Freitag, 10. Juli 2015

Projekt Phönix: es geht vorran

Für Maiks Roller sind zwischenzeitlich alle bestellten Teile eingetrudelt, nur der Riemen für die Ölpumpe (die Maik entgegen meines Rates behalten will ...) fehlt noch. Die größte Baustelle am Fahrzeug ist aber ohnehin dir Frontpartie, hier muss ja nicht nur der Unfallschaden beseitigt werden, sondern auch die neue Gabel will eingebaut sein.

Genau damit habe ich mich heute zunächst befasst. Die Gabel, wie berichtet ein hochwertiges Zubehörteil von EBR, musste zunächst mit der unteren Lagerschale des Lenkkopflagers bestückt werden, danach war der Einbau nur Routine.


Mit den neuen Kugelreihen läuft die Gabel wunderbar leicht und spielfrei. Die Investition in hochwertige Lager (SKF) macht sich auch in diesem Bereich bezahlt.

Danach stand erstmal eine kleine Modifikation auf dem Programm. Der Innenkotflügel der Frontverkleidung wird normalerweise vor dem Einbau der Gabel über das Steuerrohr geschoben, um den Innenkotflügel zu demontieren muss dann auch die Gabel raus. Diese Bauweise findet sich bei nahezu allen Piaggiorollern. Bei "normal" genutzten Fahrzeugen ist das auch kein Problem, bei Tourenrollern die durchaus auch mal abseits befestigter Straßen gefahren werden, kann es aber leicht sein, dass der Innenkotflügel durch Steinschlag ect. beschädigt wird. In solchen Fällen ist es dann angenehm, wenn man ihn ohne Demontage der Gabel ausbauen kann. Bei von mir aufgebauten Piaggiorollern schlitze ich den Innenkotflügel daher grundsätzlich ein, so kann er über die Gabel geschoben werden wenn diese im Roller eingebaut ist.


Die Bohrungen neben dem Längschnitt nehmen nach der Montage zwei Kabelbinder auf. Diese sind nicht unbedingt notwendig, verhindern aber ein unschönes Flattern des Kotflügels. Durch den schmalen Spalt tritt übrigens nach meiner Erfahrung keine nennenswerte Menge Schmutz oder Wasser in die Verkleidung ein. 
Danach muss dann nur noch das Vorderrad eingebaut werden, die Bremse (inkl. neuer Bremspumpe) und die neue Tachowelle montiert werden. Langsam nimmt das Fahrzeug wieder Gestalt an. 
Mit der neuen Frontmaske ist dann für heute auch erstmal Feierabend. Denn was hier so lapidar in wenigen Zeilen abgehandelt ist, dauert bei sorgfältiger Ausführung gut vier Stunden. 






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