Dienstag, 24. März 2020

Wulfhorst R7: ein großer Schritt

Corona-Krise hin oder her: Der Wulfhorst muss langsam wieder ein betriebsbereites Fahrzeug werden. Darum habe ich diese Baustelle heute erneut angegriffen und mich daran gemacht, den Motor wieder in das Fahrzeug einzubauen.
Der letztens frisch lackierte Auspuff war zwischenzeitlich gut getrocknet. Darum ging es damit direkt weiter.
Zugegeben, schön ist es nicht geworden, aber die dicke Farbschicht sollte den Rost die nächsten Jahre in Schach halten. Genau das ist Sinn der Sache, denn die Optik spielt hier keine sonderlich große Rolle.
Am alten Auspuff war zu sehen, wo der Halter für den Gebrauch im Dreiradumbau modifiziert war. Der kleine Ausschnitt ist glücklicherweise problemlos nachzuempfinden.
Anschließend gab es natürlich auch an der Schnittstelle etwas Farbe.Der Rand ist übrigens ganz bewusst weiter ausgeschnitten als beim Altteil, denn so ist etwas mehr Spielraum bei der ohnehin heiklen Montage.
Als nächster Schritt kam dann der Hilfsrahmen auf die Werkbank. Auf jeden Fall einer der schwierigeren Abschnitte der Arbeit. Das schiere Gewicht des Teils nach es nicht gerade leicht damit zu arbeiten.
Das Erstaunlichste ist aber, dass der Motor das Gewicht der Konstruktion nicht spürbar erhöht. Die schiere Menge an verbautem Material ist schon heftig.
Es kommt bei diesem Fahrzeug in besonderem Maße auf absolute Funktionssicherheit an. Darum gibt es komplett neue Schlauchleitungen, die an den besonders kritischen Stelle, wie hier der Unterdruckversorgung für die Benzinpumpe, mit geschraubten Schellen gesichert werden. 
Ebeso eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme ist es, die Krümmerdichtung mit Auspuffzement einzusetzen. Je geringer die Wahrscheinlichkeit einer Undichtigkeit in diesem Bereich ist, desto besser.
Anstelle des originalen Hitzeschilds bekam der Krümmer dann einen Wickel aus Hitzeschutzband. So ist nicht nur das Helmfach gegen die Wärmestrahlung geschützt, sondern auch die Ölpumpe.
Nach dem Einbau der Antriebseinheit ging es dann methodisch daran, die gesamte Motorperipherie zu Prüfen. Die Benzinpumpe arbeitet besser als jemals zuvor und auch die Ölpumpe fördert. Es ist also störungsfreier Betrieb zu erwarten.
Schwierigkeiten gab es dann allerdings bei der Ölversorgung. Der Filterstutzen im Tank erwies sich als völlig verschmutzt. Hier ist noch Arbeit nötig. Da bei den ersten Motorstarts sowieso Zweitaktmix im Tank sein muss, habe ich das aber auf die Zukunft vertagt. Heute ging es dann darum, den Motor zum Leben zu erwecken.
Der Motor sprang direkt und problemlos an und läuft sehr sauber. Es scheint, als sei die Revision ansich erfolgreich. Was nun noch fehlt ist die Ölversorgung. Darum muss beim nächsten Mal zuerst der Öltank raus und gründlich gereinigt werden.

Mal sehen wann es weitergehen kann.











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