Freitag, 1. Juni 2018

Spirit of Saxonia: die letzten Feinheiten

Der Chinakracher ist soweit ja auf einem guten Weg, bald wird daraus nicht nur ein funktionierender sondern auch ein halbwegs ansehnlicher Roller. Trotzdem gibt es aber noch ein paar Baustellen um die ich mich kümmern muss.
Im Alltagsbetrieb zeigte sich zuletzt deutlich, dass die Vorderradbremse alles andere als gut ist. Selbst für das relativ niedrige Nivenau von Chinarollerbremsen war das hier gebotene doch unbefriedigend.
Der Bremssattel selbst, es ist sogar die gute Version mit zwei Kolben, ist glücklicherweise in gutem Zustand. Obwohl der Roller in der Vergangenheit lange rumstand ist hier nichts eingegammelt oder völlig verrottet.
Ursache für die schlechte Bremswirkung sind also wohl eher die völlig verhärteten und an den Rändern langsam abbröselnden Bremsbeläge. Die müssen neu, das hilft nichts.
Sichtbar gebraucht aber noch völlig in Ordnung, also nicht verzogen oder abgefahren, ist hingegen die Bremsscheibe. Jenachdem was die Teile kosten bekommt der Roller zwar evtl. eine Wavedisc, aber das muss ich dann entscheiden wenn ich die Teile bestelle. Technisch notwendig wäre ein Austausch der Bremsscheibe nicht unbedingt.
Absolut tot ist dafür die Bremspumpe. Zwar funktioniert sie, allerdings hat in der Vergangenheit mal jemand das Schauglas mit irgend einem seltsamen Dichtmittel abgedichtet. Das ganze funktioniert zwar insofern als keine Bremsflüssigkeit ausläuft, auf Dauer behalten will ich diese seltsame Lösung aber nicht. Es wird also definitiv auch eine neue Bremspumpe geben.

Diese Bestandsaufnahme bringt mich zwar nicht wirklich weiter, denn die Teile müssen natürlich bestellt und geliefert werden, aber es ist ja auch noch Arbeit an der Karosserie. Deren Heckteil ist soweit fertig und so kam dann wieder alles an seine Platz.
Fans meiner Mittelverkleidung aus eine malten Farbeimer werden enttäuscht sein, aber dieses Provisorium passt einfach nicht mehr ins Konzept. Hier gab es sogar ein Neuteil!
Bevor es an der Rollerfront weitergeht, müssen ersteinmal die Faltenbälge für die Gabel und die Bremsenteile kommen. Außerdem brauche ich noch ein paar andere Kleinteile, aber die Frontmaske ist ohnehin noch nicht fertig lackiert.
Wie berichtet hatte ich das Teil im Bereich der groben Schäden an der Seite gespachtelt, geschliffen und ein zweites Mal grundiert. Das passt jetzt auch soweit, allerdings ist ja immer noch der mittels eines aufgenieteten Alublechs stabilisierte Bruch in der Verkleidung.
Alublech und Bruchstelle hatte ich im ersten Gang einfach mit Grundierung übersprayt. Aber das Blechstück passt jetzt genau wie die Eimerverkleidung nicht mehr ins optische Konzept. Darum habe ich erstmal die Nieten ausgebohrt und das Teil entfernt.
Die einfachste Lösung den Riss zu stabilisieren ohne die Optik zusehr zu versauen ist es, das Blech auf die Innenseite der Verkleidung zu setzen.
Außerdem habe ich die Frontmaske einmal an den Roller gesteckt um zu sehen, ob sie sich nicht verzogen hat. Das Teil passt aber immer noch einwandfrei.
Den Riss und die Niete wurden dann unter einem großzügig aufgetragenen Spachtelberg begraben. Das muss jetzt gründlich durchtrocknen bevor es beigeschliffen werden kann. Mit etwas Glück ist die Frontmaske dann auch fertig zum lackieren.













Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen