Dienstag, 18. September 2018

Luigi: mal den Keller aufräumen

Die Ape funktioniert ja normalerweise einfach nur unauffällig, was ja auch gut so ist und mich immer wieder aufs Neue freut. Aber manchmal braucht auch dieses Fahrzeug etwas Zuwendung.
Eine Sache die jeden Spätsommer angegangen werden muss ist der Kabinenboden auf der Fahrerseite. Wie eigentlich bei jeder TM ist auch mein Exemplar hier oberflächlich angerostet. Bisher habe ich das immer mit normalem Autolack behandelt, doch dieses Jahr will ich etwas Neues ausprobieren und Chasislack an dieser Stelle testen.
Schwarz ist natürlich erstmal die falsche Farbe, aber falls das in diesem Bereich stabil trocknet, kann ich hier immer noch mit rotem Lack nacharbeiten. Eine zweite Schicht wäre ohnehin wünschenswert, aber erstmal wird der schwarze Lack getestet der sowieso da war.
Natürlich musste dieser Anstrich erstmal trocknen, Zeit sich mit einem anderen Problem zu befassen. Die Unterbaukiste ist unheimlich praktisch und hat sich sehr gut bewährt, ich hatte jedoch beim Bau einen Fehler gemacht und sie zu tief gesetzt. Nach einigen Aufsetzern hing sie nun doch arg schief unter dem Fahrzeug. 
Wobei der Halter selbst nicht das Problem ist, sondern der Kunststoff der Kiste. Das hatte es einfach verzogen. Es hilft also nichts, die Kiste muss höher gesetzt werden. Das geht aber nur, wenn ein Loch hineingeschnitten wird, denn nur so ist Platz für die Diagonalstrebe der Pritsche. Eigentlich wollte ich das ja nicht, aber wirklich dicht ist die Kiste sowieso nicht und es ist auch nicht drin, was keinen Regen abbekommen darf. Also was solls?
Im Gegensatz zum Plastboden der Kiste hat mein selbstgebauter Halter gut funktioniert. Die Kombination aus genieteter und punktgeschweister Verbindung hat sich als absolut stabil erwiesen. Daher habe ich diesen Halter beibehalten und nur einige Zentimeter weiter unten an der Kiste angesetzt.
Bevor der Halter wieder angeschraubt wurde, habe ich noch die Aussparung in den Kasten geschnitten. Diese ist bewusst etwas überdimensioniert, denn wenn ich die Kiste schon aufschneide, dann will ich sie auch für den noch zu installierenden Landstromanschluss nutzen. Die Kabel dafür brauchen aber auch Platz.
Auf der Innenseite kommt jetzt zudem ein Stück Flachstahl zum Einsatz, das die Verschraubung zusätzlich stabilisiert.
Nachdem das Befestigungsproblem gelöst war, konnte ich noch eine andere Sache angehen die mich bei der Kiste genervt hat. Darin sind ja Ölflaschen für das Fahrzeug und diese fallen während der Fahrt durcheinander. Das ist für sich genommen kein Problem, es nervt aber, wenn die Flaschen herauskollern wenn manden Kasten öffnet.
Die Lösung ist auch hier mal wieder ein altes Kennzeichen. Unbeschnitten sondern nur passend zurechtgebogen bildet es einen stabilen und leichtgewichtigen Rand.
Befestigt ist es zusammen mit den seitlichen Kennzeichenstücken, die ja die originalen Grifflöcher der Kiste verschließen. Zwei Blindnieten sollten eigentlich ausreichend sein um den "Rausfallschutz" zu sichern. Zwischen Kennzeichen und Kiste ist zudem ein kleiner Spalt, so kann Wasser aus der Kiste ablaufen. 
Abschließend gabs für den Deckel noch ein blödsinniges Schild aus dem Fundus und ein paar Aufkleber.
Zurück unter der Ape sieht das jetzt doch deutlich besser aus als vorher. Der Kasten hängt nicht mehr knapp über dem Boden und ist nicht der tiefste Punkt. 
Auch das "Antirauskuller-Blech" funktioniert problemlos. Der Inhalt ist jetzt richtig schön fest eingepfercht und sollte bleiben wo er ist. Es sind eben manchmal doch die Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen.

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