Sonntag, 6. September 2020

Differenzierte Sauerei

Für den TPH waren die Bremsenteile gekommen, also war es endlich möglich, den vorderen Stopper wieder einzubauen. 


Nun ist die  TPH-Bremse bekanntlich nicht ohne Tüken. Neben sauberer Entlüftung muss der Bowdenzug für den "ferngesteuerten" Bremszylinder sehr penibel eingestellt werden. Sonst funktioniert das seltsame Konstrukt nicht richtig. Letztlich ist das nicht besonders schwierig, aber eben zeitaufwändig.

Umso schöner ist dann die Probefahrt, wenn das endlich geschafft ist. Jetzt muss der Erfolg nur noch von Dauer sein, aber ich bin da recht positiv gestimmt, denn die Bremse ist wirklich deutlich besser als vorher. Der Erfahrung nach wird man sie aber vermutlich nach einiger Zeit noch nachstellen müssen, da sich der neue Bremszug noch etwas längen wird. Aber erstmal ist der Roller wieder zurück auf der Straße.


Nachdem der TPH fertig war, konnte es mit dem Wulfhorst weiter gehen. Den Hilfsrahmen hatte ich nach dem Motorausbau wieder eingehängt, darum war seine Demontage der erste Schritt. 


Da der Motor ja in den Grundzügen fertig ist, soll es jetzt um das Fahrgestell gehen. Die Gelegenheit ist günstig um sich um das Differential zu kümmern. Denn dieses ist bekanntlich der größte Schwachpunkt der Konstruktion.

Als erstes habe ich darum die Hinterachse vom Hilfsrahmen getrennt. Die beiden Spindeln des Kettenspanners sollen ja auch noch gereinigt und abgeschmiert werden.


In diesem Fall ist das Differential zum Glück völlig in Ordnung. Allerdings war die Fettfüllung vermutlich noch die erste und entsprechend verhärtet. Den uralten Schmier und Dreck heraus zu waschen ist wahrhaft kein Spaß, aber alle paar Jahre muss das einfach sein.



Anschließend konnte alles, gründlich gereinigt und mit frischem Fett gefüllt, wieder an seinen Platz.


Eine simple aber bei anderen Wulfhorsten bewährte Modifikation ist ein Streifen Klebeband auf der Mittelnaht des gereinigten Gehäuses. 


Somit ist eine Stelle, an der normalerweise immer etwas Fett austritt, abgedichtet und der Schmierstoff bleibt wo er gebraucht wird. Die Hinterachse ist damit auch wieder fertig für den Einbau. Beim nächsten Mal sollte es damit möglich sein, Motor und Hilfsrahmenkonstruktion wieder in das Fahrzeug einzubauen.


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