Mittwoch, 6. November 2019

Black Bomber, F12 und Glubschi: ein bunter Schraubertag

Bisweilen hat der Mensch Glück und einen freien Tag mitten unter der Woche. Zu den Dingen, die man dann wunderbar tun kann, gehört es zur Werkstatt raus zu fahren und ein bisschen zu Schrauben.
Vor allem stand der TPH auf dem Programm, denn der Roller ist ja immer noch nicht fahrbereit. Eine ärgerliche Sache, allerdings hat mir Roland mal wieder den Tag gerettet. Von ihm habe ich nicht nur einen neuen Nachbauzünder, sondern auch einen Facelift-Scheinwerfer bekommen.
Die Nachbauzündung war dann schnell eingebaut, allerdings ohne Ergebnis. Ganz im Gegenteil, nun hatte der Roller auch keinen Zündfunken mehr. Ein wenig herummessen zeigte dann, dass der neue Hallgeber völlig außerhalb der Toleranzen war. Das kann so nicht funktionieren.
Die alte Zündung war ja auf der Spulenseite defekt. Ursache dafür waren wohl die völlig maroden Kabel. Das zum Hallgeber war allerdings noch gut, darum habe ich dann eben alt und neu kombiniert.
Neuer Zündanker mit altem Hallgeber gab tatsächlich wieder einen, schön kräftigen, Funken.
Angesprungen ist der Roller allerdings auch damit nicht. Das Problem bleibt weiterhin rätselhaft. Der Motor hat im Grunde alles was er braucht, Funke ist da, die Zündkerze wird nass. Es bleibt jetzt eigentlich nur mangelnde Kompression (trotz neuer Kolbenringe) als Ursache übrig. Eine kurze Messung ergab knapp 3bar, grundsätzlich zu wenig, allerdings ist eine solche Messung an einem kalten Zweitaktmotor auch wenig zuverlässig.
Letztlich habe ich an diesem Punkt beschlossen, den TPH erstmal stehen zu lassen. Ich beobachte die nächsten Wochen ein wenig den Fahrzeugmarkt. Wenn mir ein laufender Teileträger zuläuft, dann ist das eben der Weg. Wenn nicht, dann werde ich wohl mal in einem günstigen Nachbauzylinder investieren. Irgendwie frustrierend.

Etwas Frustabbau habe ich mir dann vom F12 erhofft (und letztlich auch bekommen). Der Roller war ja sowieso nahezu fertig und es fehlten nur noch Kleinigkeiten.
Dinge wie die ausgefallene Tachobeleuchtung. Die LED-T5 Birnchen, als Ersatz für klassische Glassockellamperl, wollte ich sowieso schon lange mal ausprobieren. Dies ist nun die Gelegenheit dazu. Als kleine Abweichung vom Originalzustand leuchten diese nun rot statt weiß.
Funktioniert soweit gut. Die Tachoskala ist etwas ungleichmäßig ausgeleuchtet, was aber wohl normal ist. Der linke Teil ist dunkler gefärbt als der rechte. Gut ablesbar ist es aber trotzdem und die rote Beleuchtung gefällt mir richtig gut. Wenn das dauerhaft funktioniert, werde ich wohl auch andere Roller in Zukunft so ausrüsten.
Die Spiegel bekamen anschließend noch eine gründliche Politur, genau wie sie alle anderen Lackteile nebenbei auch schon bekommen hatten. Trotz div. Kratzer sehen sie jetzt wieder richtig gut aus. Die F12-Spiegel sind meiner Meinung nach sowieso mit die schönsten Serienspiegel bei Rollern.
Anschließend konnte dann auch der Windschild wieder an seinen Platz.
Markus Tourenelch, dessen Zwillingsbruder ja auf meinem Ovetto wohnt, kam natürlich auch wieder dran. Frisch gewaschen sieht der kleine Kerl wieder gut aus.
Die letzte Technikbaustelle am F12 war die Hinterradbremse. Ein klassischer Fall von überaltertem Material. Die Beläge hatten noch gute Stärke, waren aber glashart und damit unbrauchbar, entsprechend schlecht bremste der Roller auch.
Nach einem Getriebeölwechsel, der sich ja anbietet wenn das Hinterrad schon raus ist, kamen dann neue Beläge rein.
Die Arbeiten am F12 sind damit soweit abgeschlossen. Der Roller parkt jetzt über den Winter in der Werkstatt und darf im Frühjahr wieder auf die Straße. Etwas, auf das ich mich jetzt schon freue.

Um den F12 zum Laufen zu bringen, hatte ich ja die CDI aus dem Centro geklaut. Eine neue CDI war in der letzten Teilelieferung dabei, weshalb ich dann heute auch noch den zweiten Malaguti angegriffen habe.
Leider sind neue CDI nur noch als Nachbau aus Asien verfügbar, aber diese hier funktioniert tatsächlich. Hoffentlich auch dauerhaft, aber das wird sich dann nächstes Jahr zeigen.
Zudem zeigte der Centro auf den letzten Ausfahrten deutliche Verschleißerscheinungen im Antrieb. Fliehgewichte, Riemen und Kupplung sind auch tatsächlich ziemlich hinüber. Hier gibt es demnächst noch einen Schwung Neuteile. Bei der Kupplung bin ich allerdings nicht sicher, ob ich das Teil original (zwei Backen, 105mm) lasse oder auf den neueren Typ (drei Backen, 107mm) umrüste.
Die größte Baustelle am Centro, die Gabel, habe ich dann heute nicht mehr angegriffen. Das ist eine Sache für das nächste Mal und wird sicher noch spannend.

















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