Donnerstag, 16. März 2017

die inneren Werte

Eigentlich wollte ich heute an Maiks Stalker weitermachen, dummerweise ist der bestellte Stecker für den Zentralkabelbaum immer noch nicht gekommen, ohne diesen kann ich aber mit der Elektriksanierung nicht sinnvoll anfangen. Also Planänderung um am TPH weiterschrauben.
Grundsätzlich passt der Bock ja, nur hat er halt einen Lagerschaden. Also raus mit dem Motor.
Dieser Teil der Arbeiten war relativ schnell und problemlos erledigt. Danach begann allerdings ein ziemlich zäher Kampf.
In der ersten Runde galt es, den Zylinderkopf zu lösen. Der Vorbesitzer hatte diesen mit irgend einer fiesen Dichtmasse eingeklebt. Der Grund dafür ist mir schleierhaft, jedenfalls saß der Kopf aber so fest auf dem Zylinderblock, dass man sich die Kopfmuttern wohl hätte sparen können.

Sehr erfreulich war dafür der praktisch neuwertige Zustand von Kolben und Zylinder. Es ist anzunehmen, dass diese Teile bereits ersetzt wurden. Es sind aber Originalteile, also eine gute Nachricht.
Der Nächste Kampfplatz war die Hauptständerbefestigung. Der große Bolzen ist leider unlösbar mit dem Motorblock verwachsen. Ein Problem, das bei älteren Piaggios unbekannt ist bei den Modellen aus den frühen 2000ern aber immer wieder auftritt. Als vorübergehende Lösung habe ich den Kopf des Bolzens abgesägt und den Hauptständer ausgehebelt. Hoffentlich lässt sich der Rest des Bolzens auspressen. Ein Besuch beim Motorenbauer ist ohnehin unumgänglich, dazu aber später noch mehr.
Die Zündung des Motors war völlig verölt. Grund dafür dürfte der völlig verschlissene Wellendichtring gewesen sein. Das der Motor damit noch lief ist eigentlich ein kleines Wunder. 
Einige zähe Kleinkriege später war der Motor auseinander und die Kurbelwelle befreit. Wie erwartet ist das antriebsseitige Lager völlig hinüber. Leider hat es die Lagergasse bereits mit in den Tod gerissen. Der Sitz muss neu geschnitten und mit einem Ring ausgebuchst werden. 
Ob sich das noch lohnt muss sich zeigen, denn zusätzlich müssten eben der Hauptständerbolzen ausgepresst und diverse Schraubenreste ausgebohrt werden. Ich werde demnächst mal mit dem Motorenbauer darüber reden müssen. Unter Umständen ist hier aber ein neuer Motorblock die sinnvollere Lösung. Immerhin sind die meisten Anbauteile des Triebwerks noch zu gebrauchen und in gutem Zustand. Dennoch entwickelt sich der TPH mehr und mehr zu einem Langzeitprojekt.


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