Donnerstag, 9. April 2020

F12: manchmal hat man auch Glück (hoffentlich)

Seit letzter Woche hat sich in der Werkstatt nichts getan, es ist aktuell einfach nicht möglich sinnvoll zu arbeiten. Immerhin war es mit gelungen, einen Reparatursatz für den Bremssattel des F12 aufzutreiben. 
Neue Bremssättel sind praktisch nicht zu bekommen und selbst gebrauchte Teile in fragwürdigem Zustand werden für Preise jenseits von Gut und Böse gehandelt. Darum gab es diesmal einen Reparatursatz. Außerdem habe ich einen Bremssattel vom Aprilia SR50 Factory aufgetrieben, angeblich soll dieser auch am F12 passen.
Aber hier zeigte sich sofort, dass solche Informationen immer mit äußerster Vorsicht zu genießen sind. Das Teil passt nichtmal ansatzweise. Immerhin taugte es als Teilespender für einige Kleinteile wie die Belagführung.
Bremssättel überholen ist eine in meinen Augen höchst fragwürdige Sache. Es ist einfach nicht gewährleistet, dass das Ergebnis wirklich brauchbar ist. Aber manchmal bleibt einem nichts anderes übrig als eine "Bauchschmerzaktion" wie diese.
Sehr viel mehr als sauber Arbeiten, alle Dichtflächen planen und hoffen, dass es gut geht, kann man hier eigentlich nicht.
Immerhin ist der Revisionssatz von Jasil von sehr guter Qualität und absolut passgenau. Zumindest damit gab es keine Probleme. Malaguti ist zudem einer der ganz wenigen Fahrzeughersteller, der in der Werkstattliteratur Angaben zur Revision des Bremssattels macht. Auch dies ist hier enorm hilfreich.
Nachdem die Anlage dann entlüftet war, was aufgrund der Einbauposition nochmal ein Drama für sich ist, ging es auf eine kurze Probefahrt.
Die Bremse ist dicht und funktioniert, zumindest im Moment. Ob das dauerhaft hält muss sich zeigen, aber dazu muss es erstmal wieder möglich sein sinnvoll zu fahren. Aktuell geht das ja nicht. Außerdem muss der Bremssattel noch neu lackiert werden, der aktuelle, völlig blanke, Zustand ist nicht gut. Aber solange ich nicht weiß, ob die Überholung wirklich funktioniert hat, werde ich hier nicht weiter investieren.
Allerdings gab es noch ein weiteres Problem mit dem Roller. Im Fahrbetrieb kam es bisweilen vor, dass der Kickstarter in Eingriff geraten ist. Für den Antrieb ist das nicht wirklich gesund, also stand hier noch etwas Fehlersuche auf dem Programm.
Ich hatte bereits vermutet, dass das Kickstartersegment die Ursache ist. Tatsächlich ist das Teil völlig ausgeschlagen und entsprechend locker.
Die Lösung hier wäre eigentlich simpel: Ein neues Segment. Allerdings ist das bei Minarellimotoren nicht so einfach, denn es gibt verschiedene Ausführungen.
Im Bild links ist das alte Originalteil, rechts ein Teil aus einem Yamaha Neos. Hier ist deutlich die unterschiedliche Verzahnung zu sehen. Natürlich habe ich nur die (viel verbreitetere) grobzahnige Version auf Lager, die aber nicht zum Zahnkranz im F12 passt.
Allerdings liegen auch etliche Variodeckel für Minarellimotoren bei mir herum. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede. Das Teil der Rex-Version passt zum Beispiel vom Lochraster her nicht auf den F12. 
Letztlich fand sich aber ein passender Deckel mit funktionierendem Mechanismus. Damit war dieses Problem dann auch aus der Welt und der F12 sollte, eigentlich/hoffentlich, wieder fit für den Straßenverkehr sein.



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