Sonntag, 15. Juli 2018

alternatives Sonntagsprogramm

Die Puch fahre ich nur selten und überaus vorsichtig, es ist einfach ein wertvolles historisches Fahrzeug. Darum sind Ausfahrten mit diesem Mofa aber auch immer ein besonderes Vergnügen auf das ich mich jedes Mal lange vorher freue.
Entsprechend freudig habe ich die alte Österreicherin heute auf den kleinen Landstraßen rund um die Werkstatt ausgeführt. Leider wurde das Mofa dann immer lauter, ein Symptom das ich leider nur zu gut kenne. Der Schalldämpfer war wiedereinmal dabei die Flucht zu ergreifen.
Das Problem ist immer das selbe: Der montiert Nachbauauspuff ist innerlich so wackelig, dass sich die Haltemuttern von der eingeschweißten Gewindestange abschütteln. Egal ob selbstsichernde Muttern oder gekontert, nichts hält hier dauerhaft.
Auf Dauer muss hier ein anderer Auspuff her, bis dahin wollte ich dann ersteinmal einen gebrauchten Originalauspuff aus dem Fundus montieren. Bei diesem hatte leider einmal jemand den Krümmer silbern gestrichen, das sieht aber dermaßen schäbig aus, dass ich es auf keinen Fall so am Mofa haben will.
Aus der Spraydose mit der schwarzen Farbe kamen aber dummerweise nur noch zwei, drei müde Huster. Eine volle war natürlich nicht mehr auf Lager, also Baustopp und Abbruch an dieser Front für heute. Ärgerlich, aber da draußen ein heftiger Regen aufgezogen war auch nicht weiter schlimm.

Bei Regen nach Hause fahren wollte ich aber auch nicht, glücklicherweise ist in der Werkstatt aber immer etwas zu tun. Die Großbaustelle zur Zeit ist Thums Jawa, für die ich ja vor ein paar Tagen einen hoffentlich halbwegs vernünftigen Ersatzmotor aufgetrieben habe.
Dass dieser Motor läuft habe ich schon festgestellt. Es gibt also zunächsteinmal keinen Grund, ihn in das Chassis der Jawa zu hängen.
Die Dreckschicht auf dem Motor ist nicht eingebacken, was die erste grobe Reinigung natürlich enorm erleichtert.
Ein bisschen Sorgen macht mir der Anschluss für den Auspuff. Hier hatte sich in der Vergangenheit jemand zu schaffen gemacht, dem Gefühl und Talent für solche Arbeiten abgehen.
Eines der Gewinde war einmal ziemlich grob und schief ausgebohrt wurden. Die Gewindegänge sind zwar sauber und in Ordnung, aber ob sich der Krümmer ohne Probleme montieren lässt ist fraglich und muss sich zu gegebener Zeit zeigen.
Ins Chassis passt der Motor natürlich trotzdem ohne Probleme.
An der Jawa wäre jetzt der nächste logische Schritt die mechanische Komplettierung des Antriebs und der Elektrik. Allerdings benötige ich dazu doch noch einige Teile, die natürlich wieder aus Tschechien kommen müssen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass schnelle Lieferung nicht unbedingt eine Stärke der dortigen Versender ist, also werde ich demnächst eine Bestellung aufgeben. Bis dahin kommt die Jawa natürlich auch wieder in Warteposition.










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