Sonntag, 26. Januar 2020

Vorbereitungen und Ursachenforschung

Der Chokehebel für den Ovetto ist ein ärgerliches Problem. Aber immerhin, es ist mir gelungen, einen Lieferanten zu finden, der den Hebel noch im Lieferprogramm hat. Hoffentlich funktioniert das, denn offiziell ist das Teil ja entfallen.
Bis das Neuteil geliefert wurde, ist natürlich Zeit den Einbau vorzubereiten. Also einmal Lenker-Strip und raus mit dem Altteil.
Die Seilrolle für den Chokezug ist mit zwei kleinen Schrauben am Lenker befestigt. Um an die vordere zu kommen, muss die Bremsarmatur abgebaut werden. Außerdem muss natürlich der Griffgummi ab. Da der Ovetto ohnehin neue Griffe bekommen sollte nicht weiter dramatisch.
Die Seilrolle ist noch in Ordnung, denn auch sie ist natürlich nicht mehr verfügbar.
Das Griffstück selbst ist, bis auf den abgebrochenen Hebel. In gutem Zustand. Hier würde sich notfalls sogar ein Rettungsversuch lohnen. Hersteller ist übrigens Domino, OEM-Nummer 2171. Der Chokehebel kam als Gleichteil auch bei einigen Aprilia-Rollern der 90er Jahre zum Einsatz. Unter anderem beim SR50, beim Sonic und beim Amico. Aus diesem Bereich stammt auch das georderte Ersatzteil.
Der Chokezug ist ein Normalzug mit Tonnennippel. Das ist gut, denn es erlaubt notfalls auch den Umbau auf einen universellen Chokehebel. Aus Ersatzteilmangel ist an dieser Stelle dann aber erstmal Feierabend.

Neben dem Ovetto steht aber auch noch der BW's in der Werkstatt. Dieser ärgert mich schon länger mit unsauberem Motorlauf und extrem schlechtem Kaltstart. Nachdem er jetzt gut drei Monate gestanden ist, habe ich versucht ihn anzulassen. Wie erwartet sprang er nur mit Starthilfespray an.
Aber selbst wenn er läuft, zieht er nicht richtig und bringt nur ungleichmäßig Leistung. Das liegt zum Teil sicher am noch immer verbauten Rennauspuff, aber es muss eben noch weitere Probleme geben. Leider sind die Ur-BW's furchtbar verbaut, für eine gründliche Durchsicht muss der Motor raus.
Ich hatte den Motor bisher nicht ausgebaut, aber es war ein Kampf. Nicht nur, dass der Motorbolzen brutal eingerostet war, auch die beengten Platzverhältnisse am Fahrzeug machen die Sache nicht leichter. Auf der Werkbank ist es aber endlich möglich, all die bisher verschleppten Baustellen anzugreifen.
Positiv ist, dass der seinerzeit erneuerte Zylinder noch immer dicht ist. Kein Ölschlamm aus der Fußdichtung mehr.
Die Probleme mit dem elektrischen Anlasser erklärt möglicherweise der völlig verwüstete Freilauf. Hier ist ein Neuteil fällig.
Der antriebsseitige WeDi ist dicht, aber vermutlich noch der erste, also 28 Jahre alt. Hier kommt auch ein Neuteil rein.
Auf der Zündungsseite sieht es nicht ganz so gut aus. Hier ölt der Motor sichtbar, außerdem ist auch dies wohl noch der originale WeDi. Ein neuer Dichtringsatz steht also schonmal auf der Einkaufsliste.
Auf der Werkbank ebenfalls besser zu machen als am Fahrzeug ist das Hauptständerproblem. Mein erster Versuch einer Reparatur ist ja fehlgeschlagen. Jetzt wo man ordentlich hinkommt gibt es erneut einen Versuch mit einem "Eigenbau-Reparatursatz". Dazu aber beim nächsten Mal mehr.
Für heute bleibt erstmal ein motorloser BW's in der Werkstatt stehen. Ein paar Kleinteile sind bestellt, also geht es auch hier bald weiter.


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