sfera ja ganz bewusst Anleihen bei Styling klassischer Rennroller der 90er Jahre nehmen. Bei Piaggio-Racern in dieser Zeit, wurde bisweilen ein Zusatzkühler im Hohlraum vor dem Zylinderblock montiert, um diesen mit Luft zu versorgen, waren Belüftungslöcher in diesem Bereich recht verbreitet. 


Bei einem luftgekühlten Motor sind diese natürlich sinnlos, aber mir gefällt die Optik. Typisch 90er darf natürlich feinmaschiges "Renngitter" in diesem Bereich nicht fehlen. 
Ähnlich wie mein Lenkerspiegel ist das sicher nicht jedermanns Sache, mir gefällt es aber.

Für das kleine Problem der Nabendeckel, die neu nicht mehr zu einem vernünftigen Preis zu bekommen sind, habe ich außerdem eine Lösung im großen Piaggiobaukasten gefunden. 
Die Metallnabendeckel der PX Lusso (dort für das Hinterrad vorgesehen) passen bei der Sfera ganz hervorragend an beiden Rädern. Auch so ein kleines Detail, das mir richtig gut gefällt.





Montag, 8. Februar 2016

Black Bomber: so sieht man sich wieder

Seit ich den "Bomber" an Kristof verkauft habe sind ettliche Monate ins Land gezogen. Heute habe ich den Roller zum ersten Mal wieder gesehen. Nach der Winterpause sprang er nicht mehr an, darum bat mich der jetzige Besitzer um Hilfe.




Der Roller hat mitlerweile eine sehr liebenswürdige Patina angesetzt, langsam reift er zu einer echten Ratte. Der Aufwand ihn wieder zum Leben zu erwecken war minimal und Kristof hat immer noch ein breites Grinsen im Gesicht, sobald er mit dem TPH losfährt.
Es freut mich sehr, dass ihm der Roller Freude bringt und wünsche ihm weiterhin gute Fahrt!

Sonntag, 7. Februar 2016

Nachbereitung: Zweitaktfreunde Stammtisch im Februar

Der heutige Stammtisch der Zweitaktfreunde brachte eine Premiere. Zum ersten Mal trafen wir uns im Restaurant Bel Mare in Augsburg-Gersthofen. Der alte Treffpunkt im Miss Pepers Diner in Dasing hat sich leider als immer unpraktikabler herausgestellt. Insbesondere die Servicequalität dort war zuletzt nicht mehr überzeugend, daher der Wechsel.

Ab sofort finden der ehem. Dasinger, also jetzt Augsburger, Stammtisch im Restaurant Bel Mare statt. Die neue Adresse lautet:

Bel Mare
Unterer Auweg 12
86169, Augsburg (Gersthofen)

Ansonsten bleiben die Zeiten und der Treffpunkt in Regensburg gleich. 

Termin: 7. Donauwörther Oldtimertag am 27. August 2016

Am 27. August findet der siebte Donauwörther Oldtimertag statt.

Ab 8 Uhr treffen sich die Freunde von Old- und Youngtimern aller Klassen (Mindestalter: 20 Jahre) in der Innenstadt von Donauwörth, die anlässlich des Stadtfestes für den sonstigen Verkehr komplett gesperrt ist. Neben dem allgemeinen Oldtimertreffen, finden ein Auditreffen, das Franzosentreffen, sowie die Treffen der luftgekühlten VWs und der Marke DeLorean statt. Es ist also wie immer für ein reichhaltiges Programm gesorgt.

Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.oldtimertag-donauwoerth.de 




Donnerstag, 4. Februar 2016

Project X: Endspurt mit Hindernis

Heute habe ich die Räder der Sfera vom Reifenhändler abgeholt. Mit zwei frischen Heidenau K61 Racer machen die Rundlinge richtig was her, passt vom Stil her perfekt zum Roller und sollte, zumindest auf trockener Fahrbahn, auch gut fahren. 
Dass der K61 kein wirklich guter Regenreifen ist, ist bei einem Roller der wohl nur äusserst selten bei schlechtem Wetter fahren wird zu verschmerzen. Die Sfera soll ja ein reiner Spaßroller für schöne Tage werden, da ist dann Optik manchmal wichtiger als Praktikabilität.
Nachdem die Reifen auf dem Roller waren, wollte ich eigentlich die Karosserie komplettieren. Leider ist mir dabei die linke Seitenverkleidung aus der Hand gefallen und zerbrochen. Also einer jener Vorfälle, bei denen man sich erstmal vor Wut selbst in den Hintern treten möchte. 
Was tun? Die Verkleidung ist kaputt und völlig zerkratzt, so kann sie unmöglich an den Roller. Eine andere, gebrauchte Seitenverkleidung kaufen ist als langfristige Lösung wohl unausweichlich, aber der Roller soll ja auch fertig werden. Nun ist die Schadstelle glücklicherweise an einem Ort, der nicht direkt im Blickfeld liegt, also kann es auch erstmal eine Reparaturlösung sein.

Bewährt hat sich in solchen Fällen, den Schadhaften Bereich mit einem Alublech zu hinterlegen und dieses mit Blindnieten zu befestigen. Natürlich muss jetzt noch das Verkleidungsteil neu lackiert werden, durch die Zweifarbigkeit der Seitenteile etwas aufwändiger. 
Geschliffen ist es natürlich schnell, dafür muss jetzt halt erstmal der blaue Decklack trochnen, damit ich diesen abkleben und den schwarzen Bereich nachspritzen kann.
Zum Schluss konnte ich dann der Versuchung nicht wiederstehen, den Roller vor die Werkstatt zu schieben und mal Fotos bei Tageslicht zu machen.

