Sonntag, 26. Juni 2016

Bravo: Tooltime

Die Restaurierung seltener Oldtimer erfordert bisweilen die eine oder andere Sonderlösung. Mein Bravo macht hier keine Ausnahme, denn um das eierige Hinterrad richten zu können muss es mein "Rädermann" auf Rundlauf prüfen können, was aber mit einem üblichen Wuchtbock nicht geht, denn eine Radachse im eigentlichen Sinne hat das Bravohinterrad nicht. Hier muss also eine passende Speziallösung her.

Ausserdem musste ich noch die restlichen Reinigungsarbeiten ausführen, darum habe ich zunächst das komplette Heckteil des Fahrzeugs zerlegt. 
Hierbei wurde wieder der sehr gute Zustand der Maschine deutlich, denn alles lies sich leicht lösen und es traten keine Bastelsünden des Vorbesitzers zu  Tage. 
Für das Hinterrad entstand dann eine einfache Wuchtvorrichtung aus einem zurechtgeflexten und gebohrten Stück Vierkantrohr. Ich hoffe jetzt nur, dass dies meinem "Rädermenschen" hilft, ansonsten muss doch das komplette Moped zu ihm bringen.

So oder so ging es dann erstmal mit den Federbeinen weiter. Diese sind in gebrauchtem, aber sehr gutem Zustand und benötigten lediglich eine gründliche Reinigung.

Die verchromten Streben am Gepäckträger sind leider ziemlich stark patiniert, was aber zum Fahrzeug passt. Darum habe ich sie nur poliert und mit einer Klarlackschicht als Schutz überzogen. Danach konnten sie wieder ans Fahrzeug zurück.

Das Kunststoffteil des Gepäckträgers ist in gutem Zustand und konnte einfach wieder angebaut werden.
Hätte ich ein intaktes Hinterrad, dann könnte ich die Bravo jetzt zusammenbauen und damit fahren. Die zeitige Fertigstellung des Fahrzeugs scheitert derzeit also lediglich am Pfuch den Reifenhändlers. Ein umstand der es umso sicherer macht, dass diese Sache für ihn ein Nachspiel haben wird. 





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