Donnerstag, 27. September 2018

Spirit: Restefressen

Eigentlich ist der Chinakracher wieder straßentauglich. Aber ich gebe zu, dass das bisschen Vertrauen, dass er bisher erworben hatte, nach der Zündungsgeschichte wieder auf dem Nullpunkt angekommen ist. Darum bin ich auch heute nochmal eine kurze Proberunde in "Schiebereichweite" um die Werkstatt gefahren.
Eine weise Entscheidung, denn nach ein paar Kilometern gab es einen Knall, gefolgt von totaler Stille. Der Roller hatte wieder den Geist aufgegeben. Grund dafür war diesmal, dass es die Zündkerze rausgeschossen hatte. Mein Fehler, die war wohl nicht richtig angezogen. Dumm nur, dass die Kerze tatsächlich auf Nimmerwiedersehen in den Acker geflogen war. Drei geschobene Kilometer später hatte ich den Roller wieder in der Werkstatt stehen und mit der Zündkerze aus dem Schlachter am Laufen. Zeit sich um die noch anstehenden Restarbeiten zu kümmern.
Beim Rücktransport aus Tschechien hatte sich irgendwie der Deckel über der Fahrgestellnummer verselbstständigt. Kein schlimmer Schaden, aber nervig denn auch der Deckel kostet Geld. Beim Schlachter war zum Glück einer dabei, schade nur, dass die Haltenasen die Demontage nicht überlebt haben.
Die Heißklebepistole löste dieses Problem pragmatisch. Mal sehen ob es hält, wenn nicht muss ich halt doch einen neuen Deckel kaufen.
Außerdem war mir aufgefallen, dass das Rücklicht nicht mehr leuchtete. Die Glühbirne zu tauschen ist beim Chinakracher ein Krampf. Eigentlich wäre es das Einfachste gewesen, das Rücklicht vom Schlachter einzubauen (rechts im Bild). Denn das Teil ist in wesentlich besserem Zustand als das Originalteil. Nur leider ist es auch die häßliche Version mit gelben Blinkern.
Darum habe ich mich entschlossen hier einen Umbau zu testen, den ich schon länger vor hatte und bei dem es gut ist, ein funktionsfähiges Teil in Reserve zu haben.
Zunächsteinmal habe ich den Kabelbaum am Rücklicht aufgetrennt und herausgemessen, welcher der drei Drähte was tut. Denn in Zukunft wird der Spirit hoffentlich keine Glühbirnen fürs Rücklicht mehr brauchen.
Das universell passende LED-Modul für Motorradrückleuchten habe ich schon länger rumliegen. Es handelt sich um einen von mehreren Prototypen die ein Freund gebastelt hat. Der Spirit ist ein idealer Testkandidat dafür, denn ich kann hier völlig schmerzfrei am Kabelbaum rumsäbeln und ins Rücklicht bohren.
Verschraubt und Verkabelt kommt das Trumm wieder in den Roller und konnte getestet werden.



Wie man sieht ist es schön hell und leuchtet deutlich gleichmäßiger als die orignale Funzel. Gerade im Winter ein echter Sicherheitsgewinn. Mal sehen wie es sich in Sachen Haltbarkeit schlägt. 
Mit dem ersetzten Heckplastik ist der Roller jetzt jedenfalls am Heck wieder komplett.
Das letzte Teil, dass vom Schlachter an den Spirit wanderte war noch der Ansaugdifusor. Dieser fehlte beim Spirit von Anfangan und ist auch nicht notwendig. Bei schlechtem Wetter hat er aber seine Berechtigung und wenn er schon da ist kann ich ihn ja auch montieren.
Der Plan ist jetzt, den Baron am Wochenende einzumotten und den Spirit nach Hause zu fahren. Mal sehen ob das so problemlos klappt wie es sich anhört.










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