Montag, 10. Oktober 2016

Roter Baron: voll der Hammer

Der Rote Baron stand seit Samstag in der Werkstatt, es ist also an der Zeit, mit den Winterarbeiten an diesem Roller anzufangen. Eigentlich ist nichts Großes zu machen, denn die Vespa lief die letzte Saison besonders gut und zuverlässig. Hier gibt es eigentlich nur die üblichen Wartungsarbeiten zu erledigen und ein neuer Vorderreifen muss drauf. Also die idealen Umstände, um sich um Dinge zu kümmern, die man nicht unbedingt braucht, aber gerne hätte.
Doch vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß(er) gesetzt. In diesem Fall habe ich darum das wiederholt, was schon beim Klingonenkreuzer notwendig war und einen kleinen Schaden am Gepäckträger in Ordnung gebracht. 

Der Gepäckträger wurde in den letzten Jahren mehrfach geflickt, immer im laufenden Betrieb und auf die schnelle Tour, darum sah er doch ziemlich mitgenommen aus und war darum das erste Objekt, dass für den Neuanstrich auf die Seite gelegt wurde. 
Als erstes kam jedoch das entkleidete Rollerheck an die Reihe. Der rege Alltagsgebrauch hatte hier seine Spuren hinterlassen und der alte blaue Anstrich kam an vielen Stellen durch. Hier musste dringend nachgebessert werden. 
Als nächstes kamen der Lenkerdeckel und die total verwüstete Kaskade an die Reihe. Ältere Leser werden sich erinnern, dass ich den Baron seinerzeit mit einer Chromkaskade gekauft habe und diese dann gegen eine lackierte getauscht habe. Die lackierte Kaskade war von Anfang an beschädigt, doch mitlerweile hatte sie sich völlig aufgelöst. 
Die Ersatzkaskade lag nun auch schon längere Zeit im Regal bereit, Zeit sie anzubauen. Doch erstmal musste Farbe bekannt werden. Wieder mit Zinkspray alles grau machen ist mitlerweile langweilig, darum gibt es jetzt endlich Verwendung für den Topf Hammerschlaglack, den ich vor einigen Jahren geschenkt bekommen habe.
O-Lack Fans schauen jetzt besser weg, aber zunächst musste die Kaskade natürlich angeschliffen werden.
Beim Lenkerdeckel war dies nicht nötig. Das Zinkspray ist eine gute Grundierung und ein perfektes Finish ist weder gewollt noch notwendig. 

Auch der Gepäckträger bekam dann noch seinen Teil der Farbe ab. Ich bin wirklich gespannt, wie das am Roller aussehen wird. Ob ich das Schutzblech und die Trittbretter auch noch in Hammerschlag streiche weiß ich noch nicht. Diese Teile haben mitlerweile eigentlich eine schöne Patina angesetzt, die ich ungern zerstören würde.

Während die Farbe trocknet, war dann eine kleine Verschleißreparatur angesagt. 
Die gelben Asia-Ständerfüße hatten es einfach hinter sich. Nicht zuletzt wegen dieses Misstandes ist der Roller zuletzt zweimal umgefallen. Zeit für was Neues, diesmal aber für gute Ware aus Italien.

Die FA Italia Ständerfüße sind ein Klassiker für sich, mal sehen wie diese sich bewähren.












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