Mittwoch, 19. April 2017

Klingonenkreuzer: Wandlung vollzogen

Der Klingonenkreuzer sollte ja eigentlich schon vor den Osterferien fertig werden. Aber wie das so ist, es verzögerte sich. Heute waren aber endlich die letzten Teile da und ich konnte mich wieder an die Arbeit machen. 
Die Fahrversuche vor den Ferien hatten ja gezeigt, dass der Roller grundsätzlich schön läuft. Nur das Anfahrverhalten war noch stark verbesserungswürdig. Härtere Kupplungsfedern und eine leicht verstärkte Gegendruckfeder sollten das richten. 
Zunächst waren also Ausbau und Demontage der Kupplungs-Wandlereinheit notwendig.
In der Kupplung waren noch die Federn, die mit dem Touring mitgeliefert wurden. Den genauen Einkuppelpunkt dieser Federn kenne ich ehrlich gesagt nicht, er war jedenfalls für den Poliniauspuff zu niedrig. Darum habe ich direkt die härtesten Federn aus dem Nakuru-Set eingebaut. Diese haben eine Einkuppeldrehzahl von 2.000upm. 
Wie üblich wehrten sich die Federn ziemlich. Mit dem Schraubstocktrick (die Kupplung so einspannen, dass die Backen maximal zusammengedrückt werden) ging es dann aber recht gut. 
Die Anschließende Probefahrt zeigte, dass die Federn ein Volltreffer waren. Die Einkuppeldrehzahl liegt jetzt knapp über dem Idealwert, das kann so bleiben. Allerdings zog der Roller immer noch ungleichmäßig durch und begann am Berg zu ruckeln. Zeit sich den Wandler anzusehen.
Es kam das zum Vorschein womit ich gerechnet hatte: Ein völlig ausgewaschenes Steigwerk. Auf dem Foto sieht es noch halbwegs zivil aus, im Video wird aber deutlich wieweit das Teil verschlissen war.

Da ist nichts mehr zu retten, das Ding ist hinüber. Wieder zeigte sich, dass der Kauf des Schlachtrex eine gute Idee war. Dieser lieferte jetzt einen neuwertigen Wandler, den ich nur reinigen und neu einfetten musste. 
Zudem gab es gleich noch die verstärkte (10%) Kupplungsfeder. Diese (für mich neue) Ausführung von Polini kommt mit einem Satz Kunststoffringe die zwischen den Wandler und die Feder eingelegt werden. Damit soll die Feder besser gleiten und zudem wird der Andruck erhöht. Doch vor dem Test musste das Ganze zusammengebaut werden und jetzt war ich froh, dass ich mein ältestes, selbstgebautes Spezialwerkzeug noch habe: den Kupplungsdrücker für Automatikroller!
Das selten benutzte, hölzerne Relikt aus den Anfangstagen meiner Schrauberkarriere ersparte mir den zähen Ringkampf mit der 27kg-Feder. 

Mitlerweile gibt es solche Werkzeug fertig zu kaufen, ich bleibe aber bei meinem anachronistischen Bastelkunstwerk. 
Ebenso zufrieden wie mit dem Werkzeug war ich nach der Probefahrt mit dem Ergebnis der Arbeit. Der Roller zieht jetzt sauber und ohne zu ruckeln durch, läuft am Testberg stabil hoch und fährt sauber an. Sehr gut, das bleibt jetzt so und ich werde das Setup im Alltag erproben. 

Vorher müssen natürlich die Kofferträger wieder dran. Endlich, denn die Teile lagen jetzt doch ziemlich lange zerlegt in der Kiste. 
Zum Abschluss habe ich noch den Frontträger abgebaut. Dieser muss noch überarbeitet werden, was aber auch ohne den Roller geht. Darum hat der Neos jetzt auch an der Front eine Zweifarbenoptik. Sieht eigentlich nicht schlecht aus, vllt. lasse ich das so und tausche die linke Seitenbacke auch noch gegen ein schwarzes Teil. 










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