Freitag, 26. Januar 2018

Jawa: es war wohl doch die Lokomotive ...

Das Licht am Ende des Tunnels, ist manchmal der Scheinwerfer der Lokomotive die dich gleich platt macht. Eine simple Weißheit, die jedem Anhänger von Murphys Gesetzen bekannt sein dürfte. Zumindest kam mir heute beim Weiterarbeiten an der Jawa genau dieser Gedanke. Vorher war jedoch die Beseitigung eines anderen Problems angesagt.
Mein alter Werkstatt-PC hatte den Geist aufgegeben, angesichts seines Alters kein Beinbruch, auch weil man geeigneten (sprich uralten) Ersatz ja meist geschenkt bekommt. Dies führte jetzt sogar zu einer massiven Aufrüstung der Computertechnik, von Windows 98 auf Windows 2000 ist es doch ein gewisser Sprung. 
Für die Jawa brauche ich den Recher zum Glück nur insofern, als er die Explosionszeichnungen und Demontagefotos gespeichert hat. Es ging also erstmal analog weiter.
Der Tank und die Benzinleitung waren ja alles was noch fehlte um einen Startversuch zu unternehmen. Außerdem hatte ich etwas Zweitaktgemisch dabei. 
Der einzige Fortschritt den ich erzielt habe war allerdings eine strampelnde Trainingseinheit auf dem Moped, denn angesprungen ist die Karre nicht. Keine Chance, egal was ich probiert habe. Zündfunke ist da, Sprit kommt an, aber es tut sich nichts. Auspuff ab? Fehlanzeige. Vergaser runter und Starthilfespray direkt in den Ansaugstutzen? Nicht mal ein müder Huster, abgesehen von der Tonlage des Pfeifens aus meiner Lunge änderte sich nichts.
Es hilft nichts, der Motor muss nochmal raus und der Zylinder runter. Denn es besteht ja doch die Möglichkeit, dass es entweder einen Materialfehler oder gibt oder das mir beim Zusammenbau ein Fehler unterlaufen ist. 
Mit dem Zylinderkit scheint alles in Ordnung zu sein, dafür stand im Kurbelgehäuse eine zähe, ölige Mumpe die verdächtig nach Getriebeöl roch. Fuck!
Die Sache weckt den Verdacht, dass die Wellendichtringe doch nicht mehr so arg toll waren und das herumliegen seit der letzten Fahrt ihnen den Rest gegeben hat. Es hilft nichts, der Motor muss wohl doch auseinander. Zumindest soweit, dass man die Dichtungen tauschen kann. 
Einziger Lichtblick ist, dass es auf der Zündungsseite relativ manierlich aussieht. Zumindest drückt es kein Öl unter dem Polrad heraus. Ich weiß allerdings nicht wie ich das Polrad abziehen soll. Die vernudelte Schraube habe ich heraus bekommen, aber wie man bei diesem Rotor einen Abzieher ansetzen soll ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Zu diesem Punkt muss ich noch etwas Nachforschungen betreiben.
Gleiches gilt auch auf der anderen Motorseite. Die Schwungscheibe ging problemlos herunter, aber um das Getriebe zu öffnen und an den Dichtring heran zu kommen, muss die komplette Kupplungseinheit herunter. Wie das gehen soll? Vermutlich auch mit einem Sonderwerkzeug das ich (noch) nicht habe. Pfusch bring hier nichts, also ist erstmal Baustopp.
Der Motor macht außerdem mal Kopfstand damit die Suppe rauslaufen kann. Aber wirklich weitergekommen bin ich nicht.









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