Donnerstag, 1. März 2018

Tour: entlang der Abens, von der Quelle bis zur Mündung (18.03.2012)

Die Abens zählt sicherlich nicht zu den besonders beeindruckenden Flüssen, dennoch ist es reizvoll ihr an einem sonnigen Frühjahrstag durch Ober- und Niederbayern zu folgen.
Von Regensburg aus geht es zunächst auf der gut ausgebauten und eher freudlosen Bundesstraße 16, vorbei an Kelheim und in einem Bogen um Abensberg herum, in Richtung Ingolstadt. Doch die alte Universitätsstadt an der Donau ist heute nicht das Ziel, darum biege ich kurz hinter Abensberg ab und fahre auf weniger ausgebauten Strecken nach Pfaffenhofen an der Ilm. 
Von dort aus geht es über Nebenstrecken weiter in Richtung Au in der Hallertau. Kurz vor Au liegt der Weiler Abens, in dessen Nähe der gleichnamige Fluss seinen Ursprung nimmt. Die natürliche Quelle der Abens ist zu einem künstlichen Teich gefasst und dient so der Bewässerung umliegender Obstgärten und Felder. Vom Abfluss des Teichs beginnt der Fluss, zunächst als leicht zu übersehendes Rinnsal, seine 76 Kilometer lange Reise durch die Hallertau bis zu seiner Mündung in die Donau.

der künstliche Quellteich


Von Abens bis Au folgt die Gemeindestraße dem Verlauf des Flusses und mit den Ortschaften wird auch der Fluß größer. Hinter Au ist die Abens bereits als deutlicher Flusslauf erkennbar und schlängelt sich zwischen Wiesen und Feldern entlang der B301. Diese wenig befahrene Bundesstraße folgt dem Fluss in weitem Schwung durch die hügelige Landschaft und bietet entspannten Rollergenuss.
die erste Brücke über die Abens ist noch eher bescheiden
Bei Mainburg ist der Fluss dann stark genug um ein kleines Wasserkraftwerk an zu treiben. Auf diesem Abschnitt ist er jedoch auch in einen wenig ansehnlichen, schnurgeraden Kanal gezwungen, doch bald darf er wieder frei fließen. Bei Siegenburg führen Straße und Fluss durch einen urtümlich wirkenden, von dünnen Bäumen und Strauchwerk gebildeten Wald. Die Innlanddünen bilden den Untergrund für diese magere Landschaft. Sie sind ein sandiges Relikt der letzten Eiszeit und stehen unter strengem Naturschutz. Ein Spaziergang auf dem Lehrpfad informiert über dieses besondere Naturschauspiel und bietet willkommene Gelegenheit zu einer Pause. Diese wird jedoch immer wieder durch da Donnern von Düsentriebwerken gestört. Die Luftwaffe hält auf dem nahen Stützpunkt ein Manöver ab und immer wieder rasen die Jets knapp über die Baumwipfel. 
Abensberg, die größte Stadt an der Abens, ist dagegen still und friedlich. Der Fluss, dessen Namen die Stadt trägt, fließt an den mittelalterlichen Befestigungsanlagen entlang. In alter Zeit diente er der Bevölkerung als Schutz gegen Feinde und bis heute stellt er einen Teil der städtischen Wasserversorgung sicher. 
Abensberg
Hinter Abensberg fällt das Geläde ins Donautal ab, die Straße verläuft in sanftem Serpentinenschwung und auch der Fluss beschleunigt sein Tempo. Im Sommer sieht man auf diesem Abschnitt Kajakfahrer, doch noch hat der Eisvogel sein Revier für sich alleine. Bei Eining, am Zusammenfluss von Abens und Donau, ist das Wasser beider Flüße ruhig und die Vereinigung der Gewässer erfolgt still und unspektakulär. Viele tausend Kilometer weiter wird der zweitgrößte Strom Europas auch das Wasser der kleinen Abens ins schwarze Meer getragen haben.
an der Mündung
Auch meine Route folgt von hier aus dem Verlauf der Donau. Vorbei an Weltenburg und Kelheim geht es zurück nach Regensburg.

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