Freitag, 20. Oktober 2017

Augen auf beim Teilekauf, oder Vorsicht vor dem Rollerklau.

So traurig dieser Umstand ist, so unübersehbar ist er auch: Die Zahl von Rollerdiebstählen steigt ständig und das Risiko selbst betroffen zu sein ebenfalls.
Besonders nah ist mir persönlich die Sache gekommen, als mein lieber Freund Erich Opfer eines solchen Verbrechens wurde. Sein Explorer GT Race wurde von einem Dieb total demoliert und als unbrauchbares Wrack zurückgelassen, nachdem der Diebstahl durch Störung verhindert wurde. Glück im Unglück, auch weil er das Fahrzeug gegen Diebstahl versichert hatte. Ärgerlich ist es allemal und es gibt Anlass darüber nachzudenken, was da genau passiert ist.

Der Explorer GT Race ist nicht unbedingt der feuchte Nachttraum eines verhinderten jugendlichen Rennfahrers, ein Diebstahl aus diesem Motiv fällt hier also vermutlich aus. Es ist eher so, dass es darum ging den Roller zu zerlegen und in Einzelteilen zu verkaufen. Genau das passiert nämlich fast immer nach solchen Verbrechen. Neben den üblichen Schutzmaßnahmen, wie den Roller gut abzusperren, wenn möglich zu garagieren und nicht unbewacht zu lassen, ist daher auch beim Teilekauf Vorsicht geboten. Es ist nicht sicher zu sagen, wie viele der im Internet angebotenen, gebrauchten Ersatzteile aus Diebstahl stammen. Es gibt jedoch in Einzelfällen Anzeichen, zum Beispiel wenn normalerweise sehr teure Ersatzteile besonders günstig angeboten werden, jedoch kein klarer Name oder Standort angegeben ist. Seriöse Anbieter, egal ob sie nun privat oder gewerblich Ersatzteile verkaufen, haben normalerweise keine Probleme damit ihren Namen und den Standort der Teile zu verraten.

Also bitte passt auf was ihr von wem kauft. Sicher wird niemand von euch einen Vorteil aus dem Unglück anderer Rollerkollegen ziehen. Das man sich auch als Käufer von Diebesgut strafbar macht kommt noch dazu.


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