Also mir gefällt was ich da sehe ...








Mittwoch, 3. Februar 2016

Project X: auf der Zielgeraden

Langsm wächst die Sfera zusammen und tatsächlich: seit heute liegen die Räder beim Reifenhändler, die letzte große Baustelle ist also nur noch der Auspuff. 

Die Karosserie konnte ich nämlich gestern Abend soweit fertigstellen. 

Ja, das hat was. Mir gefällt der Roller richtig gut und ich kann es kaum erwarten, ihn bei Tageslicht zu sehen und gute Fotos davon zu machen. Vor allem aber: ICH WILL ENDLICH FAHREN!



Montag, 1. Februar 2016

Puchal: Kupplungsarbeit

Die Puch macht seit einiger Zeit Probleme mit der Kupplung. Genauer gesagt trennt diese nicht mehr richtig und saubere Gangwechsel sind praktisch unmöglich. Zeit also sich einmal mit diesem Teil des Fahrzeugs näher zu befassen.

Sieht man sich die Mechanik der Kupplungsbetätigung an, dann ist hier schon eine Fehlerquelle erkennbar. Der Bowdenzug ist nicht richtig geführt, er stützt sich nur auf dem Kupplungsdeckel ab. Eine optimale Lösung ist das zweifelsohne nicht. Den Werksunterlagen zufolge gehört es aber  tatsächlich so. 
Nachdem das Getriebeöl abgelassen und der Kupplungsdeckel abmontiert sind, zeigen sich die Innereien in relativ gutem Zustand. 
Beim Durchdrehen des Motors ist jedoch deutlich zu erkennen, dass die Kupplung eiert. Dies kann einer sauberen Funktion natürlich nicht zuträglich sein.
Hier liegt zunächst die Vermutung nahe, dass sich die Kurbelwelle verzogen hat. Nach Demontage der Kupplung zeigt sich jedoch, dass diese sauber läuft. 
Natürlich ist in diesem Moment die Erleichterung groß. Die demontierten Kupplungsteile liegen jetzt erstmal bei Heinz Liedl zwecks Überprüfung des Zustandes. Entweder ist der Kupplungskorb verzogen oder die Bronzebuchse auf der er läuft schadhaft.

Project X: jetzt wirds bunt!

Nach dem Rückschlag mit dem Variodeckel ging es heute mit den Lackierarbeiten an der Sfera weiter. Wichtig dabei war natürlich zunächst der Antriebsdeckel, denn dieser hatte ja Probleme gemacht. 
Mitlerweile glaube ich zu wissen, was das Problem verursacht hat. Ich hatte den Variodeckel gewohnheitsmäßig mit Bremsenreiniger entfettet und dabei vermutlich Schmierfett aus dem Kickstarterantrieb ausgespült. Dieses Fett hat dann dazu geführt, dass der Lack stellenweise nicht auf der Grundierung hielt. 
Egal, so kann das natürlich nicht bleiben, also muss die Farbe in den betroffenen Bereichen wieder runter. 
Anschließend nochmal (sehr vorsichtig) entfetten und Grundierung drauf.
Nachdem diese dann hielt habe ich den Decklack diesmal "nass in nass" aufgesprüht und siehe da: es funktioniert!
Der Variodeckel ist jetzt so schön schwarz wie ich ihn haben will. Das hebt die Laune doch gleich ungemein.
Die Plastikteile der Front und das Heckstück haben dann auch noch ihren Anteil an Farbe abbekommen. Diesmal gab es auch keine Komplikationen und es ist zu erwarten, dass ich den Roller noch diese Woche fertigmachen kann, zumindest was die Karosserie angeht. 






Donnerstag, 28. Januar 2016

Project X: Schwarzmalerei und Abstoßendes

Viel Zeit hatte ich heute nicht zum Schrauben, aber genug um ein bisschen an der Sfera weiter zu arbeiten und mich um die Felgen und den Variodeckel zu kümmern.
Insbesondere die Hinterradfelge war in ziemlich verkommenem Zustand. Sie stammt aus dem Schlachtzip, der den Motor gespendet hat und ich kann daher über die Vorgeschichte des Teils nichts sagen. Nur eines ist klar: diese Felge hat schon ziemlich viele Abenteuer erlebt!
Letztendlich ist das aber alle nichts, was man mit Drahtbürste, Sandpapier, etwas Geduld und mattschwarzer Farbe nicht hinbekommen würde. Also ran an den Speck, auch wenn ich diese Arbeit wirklich nicht ausstehen kann.
Zwei Stunden schleifen (an beiden Rädern) und etwa eine Minute Lackieren später sehen die Räder wieder recht vorzeigbar aus und müssen nur noch trocknen. Nächste Woche geht es dann zum Reifenhändler um neue  Gummis aufziehen zu lassen.
Die Lackierung des Variodeckels hingegen gibt noch ein kleines Rätsel auf. Hier legte sich der Lack zunächst wie gewohnt sauber auf die bereits grundierte Oberfläche. An einigen Stellen zog er sich dann aber zusammen, offenbar haftet er nicht sauber. 
Grundsätzlich bin ich auch hier auf bewährte Weise vorgegangen und habe mit erprobtem Material gearbeitet. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was da schief gegangen ist, aber es hilft nix. An den Variodeckel muss ich nochmal ran. Wenn die verdorbene Lackierung getrocknet ist, dann muss ich ihn wohl nochmal abschleifen und grundieren. Schade, aber auch solche Rückschläge gehören zur Schrauberei dazu.