Freitag, 24. Januar 2020

ein Rätsel bleibt

Die neuen Bremsbacken für den Ovetto waren die Tage in der Post. Zeit sich wieder mit dem Rätsel der Hinterradbremse zuzuwenden.
Das Maß der Bremsbeläge stimmt allerdings mit dem der alten überein. Knapp 105mm ohne die Mimik, also mit die vorgesehenen 110mm. Trotzdem habe ich die neuen Backen eingebaut, einfach um zu sehen was passiert.
Wie zu erwarten hat sich dadurch nichts geändert. Weder mit dem Malaguti-Hinterrad noch mit dem originalen. Es liegt also weder am Zug noch an der Trommel noch an den Backen.
Um überhaupt Bremswirkung zu erzielen, muss die Einstellschraube derart weit auf den Zug gedreht werden, dass sich Fahrwerksbewegungen in die Bremse übertragen. Bei starkem Einfedern blockiert das Hinterrad sogar komplett.

Als Fehlerquelle bleibt jetzt eigentlich nur die Bremsmimik selbst übrig. Ein unwahrscheinlicher, aber in diesem Fall eben möglicher, Fehler. Hier habe ich dann heute nicht mehr weiter gemacht, denn ich will erst etwas zu diesem Thema recherchieren. Spannender war eher die Frage, ob der Roller überhaupt wieder vernünftig fährt.
Immerhin das tut er. Sogar fast besser als vor dem Ausfall wegen des defekten WeDi. Insofern ist die Sache also wirklich erfolgreich. Allerdings trat dann gleich noch ein Problem auf.
Der Chokehebel war schon beim Vorbesitzer abgebrochen und durch eine Schraube ersetzt worden. Dieses Provisorium hat heute beschlossen, dass es nicht mehr mag. Zum Bremsproblem kommt also noch akuter Bedarf für einen neuen Chokehebel. Ein Teil, das bei Yamaha leider nicht mehr lieferbar ist.

Zum Glück ist der Ovetto ja nicht der einzige Patient in der Werkstatt. Der Rote Baron brauchte auch noch etwas Zuwendung. Insbesondere in Form eines Reifenwechsels.
Der Hinterreifen war völlig runter, Zeit für einen neuen Gummi aus Heidenau. Allerdings tausche ich bei der PX immer gern die Räder durch, denn der Vorderreifen lebt sonst ewig und wird irgendwann hart.
Der Michelin S83 ist hinten genauso gut fahrbar wie vorne, auch wenn mir Heidenau K58 eigentlich lieber sind. Mit dem aktuellen Profil, wird der Michelin wohl zur Hälfte der Saison fällig sein, das passt eigentlich.
Die kürzlich nachgerüstete Montagestütze kam heute zum ersten Mal wirklich zum Einsatz. Ein wirklich sehr praktisches Teil.
Im Zuge dessen gab es dann natürlich auch gleich einen Ölwechsel. Somit sind die Servicearbeiten an der PX dann auch fertig.
Die bisherige Hinterradfelge ist ziemlich rotte. Aber es ist ein altes Originalteil, das deutlich stabiler ist als die modernen Nachbaufelgen. Darum lohnt es sich, das Teil zu retten.
Bis zum nächsten Werkstatttag darf erstmal eine Schicht Fertan ihre Arbeit tun und den Rost stoppen. Danach kriegen die Felgenhälften eine neue Lackierung und sind demnächst wieder gut zu gebrauchen.

So war es dann doch noch eine erfolgreiche Schrauberaktion, auch wenn ein Rätsel weiterhin bestehen bleibt.

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